Forum: Leben und Lernen
Pädagogik - wie streng soll Erziehung sein?

In den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war das Prinzip der antiautoritären Erziehung eines der neuen Ideale. Davon ist man heute in Schulen und Familien wieder weit entfernt, doch die Frage nach den Prinzipien, die eine Erziehung prägen sollen, wird unvermindert diskutiert. Die Grundlinien "Fördern und fordern" sind eine Leitlinie, aber auch die generelle Strenge in der Kindererziehung ist wieder diskursfähig geworden. Wie streng soll Erziehung heute sein?

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DanielaMund 19.04.2013, 20:06
70.

Zitat von HaPeGe
Frankreich steht in Bezug auf das Schul- und Bildungswesen besser da als Deutschland. Frankreich ist uns in Punkto Kinderbetreuung um zehn bis zwanzig Jahre voraus. Frankreich hat inzwischen wieder einen Geburtenüberschuss und zwar nicht durch Einwanderung. Frankreich steuert sein Schul- und Bildungswesen zentral. Weil das effizienter ist. Weil für ganz Frankreich einheitliche Verfahren gelten.
Wenn Sie ein Schulwesen, in dem ein Drittel der Schüler nicht-staatliche Schulen besuchen (in Deutschland sind es nur 7 %) als effizienter bezeichnen wollen....

Der Zentralismus in Frankreich bringt doch nur eines: dass ein Schüler, der nicht auf einer privaten oder kirchlichen Schule war, überall in Frankreich eine mangelhafte Ausbildung hat.

Und der französische Geburtenüberschuss kommt nicht durch Einwanderung, sondern durch die Franzosen mit (Magreb-)Migrationshintergrund, die regelmäßig in den Banlieues Rabatz machen.

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HaPeGe 19.04.2013, 21:40
71. Hm, ...

Zitat von DanielaMund
Wenn Sie ein Schulwesen, in dem ein Drittel der Schüler nicht-staatliche Schulen besuchen (in Deutschland sind es nur 7 %) als effizienter bezeichnen wollen....
Was bitte, die Anzahl Schüler auf Staats- bzw. Privat-Schulen mit der Effiziens des Schulsystems zu tun?

Zitat von
Der Zentralismus in Frankreich bringt doch nur eines: dass ein Schüler, der nicht auf einer privaten oder kirchlichen Schule war, in Frankreich eine mangelhafte Ausbildung hat.
Das kann nicht sein, denn die PISA-Studien belegen, dass Frankreich zumindest in etwa gleichwertig ist mit Deutschland, teilweise besser, aber auch teilweise schlechter. Oder Sie wollen damit zum Ausdruck, dass die Schulbildung in beiden Ländern gleich schlecht ist.

Zitat von
Und der französische Geburtenüberschuss kommt nicht durch Einwanderung, sondern durch die Franzosen mit (Magreb-)Migrationshintergrund, die regelmäßig in den Banlieues Rabatz machen.
Nein, das stimmt so überhaupt nicht:

Frankreich wächst: Chancen und Herausforderungen der Demografie | bpb

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Berg 20.04.2013, 11:55
72.

