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Neuer Pisa-Schock: Schule mit Ausschlussprinzip
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Ein Fünftel der 15-Jährigen scheitert im Alltag - das ist das drängendste Problem, das Deutschlands Schulpolitiker zu lösen haben. Doch sie wollen lieber das Gymnasium reformieren.

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autonomo 01.04.2014, 15:11
20. Nicht die Benutzer, sondern die Betreiber !

von Fahrkartenautomaten usw. sind oft das Problem. Wer solche Automaten aufstellt, muß die naturgemäß völlig unerfahrenen Benutzer einweisen, neudeutsch: Service anbieten. Das unterbleibt aber oft genug. So etwas nennt man Instruktionsfehler. Nur gut, daß die Dinger nicht für Leib oder Leben gefährlich sind, denn sonst hätte die Verantwortlichen zu haften, würden sich gar strafbar machen. So aber entstehen für die Kunden "nur" Verspätungen, weil sie mangels Ticket die S-Bahn nicht mehr kriegen, also Einbußen an Lebensfreude oder Vermögen. Daß dies aber ein PISA-Problem der Bevölkerung sein soll, stellt die Realität weitgehend auf den Kopf. Vorschlag an die Ersteller solcher Studien: einfach mal wieder Bodenhaftung suchen, die Produktverantwortlichen am Kragen fassen!

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gale_boetticher 01.04.2014, 15:12
21. Autor vs. Studie

Zitat von sysop
Ein Fünftel der 15-Jährigen scheitert im Alltag - das ist das drängendste Problem, das Deutschlands Schulpolitiker zu lösen haben. Doch sie wollen lieber das Gymnasium reformieren.
Schon peinlich, wie in Deutschland mal wieder versucht wird, die eigene Bildungsagenda durchzudrücken.

Fast jede Kernthese des Autors widerspricht absolut den Aussagen der Studie:
Autor: "Rückstand ist keine Frage der Nationalität, wohl aber der Herkunft."
Studie: "Students with an immigrant background score significantly below non-immigrant students in Germany"

Autor: "Forscher beschreiben dieses Herkunftsproblem der Schüler mit dem Begriff sozio-ökonomischer Status."
Studie: "In Germany as across OECD countries, on average, the impact of socio-economic status is significantly weaker on problem-solving performance than on mathematics performance."
Was dafür völlig vom Autor ignoriert wird: "

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stonemoma 01.04.2014, 15:14
22. Intelligenz

"Intelligenz eben gleich verteilt ist" Ich habe noch nie eine Studie darüber gesehen. Ist auch ein Minenfeld so was machen zu wollen. Ist Intelligenz erblich? Vererbt sie sich? Wie groß ist die Schwankungsbreite wenn beide Eltern 100% haben? Wie steil sind die Flanken der Gaußverteilung?
Interessieren würde es mich aber eigentlich schon.

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SalsaMina 01.04.2014, 15:15
23. Apropos aus der Gesellschaft fallen...

Es gibt nicht nur die einzig wahre Spiegel-Leser-Gesellschaft. Am Ende stellt sich heraus, dass die 'dummen' Jugendlichen trotzdem schlaue Wege finden, um die Gesellschaft herumzuleben. Immer mehr junge Menschen enthalten sich mit Vorliebe dieser automatisierten Scheuklappen-Bürokratie. Und warum auch nicht? Als junger Mensch wirst in Deutschland an allen Ecken ausgebeutet und über den Tisch gezogen - es ist schlauer ganz genau zu schauen, wie man auch außerhalb der Gesellschaft klarkommt. Noch schlauer ist es, sich ab und zu dumm zu stellen, dann merkt keiner, dass es sich auch herrlich ohne Staat lebt ;)

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Will_Fry 01.04.2014, 15:15
24. Nicht nur in der Arbeitswelt

Zitat von CriticalPost
Einige haben immer noch nicht verstanden das gerade die Eltern das Problem sein können. In der Kindheit können wir hier als Gesellschaft mit wenig Aufwand retten, was uns sonst 50 Jahre lang in der Arbeitswelt Probleme macht.
Richtig, dass Eltern ein Teil des Problems sind, verbirgt sich ja hinter der Formulierung "sozi-okomische Faktoren". Ist ja nicht nur Geld, das da ne Rolle spielt...
Aber das Problem nur auf die Arbeitswelt zu projezieren ist schon fast zynisch. Die Kompetenz Lösungen zu finden, fehlt diesen Kindern später in allen Bereichen, auch im zwischenmenschlichen, sei es in einer Partnerschaft, Alltagskonflikten, politischen Auseinandersetzungen und Willensbildungsprozessen und schließlich wieder in der Erziehung ihrer Kinder -> womit wir einen Teufelskreis hätten...

