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Numerus clausus vor Verfassungsgericht: 7,5 Jahre Warten auf den Studienplatz - ist d
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Das Bundesverfassungsgericht entscheidet im Oktober, ob das zulässig ist. Das viel kritisierte System, wie Studienplätze vergeben werden, könnte sich ändern - für Unis und Studenten.

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turinturambar 11.08.2017, 06:20
50. Komplex

Die Medizin wird weiblicher. Mehr und mehr Mediziner erkennen aber den Wert der Freizeit und Familie gehen daher vermehrt in Teilzeit oder Elternteil . Allein daher benötigen Sie mehr Absolventen. Die chirurgischen Fächer werden aufgrund der Arbeitbelastung immer unbeliebter.
Allerdings ist anzumerken dass aufgrund der Prüfungsmethoden Sie mit Zulassung zum Studium eigentlich auch die Approbation erreichen. Auswendig lernen reicht. Glauben Sie mir, habe es selbst durchlaufen.
Die Zulassungverfahren müssen sich ändern.
Soziale Kompetenzen /Organisationstalent handwerkliche Fähigkeiten werden nicht abgefragt oder fließen mit ein.
Noten sind nicht alles

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areyoushure? 11.08.2017, 07:40
51. Na und?

Zitat von maxgil
Tochter hatte "Glück, und musste nur 5 Jahre warten, war auch Rettungsanitäterin, hat geholfen,Babies auf die Weltzu bringen, usw. Jetzt ist sie an der Uni im dritten Semester und erfährt, dass sie möglicher ein Zwangspausesemester einlegen muss, da die Kapaziäten für die Ausbildung nicht reichen. Putzigerweise werden die vorgezogen, die sich rechtzeitig eingeklagt haben, die jetzigen Einklager werden möglicherweise exmatrikuliert. Wohnraum gab es natürlich auch nicht, so dass sie über ein Jahr lang von einem Miethai ausgenommen wurde wie eine Weihnachtsgans (23 €/m2 für Wohnklo). Echt super in D!
Die Leidensfähigkeit, für die spätere Weiterbildung in einer Klinik essentiell, scheint ja schon vorhanden. Anders kann ich mir dieses Verhalten nicht erklären. Gerade der Rettungsassi bringt in Richtung "Creditpoints" für ein Medizinstudium kaum etwas. Für alle, die glauben, man wird ja nur Mediziner um Menschen zu helfen, tja, die werden merken, dass Mediziner bis zu 60% ihrer Arbeit mit Papier verbringen.

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areyoushure? 11.08.2017, 07:43
52. Sicher auch, aber besonders

Zitat von kuschl
Wir brauchen nicht nur mehr Studienplätze, sondern vor allen Dingen mehr Ärzte, die in der Lage sind, die deutsche Sprache zu sprechen und sie zu verstehen. Im Moment sind über vierzigtausend Ärzte an deutschen Kliniken tätig, von denen ein Teil kaum oder nur schlecht deutsch spricht. Welche Gefahr dabei für die Patienten ausgeht, muss ich wohl nicht erwähnen.
benötigen wir ein Ausbildungssystem in dem am Ende der Ausbildung nicht nur noch 25-40% der Studierenden am Patienten arbeiten, sondern 75% oder mehr. Der Rest bricht ab, macht etwas anderes, wird schwanger oder was auch immer. Für viele kommt im Laufe des Studiums der Wunsch nach Patientenbehandlung überhaupt nicht mehr vor, anders sind die "Aussteigerquoten" nicht zu erklären.

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mrotz 11.08.2017, 07:44
53.

Zitat von bafibo
Bei Juristen oder Germanisten könnte man tatsächlich mit erhöhten Lehrdeputaten Abhilfe schaffen - aber die sind gar nicht betroffen. Bei Medizinern werden außerdem Laborplätze benötigt (die könnte man notfalls in mehreren Schichten belegen), und die Zahl Studenten, die an einer Leiche herumpräparieren, läßt sich auch nicht endlos vergrößern. Selbst wenn man mehr Leichen zur Verfügung hätte, braucht's für jede Leiche mindestens auch einen Seziertisch und ein Kühlfach - und die wachsen nicht auf Bäumen; da können die Juristen machen, was sie wollen.
Wer sagt denn, dass Anatomie und Laborpraktika bereits im 1. Semester sein müssen?
Theorievorlesungen, die wichtigen Nebenfächer, warum nicht auch Mathematik und dann im 1./2. Semester SIEBEN.

mfg

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areyoushure? 11.08.2017, 07:44
54. Kommen Sie

Zitat von bafibo
Bei Juristen oder Germanisten könnte man tatsächlich mit erhöhten Lehrdeputaten Abhilfe schaffen - aber die sind gar nicht betroffen. Bei Medizinern werden außerdem Laborplätze benötigt (die könnte man notfalls in mehreren Schichten belegen), und die Zahl Studenten, die an einer Leiche herumpräparieren, läßt sich auch nicht endlos vergrößern. Selbst wenn man mehr Leichen zur Verfügung hätte, braucht's für jede Leiche mindestens auch einen Seziertisch und ein Kühlfach - und die wachsen nicht auf Bäumen; da können die Juristen machen, was sie wollen.
den Foristen und speziell den allwissenden Juristen bitte nicht mit Fakten, das ist nur hinderlich :)