Zitat von HaPeGe
Ich stelle ganz einfach fest, dass die Anzahl Schüler an den staatlichen Schulen abnimmt, während sie an den Privatschulen zunimmt. Das geschieht doch bestimmt nicht ohne Grund, oder? Und ein Grund ist bestimmt NICHT die Tatsache, dass zahlreiche Eltern nun auf einmal soviel mehr verdienen, dass sie es sich leisten können, ihre Kinder auf eine Privatschule zu schicken. Und wenn Sie meinen, dass die Privatschulen dazu dienen, leistungsschwache Kinder aufzupäppeln, dann sollten Sie sich schleunigst informieren. Frankreich steht in Bezug auf das Schul- und Bildungswesen besser da als Deutschland. Frankreich ist uns in Punkto Kinderbetreuung um zehn bis zwanzig Jahre voraus. Frankreich hat inzwischen wieder einen Geburtenüberschuss und zwar nicht durch Einwanderung. Frankreich steuert sein Schul- und Bildungswesen zentral. Weil das effizienter ist. Weil für ganz Frankreich einheitliche Verfahren gelten. Und nicht sechzehn verschiedene, wie in Deutschland. Rechnen Sie alleine einmal die Kosten für die sechzehn Kultusministerien. Wenn das Schul- und Bildungswesen in Deutschland zentral geregelt würde, könnte mindestens die Hälfte eingespart werden, bei diesen Kosten. Die KMK könnte ganz entfallen; wie nannte sie Helmut Schmidt? Quasselbude!
Meine Antwort an Sie wurde leider nicht übernommen. Ist vielleicht auch ganz gut so. Wettern Sie gerne weiter gegen deutsche Verhältnisse und verherrlichen Sie Frankreich. Ich gehe nicht auf diesen Leim.

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j.b.once 21.04.2013, 19:49
73. Kreuz = Qualität, falscher Ansatz

Zitat von Berg
Wir drehen uns im Kreise. Beispiel: Umziehen von Ost nach West ist vor und nach der Wende Millionen gelungen - da waren die unterschiedlichen Schulsysteme kein Hinderungsgrund, sondern eine Erfahrung mehr für die Kinder. - Und Finnland können Sie mit einem deutschen Bundesland vergleichen. Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Belgien, Holland haben alle unterschiedliche Schulsysteme, und wenn von einem Land ins andere umgezogen wird, dann wird eben noch etwas mehr dazugelernt. - Ihre Sicht auf einen "Anachronismus" ist eben etwas übertrieben. Die Unterschiede zwischen den deutschen Bundesländern (wie Sie nennen zwischen Hamburg und Bayern) sind tatsächlich so groß, dass sich sicherlich kein Bayer nach Hamburger Methoden unterrichten lassen würde, z.B. ohne Kreuz im Klassenzimmer. :-)
Was hat das Kreuz im Klassenzimmer mit Qualität zu tun. Ich denke, das Kreuz ist hier nicht als das Qualitätsmaß anzusehen. Das wäre eher ein Armutszeugnis, ein vermeintliches Qualitätsplus an religiösen Schulausstattungen festzumachen.

Ich habe immer mehr den Eindruck, das uns Foristen eben der allgemeine Überblick tatsächlich fehlt, was in diesem unseren kleinstaatlichen Einheitsland wirklich qualitativ gut oder schlecht ist. Dazu ist es doch etwas zu vielförmig (Tendenziell steigend).

Eltern sind damit leider auch überfordert, denn sie haben nicht wirklich einen Einblick oder Einfluss auf "gute Schulen". Wir mussten die Erfahrung machen, das Schulen mit guten Ruf nicht immer auch noch welche sind. Die Zeit ist sehr schnelllebig. Und der Wechsel auf eine "bessere" Schule kann auch schon mal sehr enttäuschend ausfallen. Ständige Wechsel bringen uns da auch nicht weiter.
Ja, Schule und Schulwechsel sind Lebensschule. Traurig, dass Schüler sich an einer Schule heute auf mehr Lehrerwechsel mit ständig unterschiedlichem Stil einstellen müssen als ich damals mit 3 Schulwechseln erfahren durfte. Was ist hier zumutbar?

Dazu steht und fällt das "gut" mit der Motivation und Qualifikation des einzelnen Lehrers sowie einer Kontinuität im Schulalltag. Ständig wechselnde oder fehlende Fachlehrer können einen guten Ruf schnell negieren. Das ist in Bayern, Hamburg und Berlin und Sachsen so.

Und den Lehrern, die auf Pünktlichkeit und Ordnung und Kritikfähigkeit Wert legen, sei gesagt, man geht mit gutem Beispiel voran! Schwächen der überwiegenden Schüler müssen hinterfragt werden, aber meist kann dies ja auf den letzten Lehrer oder die Dummheit oder Faulheit der Schüler geschoben werden. Ein wenig mehr Selbstkontrolle der eigenen Qualität im Lehrerkollektiv wäre auch hilfreich. Die Schüler sind heute nicht dümmer als früher!

