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Nordrhein-Westfalen: Richter stoppen rot-grüne Schulreform

Der Schulreform der rot-grünen Landesregierung von Nordrhein-Westfalen droht das Aus: Das Verwaltungsgericht Arnsberg hält die Genehmigungen für neue Gemeinschaftsschulen für rechtswidrig. Schulministerin Löhrmann (Grüne) will nun für ihre Reform kämpfen.

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Pacolito 12.04.2011, 17:27
1. Hmm...

Zitat von
Gegen die Gemeinschaftsschule in Finnentrop hatten die Nachbarstädte Attendorn und Lennestadt geklagt, die um den Bestand ihrer Schulen fürchten. Für die Gemeinschaftsschule sollen in Finnentrop Haupt- und Realschule aufgelöst werden. Zur neuen Schule gab es nach Auskunft von Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß (CDU) rund 140 Anmeldungen. 100 Schüler seien angenommen worden.
Wieso kämpfen die Nachbargemeinden für eine Schulform, nämlich die Hauptschule, die auch in NRW nurmehr "Restschule" ist und von den Arbeitgebern auch als solche angesehen wird? Die Schüler können da eher nicht im Vordergrund stehen...

Naja, bei den Anmeldezahlen scheinen zumindest die Eltern einen Vorteil in den Gemeinschaftsschulen zu sehen und den Durchblick zu haben...

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c++ 12.04.2011, 17:28
2. .

Ich finde es richtig, wenn in den Gemeinden entschieden wird, welche Schulformen es dort geben soll.

Allerdings ist die Methode, hier ohne parlamentarische Zustimmung so etwas einzuführen, natürlich schon eine linke Masche (nicht politisch gemeint).

Letztlich wird es auch in NRW ein Schulsystem nach Hamburger Modell geben, aber das kann man nicht durch Tricks einführen.

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brigitta b. 12.04.2011, 17:41
3. Soso,

Zitat von sysop
Der Schulreform der rot-grünen Landesregierung von Nordrhein-Westfalen droht das Aus: Das Verwaltungsgericht Arnsberg hält die Genehmigungen für neue Gemeinschaftsschulen für rechtswidrig. Schulministerin Löhrmann (Grüne) will nun für ihre Reform kämpfen.
Offensichtlich sind die Haupt- und Realschulen der beiden klagenden Nachbargemeinden nicht gut genug, so dass Eltern sich für die neue Schule entschieden haben. Statt das Gericht zu belästigen, hätten Attendorn und Lennestadt Geld für ihre Schulen ausgeben sollen, um die so attraktiv zu machen, dass die Eltern diese Schulen für ihre Kinder aussuchen.
Und das mal wieder auf dem Rücken der Kinder..

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D50 12.04.2011, 17:42
4. ....

Das Problem der Grünen ist, dass man sich eine völlig fehlgeleitete Bildungs- und Ausländerpolitik mit einhandelt.

Leider hat man in der hiesigen Parteienlandschaft nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Es ist zum heulen.

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Trouby 12.04.2011, 18:01
5. .

So langsam ist es nur noch albern.

Da klagen Gemeinden gegen eine Nachbargemeinde, weil sie Angst haben, dass ihnen die Schüler weglaufen? Also ist anscheinend die Gemeinschaftsschule die bessere Schulform ... Um das zu verhindern, wird also der Rechtsweg beschritten, um das Bessere zu verhindern.

Willkommen im Auslaufmodell der Bananenrepublik Deutschland!

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donbernd 12.04.2011, 18:06
6. naja

Zitat von Pacolito
Wieso kämpfen die Nachbargemeinden für eine Schulform, nämlich die Hauptschule, die auch in NRW nurmehr "Restschule" ist und von den Arbeitgebern auch als solche angesehen wird? Die Schüler können da eher nicht im Vordergrund stehen...
Wer sagt denn das die Nachbargemeinden für die Hauptschule kämpfen ? Wo soll das denn stehen ?
Es geht hier nicht um die Hauptschule, sondern darum die GRUNDSCHULE auf 6 Jahre zu verlängern.
Gesamtschulen gibt es schon und dürfen auch eingeführt bzw. umgewandelt werden , aber darum geht es nicht.
Niemand würde es den beiden Schulen verbieten können eine Gesamtschule zu eröffnen.
In Hamburg wurde genau dieses Model abgelehnt , und daruas haben die Grünen scheinbar gelernt und vesuchen es nun durch die Hintertür um es auch ja nicht zu einem grossen Thema werden zu lassen. Angst vor den bildungsbewussten Bürgern nennt man sowas.

Ich lese aus diesem Artikel eher das in Finnetorp (17.000 Einwohner) die beiden dort existierenden Schulen zusammengelegt werden sollen , und es ist nicht so als wenn die Eltern dann eine grosse Wahl hätten wo sie ihr Kind anmelden.

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EuroStar2011 12.04.2011, 18:35
7. titles are for monarchs

Zitat von sysop
Der Schulreform der rot-grünen Landesregierung von Nordrhein-Westfalen droht das Aus: Das Verwaltungsgericht Arnsberg hält die Genehmigungen für neue Gemeinschaftsschulen für rechtswidrig. Schulministerin Löhrmann (Grüne) will nun für ihre Reform kämpfen.
Sieht so aus als ob der Staat seine drei Parallelgesellschaften aka "3 Kasten System" unter allen Umstaenden behalten will. Schade!

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Rubeanus 12.04.2011, 18:38
8. Salamitaktik

Die Zerschlagung funktionierender Schulsysteme war und ist immer ein zentrales Anliegen linker Bildungspolitiker.

Das Problem ist nur, dass man die Einführung der Einheitsschule gegen den Widerstand der Eltern durchsetzen muss (bzw. genauer dem Teil der Elternschaft, der eine gute Schulbildung für seine Kinder wünscht), und dabei kann man kräftig auf die Nase fallen.

Das hat zuletzt die Volksabstimmung über die Hamburger Schulreform gezeigt, und die SPD in Düsseldorf trägt noch heute die Narben, die sie sich 1978 zuzog (Volksbegehren gegen die "Kooperative Schule").

Von daher war es schon raffiniert von Kraft und Löhrmann ausgedacht, das ganze nicht an die große Glocke zu hängen und die Einheitsschule häppchenweise einzuführen.

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Der Rainer 12.04.2011, 19:14
9. Nix gestoppt

Die Reform (oder Refoermchen) ist nicht gestoppt und notfalls wird halt ein Gesetz nachgeschoben.

Da in vorliegenden Faellen CDU beherrschte Gemeinden die Antragsteller waren, scheint da doch ein gewisser Konsensus der Parteien vorzuliegen. In diesem Fall von Salamitechnik der Linken zu sprechen, wie es ein Forist tut, scheint mir doch recht gewagt. Die Meinungs-Minderheiten sollten nicht jede bildungspolitische Entscheidung als ein Linkskomplott auslegen. So polarisiert ist unsere Gesellschaft nun wirklich nicht.

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