Forum: Leben und Lernen
Petition in Baden-Württemberg: Eltern wollen spätere Einschulung ihrer Kinder
imago images

Der Nachwuchs soll nicht schon mit knapp sechs Jahren in die Schule kommen - das verlangen rund 25.000 Unterstützer einer Online-Petition in Baden-Württemberg. Sie argumentieren dabei höchst emotional.

Seite 1 von 6
Skakesbier 03.06.2019, 19:29
1. Pragmatismus ist gefragt!

a) Manche Kinder sind mit 5 1/2 locker schulreif, andere mit 6 1/2 kaum (und manche leider nie!).
b) Also: Erst mal auf die Eltern hören, ggf. einjährigen Aufschub der Einschulung gewähren und fettich!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gratiola 03.06.2019, 19:34
2. Es wird immer verrückter

Ich war vor 58 Jahren heil froh in die Schule zu kommen, - mit knapp 6. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß inzwischen Schule und Leistung als Teufelswerk betrachtet wird. Wer nicht Lesen und Schreiben lernen will holt sich das Legastenikerabitur, d. h. es soll alles nach Lust und Laune bzw. besser nach Unlust mit Bestnoten belohnt werden. Am Ende haben wir es mit geistig undifferentierten Erwachsenen zu tun. Für mich bleibt es dabei. Am Besten mit 4 bis 6 schon mal das kleine Einmaleins und Alphabet. Keine Anschreibtafeln, kein Schreiben nach Gehöhr und Frontalunterricht. Der Lehrer ist der "Chef" und die Kinder bekommen die Lernrichtung vorgegeben bei einem Lärmlegel ist wesentlich unter 50 dB zu halten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seppfett 03.06.2019, 19:36
3. Flexibel

Flexibel sollte es sein. Ein Heranführen an die Schule bereits ab 4 Jahren ist meines Erachtens von Vorteil. Wir hatten unsere Tochter, die Ende July geboren wurde, auf anraten ein Jahr später in Bayern eingeschult. Das war das schlimmste was wir unserer Tochter antun konnten. Sie hat sich furchtbar gelangweilt und sich zurückgesetzt gefühlt in diesem Jahr. Unsere Enkelkinder in Frankreich gehen weitaus früher in die (Vor-)Schule in der allerdings bereits richtig gelernt wird, Buchstaben, Rechnen, etc. aber noch ohne Prüfungsstress. Sie werden an die richtige Schule herangeführt.
Es gibt keine Regelung die für alle Kinder gleichermassen funktioniert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Röö¶ 03.06.2019, 19:38
4. "höchst emotional" ?

Wenn mir in den ersten Zeilen eines Beitrags schon ein Urteil untergeschoben wird, welches dann nicht einmal verifiziert wird, so halte ich das für journalistisch unprofessionell und nicht sauber - unabhängig von Gehalt des restlichen Artikels. Ansonsten: nach vielen Jahren leitender Tätigkeit in einer KJP kann ich nur bestätigen, dass in vielen Fällen eine zu früher Einschulung die weitere Schullaufbahn erheblich belastet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MagittaW 03.06.2019, 19:46
5.

tja, manche Regelung aus der DDR war und ist eben die bessere: Stichtag 30.Juni ist am sinnvollsten! Und selbst dann kann der zuständige Kinderarzt bei der Schuleingangsuntersuchung in Absprache mit den Eltern das Kind ein Jahr zurückstellen, völlig unproblematisch!
Die meisten Eltern sind mit dem vorgesehenen Einschulungsjahr einverstanden, wenn die Eltern nicht wollen, kein Problem.
Was BaWü sich bei der Regelung 30.September gedacht hat erschließt sich mir nicht. Die wenigsten Kinder gehen in BaWü in den Kindergarten, die wenigsten dürften mit knapp 6 Jahren schulreif sein. Entsprechend dürfte das Niveau in der 1. Klasse sein... Dann kann man die Kinder auch noch ein weiteres Jahr im Kindergarten lassen, wenn die erste Klasse nicht über das Vorschuljahr hinaus kommt.
Nicht ohne Grund ist Sachsen das Land mit den besten Bildungsabschlüssen, die haben sich die guten Sachen aus DDR-Zeiten bewahrt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fuchsi 03.06.2019, 19:47
6. Zwei Einschulungstermine

pro Schuljahr, nach den Sommerferien und zum Halbjahr, meist im Februar, könnten die Lösung sein. Dazu die Schuleingangsphase zweijährig gestalten für die meisten, die schnelleren könnten nach 1,5 Jahren ins dritte Schuljahr wechseln, es macht aber auch nichts, wenn ein Kind 2,5 oder drei Jahre bleibt, bevor es in die dritte Klasse kommt. So können sich alle individuell entwickeln und Rückstände, z.B im Sprachverständnis, aufgeholt werden. Und wer das alles nicht mehr braucht, kann früher weiter und stört die anderen nicht mehr wegen Langeweile. Der zunehmenden Diversität der Jüngsten kann man so kindgerecht entsprechen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joman23 03.06.2019, 20:06
7. Zurückstellung

Zwei meiner Kinder sind im August geboren und es war kein Problem sie beide zurück stellen zu lassen. Ein kurzer Antrag war alles. Ich erkenne hier keine Problematik. Es handelt sich im genannten Zeitraum um Korridorkinder. Baden-Württemberg macht es da einem wirklich einfach.
Wieder wird ein unnötiges Fass aufgemacht. Vielleicht hätten sich die Eltern rechtzeitig informieren sollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
imwesten 03.06.2019, 20:25
8. In den Niederlanden...

... ist flexibel einschulen völlig normal. Die Kinder kommen an ihrem 4. Geburtstag in eine Einstiegsklasse, in der sie unterschiedlich lange bleiben. Viele Schulen arbeiten mit zweijährigen Einstiegsklassen. Manche Kinder ziehen dann mit 5,5 Jahren in die dritte Klasse (entspricht ungefähr den Anforderungen der deutschen 1. Klasse) weiter, manche erst mit 6,5. Ideal!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Redskin 03.06.2019, 20:27
9. Helikopter

Sind unterwegs. Ist halt schon blöd wenn das Kind es nicht bringt und die Eltern möchten stolz sein. Jeder Vorteil muss genutzt werden damit das Kleine wenigstens ein bisschen mithalten kann, krass.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6