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Berg 21.04.2013, 23:15
74.

Zitat von j.b.once
Eltern sind damit leider auch überfordert, denn sie haben nicht wirklich einen Einblick oder Einfluss auf "gute Schulen". Wir mussten die Erfahrung machen, das Schulen mit guten Ruf nicht immer auch noch welche sind. Die Zeit ist sehr schnelllebig. Und der Wechsel auf eine "bessere" Schule kann auch schon mal sehr .....
Alles in allem also wieder Lehrerschelte - und: Schuld ist die Schule. Und: die bemitleidenswerten Schüler/innen müssen sich hin und wieder auf neue Lehrer "einstellen". Mein Gott, die Ärmsten! Nichts von Ihren Argumenten kann meine Überzeugung ändern, dass in allererster Linie das Kind/der Jugendliche selber lernen muss, weil die Schule nur lehren kann, nur unterrichten! Lernen müssen die Kinder selber! Und wer nicht lernt, ist selber Schuld! Man kann lernschwache Kinder mit etwas Strenge, etwas Termindruck, etwas Anspannung nachhelfen, auch mit Milde und Einfühlsamkeit - ändert nichts daran: lernen muss das Kind selbst!

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HaPeGe 22.04.2013, 09:48
75. Ich bin völlig anderer Meinung

Zitat von j.b.once
Was hat das Kreuz im Klassenzimmer mit Qualität zu tun. Ich denke, das Kreuz ist hier nicht als das Qualitätsmaß anzusehen. Das wäre eher ein Armutszeugnis, ein vermeintliches Qualitätsplus an religiösen Schulausstattungen festzumachen. Ich habe immer mehr den Eindruck, das uns.....
Grundsätzlich ist es richtig, dass das Kind selbst lernen muss. Das Kinder dazu nicht immer Lust haben, ist allgemein bekannt. Aber ich denke, dass der Zustand unseres heutigen Schul- und Bildungswesens nicht Schuld der Lehrer ist!

Seit Ende der sechziger Jahre wurde eine Schulreform nach der anderen "durch's Dorf gejagt". Wie sollte da eine irgendwie geartete Orientierung aufkommen? Bewährte Vorgehensweisen wurden gekippt, Disziplin war die absolute Unmöglichkeit. Alles inszeniert von den Bildungspolitikern und den sogenannten Bildungsexperten. Nun haben wir den Salat. Aber man ist auch heute nicht bereit, die Schwächen zu erkennen, geschweige denn sie abzustellen. Dazu kommt eine teilweise katastrophale finanzielle Ausstattung des Bildungswesens. Aber wie gesagt: Selbsterkenntnis ist auch eine Frage der Intelligenz!

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albert schulz 22.04.2013, 11:05
76. Konsequenz und Vorbild

