Forum: Leben und Lernen
Öko-Lastentransport mit Fahrrad: Ich fahr dein Zeug, wohin du willst
Velogista

Zehn Bierkisten? Läuft. Kühlschrank? Kein Problem. Mit ihrer Fahrrad-Spedition bieten Berliner Studenten eine Öko-Alternative für WG-Wechsler. Die "Velogistas" rühmen sich, so schnell wie ein Auto unterwegs zu sein.

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superswissmiss 16.11.2014, 18:44
30. Stänkern statt machen

Also ich finds gut, was diese Studenten mit ihrem Velocourrierdienst machen. Statt nur zu predigen, versuchen sie ihre Lebensphilosophie in ein Produkt umzumünzen, die andern Menschen nützt. Ob es sich dann am Markt tatsächlich durchsetzt, wird sich zeigen. Aber immerhin machen die Studenten etwas statt nur zu labbern.

Ich finde es auch ok, dass sie Minijobber suchen. Die Politik hat dieses Beschäftigungsmodell vorgesehen, somit steht es jedem Unternehmen frei, Leute auf Minijobbasis einzustellen. Man kann Minijobs durchaus kritisieren, nur sollte man dann eine Lösung auf politischer Ebene suchen, statt den Velocourrieren vorzuwerfen, dass sie ihr Geschäft nicht unnötig verteuern wollen.

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itolduso 16.11.2014, 19:02
31. Antwort auf dem Kommentar von

Ach Herr "Bissig", das sind Argumente, die habe ich schon tausend Mal gehört und sie werden dadurch auch nicht richtiger! Und ohne Sie zu kennen, weiß ich, dass ich mehr Rad fahre und schon tausend Mal von Autofahrern bedrängt wurde und eigentlich nie von Radfahrern oder Fußgängern. Und ich will auch gar nicht auf alle Argumente eingehen, zumal ich Sie eh nicht überzeugen will und kann, im Artikel geht es ja auch um etwas anderes. Nur kurz: Es ist ein Unterschied, ob ich mit einem zwei Tonnen Auto über die Ampel fahre oder mit meinem 7 Kilo Carbon-Rad. Außerdem riskiere ich da "nur" mein Leben. Die StVO geht vor allem auf die Belange der Autofahrer ein. Und so sind auch die Ampelphasen geschaltet. Es ist völlig Irrsinn bei Regen als Radfahrer vor der roten Ampeln zu warten während der Autofahrer neben mir im Trockenen sitzt. Auch ist es ein Unterschied, ob man nur kurz aufs Gas tippt und der Wagen fährt an oder aus dem Stand mit dem Rad beschleunigen muss. Und falls die Polizei einmal mein Führerschein einkassiert, kann ich damit leben. Mein Auto habe ich vor zwei Jahren verkauft!

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hemithea 16.11.2014, 19:20
32.

Zitat von itolduso
Ach Herr "Bissig", das sind Argumente, die habe ich schon tausend Mal gehört und sie werden dadurch auch nicht richtiger! Und ohne Sie zu kennen, weiß ich, dass ich mehr Rad fahre und schon tausend Mal von Autofahrern bedrängt wurde und eigentlich nie von Radfahrern oder Fußgängern. Und ich will auch gar nicht auf alle Argumente eingehen, zumal ich Sie eh nicht überzeugen will und kann, im Artikel geht es ja auch um etwas anderes. Nur kurz: Es ist ein Unterschied, ob ich mit einem zwei Tonnen Auto über die Ampel fahre oder mit meinem 7 Kilo Carbon-Rad. Außerdem riskiere ich da "nur" mein Leben. Die StVO geht vor allem auf die Belange der Autofahrer ein. Und so sind auch die Ampelphasen geschaltet. Es ist völlig Irrsinn bei Regen als Radfahrer vor der roten Ampeln zu warten während der Autofahrer neben mir im Trockenen sitzt. Auch ist es ein Unterschied, ob man nur kurz aufs Gas tippt und der Wagen fährt an oder aus dem Stand mit dem Rad beschleunigen muss. Und falls die Polizei einmal mein Führerschein einkassiert, kann ich damit leben. Mein Auto habe ich vor zwei Jahren verkauft!
Es ergibt Sinn als Radfahrer an der roten Ampel zu warten, weil die Ampel eben rot ist.

Ich fahre IMMER Fahrrad, es sei denn ich werde vom Wind vom Sattel geweht oder vom Regen vom Sattel gespült oder es ist Glatteis. Da es in Deutschland keine Blizzards gibt, fahre ich auch im Winter.