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TheStarflyer 01.04.2014, 15:17
25.

Zitat von rosenblume
Schafft endlich dieses blöde dreigliedrige Schulsystem ab,
Dafuer gibts doch schon Gesamtschulen.
Aber was genau hat das mit den PISA Ergebnissen zu tun?

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soisses007 01.04.2014, 15:18
26. Qualität ist gefragt

Zitat von rosenblume
Schafft endlich dieses blöde dreigliedrige Schulsystem ab, nehmt den Ländern die Bildung weg und gebt sie in die Hände eines unabhängigen Gremiums, das nicht alle vier Jahre eine neue Sau durchs Dorf treibt. Gebt ihnen genau das Geld, das wir jetzt für unzählige Schulsysteme und unzählige.....
Der förderale Wahnsinn mit 16 Varianten einer sogenannten Bildungspolitik muss abgestellt werden. Leider wird das mit diesen Politikern nichts. Dazu benötigt man Kanzler+Co., die auch was durchsetzen wollen. In den letzten Jahren(-zenten) waren aber nur Aussitzer am Ruder. Das 3-gliedrige Schulsystem ist erstmal nicht schlecht. Schlecht dagegen ist das Kaputtreden der Haupt- und Realschule. Die Schule mit ihren Anforderungen muss zur Leistungsfähigkeit des Schülers passen. Alle Schüler zwanghaft durchs Gymnasium zu pressen, bringt nur gefrustete Schüler und Eltern.
In einigen Jahren wird es schwierig noch brauchbare (deutschsprechende) Handwerker zu bekommen....

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det70 01.04.2014, 15:18
27. ahja

Zitat von rodelaax
Was, nur 15% geistig Minderbemittelte? Angesichts täglicher Erfahrungen hätte ich mal locker auf 25-30% geschätzt.
Der Rest konnte den Fragebogen nicht ausfüllen. :o)

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seppedoni 01.04.2014, 15:19
28. kein Problem

Zitat von sysop
Ein Fünftel der 15-Jährigen scheitert im Alltag - das ist das drängendste Problem, das Deutschlands Schulpolitiker zu lösen haben. Doch sie wollen lieber das Gymnasium reformieren.
entwickelt einfach eine Alltags-App fürs Handy, dann haben sie's bald drauf :-D

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yshitake 01.04.2014, 15:19
29. Das Recht auf Dummheit bleibt davon unberührt

Es gibt nun einmal Milieus die sich einer staatlichen Bildung komplett verweigern, sei es nun die Eso-Helikopter-Mutti die am Nachmittag alles was der Biolehrer versucht hat an wissenschaftlichen Fakten reinzubringen, wieder in intensiver Nachbearbeitung relativieren und herausschaufeln.

Eltern die es meinen besser zu wissen, und sich von Lehrern nicht ihr Erzeihungsmodell kaputt machen lassen, wird es immer geben.

Die Kinder haben da nicht viel Spielraum, oder sollen Sie schon im Kindesalter gegen ihre Eltern aufbegehren. Nachteilig ist halt leider: Die vernachlässigten Schüler von heute sind die Eltern von morgen, und: Je hoffnungsloser die wirtschaftliche Aussicht auf einen einträglichen Job ist, umso reizvoller wird es dann sich an der Tränke der staatlichen Bevormundung zu nähren...sprich: Diese Leute zeugen dann auch bevorzugt die Kinder, die "off record" ehrlich gesagt von vornherein keiner will und aufgrund mangelnder Bildung der Eltern eh schon nicht mehr lernen brauchen als die Google Maps Navigation zum Sozialamt.

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