Zitat von HaPeGe
Und weil Kinder so sind, brauchen sie Regeln. Sie müssen wissen in welchem Rahmen sie sich austoben können. Was sie dürfen und was sie nicht dürfen. Und sie müssen wissen, wenn sie die Regeln nicht einhalten, dann hat das Konsequenzen. Und diese Konsequenzen muss man dann auch durchführen. Aber Kinder brauchen noch ein weiteres, Vorbilder. Sie brauchen Eltern, Lehrer, ältere Geschwister, die ihnen das vorleben. Damit sie etwas haben, an das sie sich halten können.
Absolut richtig. Sie suchen nach Mitteln, mit dem Leben zurecht zu kommen. Und sie haben einen grenzenlosen Optimismus. Sie suchen Maßstäbe, sie ergreifen jeden Halm, den sie er-greifen können, sie sind dankbar dafür. Und zumindest bis zwölf sind sie absolut autoritäts-gläubig, weil sie eine verdammt gute Meinung von Erwachsenen haben. Und dieser Erwach-sene muß integer sein, er darf sich nicht widersprechen, er muß in sich stimmig sein. Die Vorbildfunktion ist eminent wichtig (übrigens das Leben lang). Kinder sind nämlich ver-dammt genau. Sie registrieren alles, jede Abweichung, jeden falschen Zungenschlag, sehr viel aufmerksamer als das Erwachsene überhaupt können. Das Thema Persönlichkeit lassen unse-re Experten gar zu gerne unter den Tisch fallen. Ich erinnere mich an einen Referendar, der fachlich exzellent war, also durchaus für die Oberstufe geeignet, aber die Schüler haben sich sehr hämisch über ihn lustig gemacht, weil er eben alles andere als eine Persönlichkeit war, er hatte das Selbstbewußtsein einer Stubenfliege und auch das Auftreten, eine dünne Stimme dazu. Hatte er Aufsicht, haben seine Schüler eine Schlange hinter ihm gebildet, egal wohin er ging, und natürlich gejohlt. Er mußte ziemlich schnell weg, er war fundamental fertiggemacht worden.

Bei unseren Klassentreffen werden nur noch Lehrer erwähnt, die etwas darstellten und etwas konnten. Sie haben uns einiges abverlangt, aber sie haben auch sich selbst viel abverlangt, überaus fleißig und pflichtbewußt, und das teilt sich mit. Sie waren nicht mal alle streng, aber sehr konsequent. Man könnte es Lebenshilfe nennen. Oder Orientierung. Auch wenn das spä-ter im Leben immer seltener wird.

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b.herberg2 22.04.2013, 19:33
77.

Zitat von annemarie5
Das Thema wird hier viel zu "abgehoben" diskutiert. Übrigens , "Erziehung" fängt schon bei der Geburt an. ABer nicht erzogene Erwachsene können nicht "erziehen" - sie haben das nicht selbst genossen. Erziehung benötigt eigentlich wenig, Liebe , um das Kind kümmern und bestimmte Grenzen setzen - ob das "streng" ist , weiß ich nicht - was ist eigentlich Strenge? Wenn ich Verbote ausspreche - im Interesse des Kindes und der Gesellschaft? Wenn ich Beispiele für Fehlverhalten benenne? Oder den "Struwwelpeter" bei den Kleinen als Geschichten mit Erklärungen vorlese bzw. diese lesen lasse? In erster Linie sollte die Liebe zum Kind Ratgeber sein und dazu gehören auch Auseinandersetzungen, wenn diese Kinder in der Pubertät sind. Wenn Kinder "über die Stränge" schlagen ,halte ich nicht die "andere Wange" hin ,vielmehr gehe ich dann nach dem Schlagabtausch des alten Testaments. Und fördern - immer ein Ohr für Probleme haben und viel reden. Wer Kindern von klein auf an die Achtung vor dem Leben beibringt - auch dem leben einer Fliege - und dem Nächsten, wird wohl keine Problemidioten als Abiturienten hochbringen. Und dann wäre da noch Goethe: "Was Du nicht willst, das man Dir tue- das füg auch keinem Anderen zu"! Und als Atheist finde ich die 10 Gebote sehr gut, sie ersetzen in der Kürze das BGB und das StGB. In der Erziehung meiner Kinder gab es Grenzen und die fangen schon beim Kleinkind an, was natürlich gerne die Regale im Supermarkt ausleeren möchte und ohne Geschrei kann man dem Kind schon ganz klein erklären , das man das nicht darf. Lehrer sollten sich als Autorität benehmen , es ist die Aufgabe des Lehrers Wissensstoff zu übermitteln und nicht, sich mit unerzogenen Kindern zu beschäftigen. Die ewigen Störer sollte man in Sonderklassen zusammen fassen und die Eltern bestrafen - die dann nicht in der Lage sind , normale ,aufgeweckte dem Unterricht folgende Kinder zu erziehen. Wenn ich von meinem unterdessen studierenden Enkel höre, was unter Abiturienten für Besäufnisse stattfinden - dort wo es schön billig ist - dann finde ich , dass das kranke Heranwachsende sind. Der Enkel raucht nicht, trinkt nicht, betreibt seit dem 6. Lj. Kampfsport und studiert - unsere Nichte ist Lehrerin, hat 4 Kinder, alle mit Abitur und 2 studieren nun schon und rauchen und trinken,schlagen und Krawall machen sind auch dort kein Thema. Es liegt am Elternhaus!

