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Petition in Baden-Württemberg: Eltern wollen spätere Einschulung ihrer Kinder
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Der Nachwuchs soll nicht schon mit knapp sechs Jahren in die Schule kommen - das verlangen rund 25.000 Unterstützer einer Online-Petition in Baden-Württemberg. Sie argumentieren dabei höchst emotional.

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AndreasBL 03.06.2019, 22:32
20. Stichtag stimmt nicht, aber ich gebe Ihnen recht.

Zitat von MagittaW
tja, manche Regelung aus der DDR war und ist eben die bessere: Stichtag 30.Juni ist am sinnvollsten!
Nein, der Stichtag war zu DDR-Zeiten der 31.Mai. Ich weiss das deshalb so gut, weil ich stets der Jüngste in der Klasse war. Gegen Ende der 1.Klasse gerade mal 7 geworden, hatte drei Tage nach mir schon der Erste seinen achten Geburtstag gefeiert. Mein Jahrgang war zudem recht geburtenstark und man hatte wohl den Einen oder die Andere ein Jahr später eingeschult, um das Ganze etwas auszugleichen.

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carlitom 03.06.2019, 22:42
21.

Zitat von seppfett
Wir hatten unsere Tochter, die Ende July geboren wurde, auf anraten ein Jahr später in Bayern eingeschult. Das war das schlimmste was wir unserer Tochter antun konnten. Sie hat sich furchtbar gelangweilt und sich zurückgesetzt gefühlt in diesem Jahr.
Naja, "das Schlimmste" war das wohl kaum. Sehr viel schlimmer wäre eine Überforderung gewesen oder soziale Probleme, weil das Kind einfach noch nicht so weit gewesen wäre. Langeweile macht die meisten Kinder normalerweise kreativ. Zu schade, dass Ihre Tochter, die Ende "July" geboren ist, davon nicht profitieren konnte.

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carlitom 03.06.2019, 22:44
22.

Zitat von MagittaW
tja, manche Regelung aus der DDR war und ist eben die bessere: Stichtag 30.Juni ist am sinnvollsten!
Jaja, die gute alte DDR ("es war doch nicht alles schlecht..."). Aber da hat Ihre gute alte DDR gar nichts mit zu tun. In Baden-Württemberg, um das es hier geht, war das früher genauso. Leider hat man diese vernünftige (nicht DDR-spezifische) Regelung irgendwann abgeändert, um Kinder immer früher zu beschulen, während man gleichzeitig die Schulzeit verkürzt und dafür das Tages-/Wochenpensum verlängert/intensiviert hat. Erst jetzt merkt man offenbar, dass das eine sehr ungesunde Mischung war.

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carlitom 03.06.2019, 22:47
23.

Zitat von joman23
Zwei meiner Kinder sind im August geboren und es war kein Problem sie beide zurück stellen zu lassen. Ein kurzer Antrag war alles. Ich erkenne hier keine Problematik. Es handelt sich im genannten Zeitraum um Korridorkinder. Baden-Württemberg macht es da einem wirklich einfach. Wieder wird ein unnötiges Fass aufgemacht. Vielleicht hätten sich die Eltern rechtzeitig informieren sollen.
Ganz so einfach ist das auch wieder nicht. Das entscheiden die Grundschulrektoren. Das Problem liegt darin, dass diese nicht zwangsläufig nach Reife entscheiden, sondern nach ganz anderen Kriterien. Z.B. ob die Schülerzahl auch ohne den Zurückzustellenden für eine weitere Klasse reicht oder ob man die Zurückzustellenden braucht, um den Klassenteiler zu erreichen. DAS ist oft das Entscheidungskriterium. Und das ist nicht zum Wohl der Kinder. Häufig geht es auch danach, ob noch Plätze in der Grundschulförderklasse frei sind oder nicht.

Die Kindergärten behalten schulreife Kinder, die ohne echten Förderbedarf zurückgestellt werden sollen, nicht. Und dann gilt es, einen Platz für das zusätzliche Jahr zu finden. Haben wir alles durch. War schwierig.

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carlitom 03.06.2019, 22:48
24.

Zitat von jensruminy
Tut mir leid, aber da sind die Geschwister der Impfgegner unterwegs. Wo ich wohne, entscheidet das Kalenderjahr, also Stichtag 31.12., und alle sind glücklich.
Soso, "alle" sind also glücklich. Und Sie sprechen für "alle". Interessant. Wo leben Sie? In Fantasia?

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carlitom 03.06.2019, 22:50
25.

Zitat von realist12345
Wer bei Schulbeginn nicht 6 Jahre alt ist, sollte nicht eingeschult werden.
Da in Baden-Württemberg der Stichtag 30.9. und das Ende der Sommerferien meist Mitte September ist, ist das dort zwar so. Aber die Probleme entstehen, weil manche eben gerade erst 6 geworden sind, während andere fast 7 sind. Das ist ein großer Unterschied.

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realist12345 03.06.2019, 23:55
26. Rolle rückwärts bitte

deufin - der nächste Schritt wäre die Wegnahme der Kinder direkt nach der Geburt !? Es sollten noch die Eltern selbst entscheiden, ab wann ihr Kind in welche Art der Betreuung geht, da sie ja auch die Verantwortung tragen. Die Erziehungsmängel der Eltern sollten nicht immer durch staatliche Leistungen kompensiert werden.

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anna cotty 04.06.2019, 01:31
27. In Irland

Hier in Irland koennen die Kinder schon mit 4 Jahren in die Schule gehen, oder auch spaeter. In den letzten Jahren hat es sich so eingespielt, dass die meisten Kinder in einen ( privaten) Kindergarten gehen und anschliessend mit 5 Jahren in die Schule. Die Kinder sehen es nicht im geringsten als Stress oder schlimm an, in die Schule zu gehen, im Gegenteil.
Eigentlich sieht man morgens auf dem Schulhof nur glueckliche Gesichter. Aber die Zeugnissse werden auch locker betrachtet und es gibt kein erzwungenes Sitzenbleiben.
Meine Kinder sind uebrigens erst mit 7 Jahren in die Schule gegangen und hatten dann die ersten Jahre uebersprungen, weil sie bis dahin in einen Montessori-Kindergarten gegangen waren, wo sie allerdings auch schon Schreiben, Rechnen usw. gelernt haben und Hausaufgaben machen mussten. Es ist den Eltern hier freigestellt, denn es gibt keine Schulpflicht, sonder nur eine Bildungspflicht.

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jana45 04.06.2019, 03:30
28. Kinder können noch viel jünger eingeschult werden

Zumindest das Rechnen, Lesen und Schreiben kann ihnen schon ab drei beigebracht werden. In China fangen da viele Kinder mit dem Lernen der Schriftzeichen an. Dies ist hier vielleicht nicht so nötig. Jedoch fünf oder sechs ist nicht zu jung für die Einschulung. Die Eltern sollten mehr vertrauen in die Fähigkeiten ihrer Kinder setzen.

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zauberer2112 04.06.2019, 07:03
29. @12

Zum Glück haben Sie keine Vorurteile. Mein Junge (Ende Juli) wurde in dem Jahr eingeschult, in dem er 6 wurde. Er hat dann nach einem halben Jahr in die 2. Klasse gewechselt, ist heute einer der Besten und macht mit (G8) 16 Abitur. Er ist die Ruhe selbst. Ich frage mich allerdings, ob er mit 17 schon so weit ist, Entscheidungen fürs Leben zu treffen, da waren viele unserer Abiturienten mit 19 noch überfordert. Ob jemand still sitzt, hat schon gar nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern einzig mit seinem Wesen und seiner Freizeitgestaltung.

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