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Passwort? Lehrername: Schule zeigt Jungen wegen Cyber-Verbrecher an
DPA

Ein 14-jähriger Schüler setzte sich an den Computer seines Lehrers und ändert den Bildschirmhintergrund. Die Schule betrachtet den Jungen nun als Straftäter - stellte sich aber bei der Passwort-Vergabe selbst sehr ungeschickt an.

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adubil 26.04.2015, 14:30
30.

Zu meiner Zeit gab's keine PCs. Was wäre denn für annedunnemals ein passendes Äquivalent: Ein Nachschlüssel für's Lehrerzimmer vielleicht ? Den hätten wir benutzt, aber logo. Jajaja, ich weiß...bevor hier gleich jemand das gesamte StGB runterrasselt...kriminell...tz tz tz. Hätte uns damals nicht interessiert, der Spaß wäre zu reizvoll gewesen. Wahrscheinlich wäre es auch schwieriger gewesen, die konkreten Täter zu überführen. Erstens sind Spuren im RL leichter zu vermeiden und flüchtiger, zweitens waren wir auch eine verschworene und verschwiegene Bande.

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TS_Alien 26.04.2015, 14:53
31.

Es gibt klare Gesetze, was man darf und was man nicht darf. Diese Gesetze sind so einfach gehalten, dass man nicht unabsichtlich dagegen verstoßen kann. Selbst wenn ein Rechner scheunentorweit offen steht, darf kein Unberechtigter darauf zugreifen.

Manchmal vergessen Nutzer an einem Rechner das Logout. Der nächste Nutzer könnte jetzt auf alle Daten zugreifen. Macht er dies, hat er diverse Straftaten begangen. Wie leicht der Zugang zu den Daten gewesen ist, ist in vielen Fällen nicht relevant.

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mortyrium 26.04.2015, 14:57
32.

Als Lehrer und "IT-Beauftragter" der Schule muss ich sagen, dass in so einem Fall, also der Manipulation eines Schulrechners, eine Strafpredigt/Ausschluss vom PC-Unterricht und je nach Schwere eine normale Schulstrafe ausreicht.

Bei mir hatten welche Uhr und Datum von Windows 7 in die Zukunft verstellt, sodass einige Updates nicht geladen werden konnten, Fehlercode 0800-SOWIESO.

Es gab eine Strafpredigt und eine Verwarnung.
Aber ins Gefängnis? Gibt es da eine PS 3?

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TS_Alien 26.04.2015, 15:00
33.

Zitat von adubil
Zu meiner Zeit gab's keine PCs. Was wäre denn für annedunnemals ein passendes Äquivalent: Ein Nachschlüssel für's Lehrerzimmer vielleicht ? Den hätten wir benutzt, aber logo. Jajaja, ich weiß...bevor hier gleich jemand das gesamte StGB runterrasselt...kriminell...tz tz tz. Hätte uns damals nicht interessiert, der Spaß wäre zu reizvoll gewesen. Wahrscheinlich wäre es auch schwieriger gewesen, die konkreten Täter zu überführen. Erstens sind Spuren im RL leichter zu vermeiden und flüchtiger, zweitens waren wir auch eine verschworene und verschwiegene Bande.
Erst etwas anstellen und sich dann feige verdrücken. Das ist kein normales Verhalten. Und spaßig ist das auch nicht. Ich denke da an Unfallflucht oder Versicherungsbetrug. Solche Straftäter haben auch einmal "klein" angefangen. Feige sind sie geblieben.

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Golengo 26.04.2015, 15:39
34. Mmhhm

Ich finde es einerseits fahrlässig von den Lehrern sich so ein einfaches Passwort auszudenken. Naja vom Schüler ist es kriminell den Lehrer beim Passwort eintippen zu beobachten. Zudem war es auch keine gute Idee das Hintergrundbild zu ändern. Trotzdem wurde ich den Jungen nicht in den Knast schicken. Höchstens ein paar Sozial-Stunden. Aber in der USA ist ja alles anders. Und wir können auch nicht entscheiden ob der Junge in den Knast kommt oder nicht. Mal schauen.

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bafibo 26.04.2015, 15:44
35. Geht's noch?

Zitat von TS_Alien
Erst etwas anstellen und sich dann feige verdrücken. Das ist kein normales Verhalten. Und spaßig ist das auch nicht. Ich denke da an Unfallflucht oder Versicherungsbetrug. Solche Straftäter haben auch einmal "klein" angefangen. Feige sind sie geblieben.
Im Gegenteil, sehr normal. Oder hätten Sie sich gern von Ihrem cholerischen Nachbarn beim Äpfel- oder Kirschenklauen überraschen lassen? Und Einbrecher, die an Ort und Stelle ihre Visitenkarte hinterlassen, werden im allgemeinen eher als dumm denn als verantwortungsvoll wahrgenommen.
Unfallflucht ist was anderes. Der Unfall davor war ja im Normalfall keine Absicht, sondern ein Mißgeschick. Für ein solches geradezustehen dürfte erheblich leichter fallen als für eine bewußte Schädigung anderer, eben wegen der fehlenden Absicht.

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TS_Alien 26.04.2015, 15:49
36.

Zitat von mortyrium
Als Lehrer und "IT-Beauftragter" der Schule muss ich sagen, dass in so einem Fall, also der Manipulation eines Schulrechners, eine Strafpredigt/Ausschluss vom PC-Unterricht und je nach Schwere eine normale Schulstrafe ausreicht. Bei mir hatten welche Uhr und Datum von Windows 7 in die Zukunft verstellt, sodass einige Updates nicht geladen werden konnten, Fehlercode 0800-SOWIESO. Es gab eine Strafpredigt und eine Verwarnung. Aber ins Gefängnis? Gibt es da eine PS 3?
Das ist Ihre Entscheidung. Nachvollziehen kann ich sie nicht. Ich hoffe, Sie haben Ihr System im Griff und wissen genau, was angestellt worden ist. Eine verstellte Systemuhr kann z.B. beim Backup Probleme bereiten. Die Einträge in einigen Logdateien werden zeitlich nicht mehr konsistent sein. Das Problem mit den Updates dürfte noch das kleinste sein. Wer weiß, was die Täter alles an Daten ausgespäht haben.

Alleine für die Mehrarbeit zur genauen Prüfung des Systems würde ich die Täter bei der Polizei anzeigen. Zusätzlich käme noch eine saftige Rechnung auf die Täter zu.

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anders_denker 26.04.2015, 16:04
37. Ein Passwort

als Einfakorauthorisierung ist auch ein minimal schwacher Schutz. Kaum sicherer als ein dreistelliges Zahlenschloss. Zumindest beruflich genutzte Geräte sollten per PKI-Karte oder zeitlich gültigem Login schlüssel (z.B. RSA Pin + Kurzzeitschlüssel) gesichert werden.

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Namen werden überbewertet 26.04.2015, 16:10
38. Das Hintergrundbild geändert!

Bei harmlosen Streichen wie z.B. Neger erschießen könnte man ja noch mal ein Auge zudrücken, aber gegen derartige digitale Schwerstkriminalität muss man natürlich mit aller verfügbaren Härte des Gesetzes vorgehen.

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drvoigt 26.04.2015, 16:28
39. Super

Zum 14.Geburtstag mal eben ein schönes automatisches sturmgewehr geschenkt bekommen dürfen, in der freizeit hochbewaffnet rumlaufen dürfen, aber das ändern eines desktophintergrundes ist natürlich eine schwere straftat. arme gesellschaft usa.

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