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b.herberg2 22.04.2013, 20:06
78. Ich hätte das nicht besser ausdrücken können.

Zitat von annemarie5
Das Thema wird hier viel zu "abgehoben" diskutiert. Übrigens , "Erziehung" fängt schon bei der Geburt an. ABer nicht erzogene Erwachsene können nicht "erziehen" - sie haben das nicht selbst genossen. Erziehung benötigt eigentlich wenig, Liebe , um das Kind kümmern und bestimmte Grenzen setzen - ob das "streng" ist , weiß ich nicht - was ist eigentlich Strenge? Wenn ich Verbote ausspreche - im Interesse des Kindes und der Gesellschaft? Wenn ich Beispiele für Fehlverhalten benenne? Oder den "Struwwelpeter" bei den Kleinen als Geschichten mit Erklärungen vorlese bzw. diese lesen lasse? In erster Linie sollte die Liebe zum Kind Ratgeber sein und dazu gehören auch Auseinandersetzungen, wenn diese Kinder in der Pubertät sind. Wenn Kinder "über die Stränge" schlagen ,halte ich nicht die "andere Wange" hin ,vielmehr gehe ich dann nach dem Schlagabtausch des alten Testaments. Und fördern - immer ein Ohr für Probleme haben und viel reden. Wer Kindern von klein auf an die Achtung vor dem Leben beibringt - auch dem leben einer Fliege - und dem Nächsten, wird wohl keine Problemidioten als Abiturienten hochbringen. Und dann wäre da noch Goethe: "Was Du nicht willst, das man Dir tue- das füg auch keinem Anderen zu"! Und als Atheist finde ich die 10 Gebote sehr gut, sie ersetzen in der Kürze das BGB und das StGB. In der Erziehung meiner Kinder gab es Grenzen und die fangen schon beim Kleinkind an, was natürlich gerne die Regale im Supermarkt ausleeren möchte und ohne Geschrei kann man dem Kind schon ganz klein erklären , das man das nicht darf. Lehrer sollten sich als Autorität benehmen , es ist die Aufgabe des Lehrers Wissensstoff zu übermitteln und nicht, sich mit unerzogenen Kindern zu beschäftigen. Die ewigen Störer sollte man in Sonderklassen zusammen fassen und die Eltern bestrafen - die dann nicht in der Lage sind , normale ,aufgeweckte dem Unterricht folgende Kinder zu erziehen. Wenn ich von meinem unterdessen studierenden Enkel höre, was unter Abiturienten für Besäufnisse stattfinden - dort wo es schön billig ist - dann finde ich , dass das kranke Heranwachsende sind. Der Enkel raucht nicht, trinkt nicht, betreibt seit dem 6. Lj. Kampfsport und studiert - unsere Nichte ist Lehrerin, hat 4 Kinder, alle mit Abitur und 2 studieren nun schon und rauchen und trinken,schlagen und Krawall machen sind auch dort kein Thema. Es liegt am Elternhaus!




Ich hätte das nicht besser ausdrücken können.

Kinder brauchen guten Input, damit sie ihr Gehirn und ihr Seele ausbilden können; zu ihrem Besten und zum Wohle der Menschen, mit denen Sie zusammenkommen.
Setzt man sie ungefiltert unseren Medien aus macht man Ihre Seele kaputt,
Der angeborene Egoismus muß zugunsten eines vernünftigen Altruismus gezähmt werden.
Sie experimentieren um Erfahrungen zu sammeln. Gibt man ihnen hier keine Antworten und bietet bei
Provokationen keinen Widerstand bzw. verteidigt nicht die vorgetragenen Ideale und Überzeugungen, so begeht man Verrat an diesem Individuum.
Es strengt an- aber wir haben die verdammte Pflicht unserer Verantwortung nachzukommen.