Und ich will, das Autofahrer mich als einen gleichwertigen Verkehrsteilnehmer wahrnehmen. GLEICHwertig, nicht MEHRwertig, das bedeutet, auch für mich als Radfahrer gelten die StVO regeln, ob es mir passt oder nicht, weil ich GLEICHE Rechte und Pflichten habe.
Ich bin ein erwachsener Mensch und kann mit den Konsequenzen meiner Taten leben. Das bedeutet: wenn ich im Regen auf dem Rad losfahre oder es fängt während der Fahrt an zu regenen, habe ich eben Pech gehabt, die StVO gilt dann trotzdem.
Ich habe dann die Möglichkeiten , wenn es mir nicht passt und ich nicht nass werden will
1) abzusteigen und mich unterzustellen
2) kein Fahrrad fahren und einen Regenschirm nutzen
3) abzusteigen und mit Öffis
Wenn ich das alles nicht mache, habe ich eben Pech gehabt und muss an der roten Ampel warten, weil die StVO für mich keine Ausnahme vorsieht. Rote Ampel ist rot und bedeutet warten, egal um welche Urzeit, bei welcher Verkehrssituation, bei welche Wetterlage etc. pp.

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bissig 16.11.2014, 20:04
33.

Zitat von itolduso
Ach Herr "Bissig", das sind Argumente, die habe ich schon tausend Mal gehört und sie werden dadurch auch nicht richtiger! Und ohne Sie zu kennen, weiß ich, dass ich mehr Rad fahre und schon tausend Mal von Autofahrern bedrängt wurde und eigentlich nie von Radfahrern oder Fußgängern. Und ich will auch gar nicht auf alle Argumente eingehen, zumal ich Sie eh nicht überzeugen will und kann, im Artikel geht es ja auch um etwas anderes. Nur kurz: Es ist ein Unterschied, ob ich mit einem zwei Tonnen Auto über die Ampel fahre oder mit meinem 7 Kilo Carbon-Rad. Außerdem riskiere ich da "nur" mein Leben. Die StVO geht vor allem auf die Belange der Autofahrer ein. Und so sind auch die Ampelphasen geschaltet. Es ist völlig Irrsinn bei Regen als Radfahrer vor der roten Ampeln zu warten während der Autofahrer neben mir im Trockenen sitzt. Auch ist es ein Unterschied, ob man nur kurz aufs Gas tippt und der Wagen fährt an oder aus dem Stand mit dem Rad beschleunigen muss. Und falls die Polizei einmal mein Führerschein einkassiert, kann ich damit leben. Mein Auto habe ich vor zwei Jahren verkauft!
Wenn Sie der Meinung sind, meine Argumente sind falsch, dann widerlegen Sie sie bitte mit Argumenten, anstatt auf Polemik zurückzugreifen. Wenn Ihnen Regen auf dem Fahrrad etwas ausmacht, empfehle ich andere Kleidung, oder zu Hause im Trockenen zu bleiben. Der Selbstmörder, der vor einen fahrenden Zug springt, riskiert auch nur sein eigenes Leben - ziemlich egoistisch gegenüber dem Lokführer, wie ich finde.

Die Tatsache, dass sie ihr Verhalten anscheinend nicht ändern werden, wenn die Polizei Ihren Führerschein einzieht, spricht eigentlich schon Bände. Würden Sie ihr Verhalten ändern, wenn Fahrräder Nummernschilder haben müssten? Es sind immer einige wenige, die durch Ihr Verhalten ein schlechtes Licht auf eine gesamte Gruppe werfen! Mich wundert es nicht, wenn Autofahrer über Radfahrer schimpfen.

Carbonrad? Ich hatte mal einen Kollegen mit einem Carbonrad. Der lag irgendwann mal, nachdem er am Strassenverkehr mit einer Einstellung, die der Ihrigen nicht unähnlich ist, mit gebrochenem Bein und einer Menge Schürfwunden im Krankenhaus. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, lag es nicht daran, dass die anderen Verkehrsteilnehmer die StVO beachtet haben. Und lamentiert hat er nicht über den Beinbruch, sondern dass das neue Fahrrad so teuer ist. Klassischer Fall von beratungsresistent.

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RobinB 16.11.2014, 21:52
34.

Zitat von hemithea
Es ergibt Sinn als Radfahrer an der roten Ampel zu warten, weil die Ampel eben rot ist. Ich fahre IMMER Fahrrad, es sei denn ich werde vom Wind vom Sattel geweht oder vom Regen vom Sattel gespült oder es ist Glatteis. Da es in Deutschland keine Blizzards gibt, fahre ich auch im Winter. Und ich will, das Autofahrer mich als einen gleichwertigen Verkehrsteilnehmer wahrnehmen. GLEICHwertig, nicht MEHRwertig, das bedeutet, auch für mich als Radfahrer gelten die StVO regeln, ob es mir passt oder nicht, weil ich GLEICHE Rechte und Pflichten habe. Ich bin ein erwachsener Mensch und kann mit den Konsequenzen meiner Taten leben. Das bedeutet: wenn ich im Regen auf dem Rad losfahre oder es fängt während der Fahrt an zu regenen, habe ich eben Pech gehabt, die StVO gilt dann trotzdem.
Einfach zu warten "weil die Ampel eben rot ist" ergibt aus einer gewissen Perspektive Sinn. Auch das mit den "Konsequenzen" ergibt Sinn.