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areyoushure? 11.08.2017, 07:48
55. Wir haben nicht zu wenig Ärzte

Zitat von coyote13
…vor allem in ländlichen Gegenden, aber das eigentliche Problem ist dass wir nicht nicht genug ausbilden können! Was für ein Schwachsinn! Die Anzahl der Apotheker zu limitieren ist ja reine Ständepolitik. Bei den Humanmedizinern auch? Aber BWL’er und RAwälte lassen wir zu zehntausenden studieren und die landen dann alle bei der Agentur für Arbeit oder beschweren sich dass sie nicht genug verdienen. Alle Regulierungen sind des Teufels – weg damit!
es ist politischer Wille, dass die Dichte und Verteilung dieser Ärzte gesteuert wird und noch viel mehr werden wird. Die deutschen Politiker aller Parteien schwärmen doch permanet von Systemen wie in Holland. Dann sollten sich alle mal dahin bequemen und überprüfen, wie es dort so abgeht.
Keine Fachärzte mehr in der Fläche, nur noch an Kliniken. Hausärzte im Staatsdienst und mit festen Arbeitszeiten und Vergütungen.
Kommt gerade in Deutschland auch. Die Zentren an den Kliniken boomen, die Ärzte in der Fläche werden ausgedünnt - wo ist das Problem. Die Politik kann da nur lächelnd zuschauen und weiter machen.

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crazy_swayze 11.08.2017, 07:52
56. NC ungerecht

Gerade die SPD-geführten Länder haben die Schulnote zum verlängerten Arm ihrer Politik gemacht, und so gibt es Heerscharen von 1,0 Abiturienten aus Bremen oder Hamburg - und der Bayer guckt in die Röhre, obwohl die schulische Ausbildung hier deutlich anspruchsvoller ist. Die Berücksichtigung dieses Fakts ist bei den Universitäten nur unzureichend.
Der NC schafft es somit auch nicht mehr, die "Spreu vom Weizen zu trennen".

Im übrigen würde ich einen Rettungssanitäter oder Krankenschwester immer bevorzugen - sie haben gezeigt dass sie die tatsächliche Arbeit auch machen wollen und haben bereits erste Erfahrungen.

Damit würde auch automatisch der Anteil der Chefarzt-suchenden Weibchen drastisch zurückgehen.

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areyoushure? 11.08.2017, 07:52
57. dann wünsche ich mir

Zitat von dieter-ploetze
gute mediziner benoetigen ein soziales verstaendnis und da ist der haken. wer ein gutes 1er abitur hinlegt, hat meist im sozialen und menschlichem miteinander seine schwaechen. anders gesagt , ein 1er abitur ist in keiner weise ein garant fuer einen guten arzt. besser waere es eine andere praxisbezogene auslese vorzunehmen. 1er abiturienten koennen sicher gute mathematiker sein oder auch laboraerzte, aber in der praxis sollten praxistaugliche aerzte arbeiten. das kann moeglicherweise auch ein 1er abiturient, nur ist das nicht zwangslaeufig so.
doch einen Arzt, welcher so übersichtlich und verständlich schreibt, wie Sie und trotz der grammatikalischen Fehler und Fehler in der Interpunktion und, und.... auch ansonsten eine Leuchte in der Medizinerwelt darstellen wird. :)

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mrotz 11.08.2017, 07:59
58.

Zitat von dieter-ploetze
gute mediziner benoetigen ein soziales verstaendnis und da ist der haken. wer ein gutes 1er abitur hinlegt, hat meist im sozialen und menschlichem miteinander seine schwaechen. anders gesagt , ein 1er abitur ist in keiner weise ein garant fuer einen guten arzt. besser waere es eine andere praxisbezogene auslese vorzunehmen. 1er abiturienten koennen sicher gute mathematiker sein oder auch laboraerzte, aber in der praxis sollten praxistaugliche aerzte arbeiten. das kann moeglicherweise auch ein 1er abiturient, nur ist das nicht zwangslaeufig so.
Ich hätte lieber einen Arzt, der die richtige Diagnose* stellt und vielleicht ein riesiges Arschloch sein mag, als einen Sozialkompetenten, der mich volllabert und mit Beinbruch nach Hause schickt.

Leider ist die Diagnostik eher ein Trauerspiel. Oder positiv formuliert: Es gibt bei medizinischer Diagnostik noch enormes Optimierungspotential.

mfg

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mrotz 11.08.2017, 08:15
59.

Zitat von areyoushure?
Die Leidensfähigkeit, für die spätere Weiterbildung in einer Klinik essentiell, scheint ja schon vorhanden. Anders kann ich mir dieses Verhalten nicht erklären. Gerade der Rettungsassi bringt in Richtung "Creditpoints" für ein Medizinstudium kaum etwas. Für .....
> dass Mediziner bis zu 60% ihrer Arbeit mit Papier verbringen.

Dann wäre es doch eine massive Optimierung dafür "Papiertiger" einzustellen, oder die Bürokratie zu streichen.
Schon haben wir praktisch doppelt so viele Ärzte bei gleichen Ausbildungskosten.

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