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HaPeGe 23.04.2013, 20:01
79. Nein, ...

Zitat von annemarie5
Das Thema wird hier viel zu "abgehoben" diskutiert. Übrigens , "Erziehung" fängt schon bei der Geburt an. ABer nicht erzogene Erwachsene können nicht "erziehen" - sie haben das nicht selbst genossen. Erziehung benötigt eigentlich wenig, Liebe , um das Kind kümmern und bestimmte Grenzen setzen - ob das "streng" ist , weiß ich nicht - was ist eigentlich Strenge? Wenn ich Verbote ausspreche - im Interesse des Kindes und der Gesellschaft? Wenn ich Beispiele für Fehlverhalten benenne? Oder den "Struwwelpeter" bei den Kleinen als Geschichten mit Erklärungen vorlese bzw. diese lesen lasse? In erster Linie sollte die Liebe zum Kind Ratgeber sein und dazu gehören auch Auseinandersetzungen, wenn diese Kinder in der Pubertät sind. Wenn Kinder "über die Stränge" schlagen ,halte ich nicht die "andere Wange" hin ,vielmehr gehe ich dann nach dem Schlagabtausch des alten Testaments. Und fördern - immer ein Ohr für Probleme haben und viel reden. Wer Kindern von klein auf an die Achtung vor dem Leben beibringt - auch dem leben einer Fliege - und dem Nächsten, wird wohl keine Problemidioten als Abiturienten hochbringen. Und dann wäre da noch Goethe: "Was Du nicht willst, das man Dir tue- das füg auch keinem Anderen zu"! Und als Atheist finde ich die 10 Gebote sehr gut, sie ersetzen in der Kürze das BGB und das StGB. In der Erziehung meiner Kinder gab es Grenzen und die fangen schon beim Kleinkind an, was natürlich gerne die Regale im Supermarkt ausleeren möchte und ohne Geschrei kann man dem Kind schon ganz klein erklären , das man das nicht darf. Lehrer sollten sich als Autorität benehmen , es ist die Aufgabe des Lehrers Wissensstoff zu übermitteln und nicht, sich mit unerzogenen Kindern zu beschäftigen. Die ewigen Störer sollte man in Sonderklassen zusammen fassen und die Eltern bestrafen - die dann nicht in der Lage sind , normale ,aufgeweckte dem Unterricht folgende Kinder zu erziehen. Wenn ich von meinem unterdessen studierenden Enkel höre, was unter Abiturienten für Besäufnisse stattfinden - dort wo es schön billig ist - dann finde ich , dass das kranke Heranwachsende sind. Der Enkel raucht nicht, trinkt nicht, betreibt seit dem 6. Lj. Kampfsport und studiert - unsere Nichte ist Lehrerin, hat 4 Kinder, alle mit Abitur und 2 studieren nun schon und rauchen und trinken,schlagen und Krawall machen sind auch dort kein Thema. Es liegt am Elternhaus!
Strenge, was soll das sein?! Wie ich schon geschrieben habe, Kinder brauchen Regeln, also eine konsequente Erziehung. Und sie brauchen Liebe und Hinwendung, Zeit, damit Mutter oder Vater auch einmal zuhören. Und so sollte auch die Pädagogik in der Schule sein. Konsequent!

Das Elternhaus ist wichtig, aber nicht alles! Talente, Fähigkeiten und Anlagen spielen auch eine Rolle. Und außer dem Elternhaus gibt es ja auch noch andere Personen und Umgebungen, in denen sich Kinder aufhalten und sich bewegen. Gerade in der Pubertät kann es dann zu Entwicklungen kommen, bei denen die Eltern dann nur noch schwer Einfluß nehmen können. Dann kommt es auch auf andere Personen aus der Umgebung an.

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