Für mich (fahre auch immer mit dem Rad, jeden Tag 20km zur/von der Arbeit durch städtischen Verkehr) ist es auch so: ich lebe mit den Konsequenzen. Wenn ich eine Strafe bekomme, dann zahle ich eben. Aber warten, wenn der Weg frei ist, das mache ich nicht. Allerdings nehme ich niemals jemandem absichtlich die Vorfahrt. Ich schaue immer, ob was kommt. Wenn nicht, dann fahre ich.

Die StVO regelt den Verkehr und die Strafen. Ich halte mich immer dann an die StVO, wenn es andere Verkehrsteilnehmer gibt, die nach dieser Vorrang hätten. Wenn nicht, dann gibt es auch keinen Konflikt, der zu regeln wäre. Als Radfahrer fahre ich dann.

Ich habe auch ein Auto. In diesem halte ich mich streng an alle Vorschriften, auch Geschwindigkeitsbegrenzungen, etc. (Was man nicht mal von 20% der Autofahrer sagen könnte). Der Grund: hier wären die Konsequenzen, wenn ich meinerseits einen Fehler in der Einschätzung begehen würde, eventuell fatal für andere. Immerhin bewegt man 1,8t anstatt 100kg.

Dieses recht der Einschätzung nehme ich mir als Erwachsener (d.h. "mündiger") Bürger heraus. Die Polizei bekommt ab und zu mal ein Paar Euro. Aber ok, die machen auch ihren Job. Vielleicht hilft die "Spende" ja dabei, die Welt sicherer zu machen :)

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Elrond 16.11.2014, 22:05
35. Freie (Vor-) Fahrt

für Fahrradfahrer in den Städten. Vor allem in der Stadt kann das sehr gut funktionieren. Die Fahrradfahrer sind eh schon glänzend im Vorteil gegenüber den Verbrennungsmotoren. Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Umsetzung und spannende Erfahrungen. Meine Vision für Berlin: Eine Speedfahrradbahn NUR für Fahrräder quer durch die Stadt. Damit in Berlin anzufangen macht Sinn.

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Elrond 16.11.2014, 22:31
36. Ich vermute

Zitat von spon-facebook-10000283853
Ich würde sagen: mit 24km/h in die Altersarmut - und die, die ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt und ihn mit eingeredetem schlechten Gewissen zum "Verzicht" angehalten haben, bekommen im Alter 7000 Euro Rente von Ihrem EU oder Bundestagsjob womit es sich im Häuschen im grünen Luxusviertel aushalten lässt ;)
dass Ihre Mitarbeit keine Rolle spielt, da es sich um ein Team von Studenten handelt. Diese sind im Begriff, ein Geschäftsmodell am Markt auszuprobieren. Wissen Sie, was der Unterschied zwischen diesen "Explorern" und Ihnen ist? Na? Während Sie die Idee zerreden, setzen diese sie um. Darauf kommt es an..

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t.theodor 16.11.2014, 23:56
37.

Nein,

das wird nichts: Der Flächenbedarf den diese Teile brauchen um die Ladung eine 7,5 Tonners aufzunehmen und von A nach B zu bewegen, ist doch wohl deutlich größer als der 7,5 Tonner.

Bei einem 30 Tonner ... ?

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criticalsitizen 17.11.2014, 02:13
38. Gute Idee und sicher beser als

weshakb werden solche Ideen immer nur von Hochschulabsolventen berichtet. Ersteinmal ist. Z.b. BWL keine Wissenschaft, zweitens ist es unabhängig vom Akademikertum, eine Velo-Kurierfirma zu gründen.

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Buttje ut'm Noorden 17.11.2014, 07:53
39. Alter Wein in neuen Schläuchen

Bereits in den 20ern und 30ern des vorigen Jahrhunderts gab es Lastenfahrräder, und auch heute noch kann man diverse Modelle von z.B. "Christiana Bikes" kaufen.
Dass es durchaus einen Bedarf dafür geben könnte, kann ich mir vorstellen, denn ich bin selbst habe schon das ein oder andere Teil vom bekannten schwedischen Möbelhersteller per Rad nach Hause gefahren. Die Frage wäre aber, wie teuer z.B. der Transport eines Kühlschrankes über 5 km wäre.
Letztenendes aber wird sich zeigen, ob sich das Konzept wirtschaftlich trägt, da braucht man gar keine verbitterten Vorab-Diskussionen führen. Ich selbst tippe übrigens auf einen Verbleib im Nischendasein.

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