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Petition in Baden-Württemberg: Eltern wollen spätere Einschulung ihrer Kinder
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Der Nachwuchs soll nicht schon mit knapp sechs Jahren in die Schule kommen - das verlangen rund 25.000 Unterstützer einer Online-Petition in Baden-Württemberg. Sie argumentieren dabei höchst emotional.

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Hans-Dampf 04.06.2019, 07:37
30.

Ich habe noch nie verstanden, warum der Eintritt in die Grunschule an ein bestimmtes Alter gekoppelt ist. Das macht man ja bei der weiterführenden Schule oder der Hochschule auch nicht. Warum soll also eine recht starre Regelung mit den 6 Jahren hier hilfreich sein? So könnte man ja auch kritisieren, dass unter 18-jährige eine Uni nicht besuchen dürfen. Natürlich ist das ebenso absurd.
Kinder entwickeln sich nun einmal unterschiedlich - auch abhängig vom Elternhaus und Vorbildung (Kindergarten).

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fatherted98 04.06.2019, 07:48
31. Was war damals...

....G8 fuer ein Thema.....die Welt geht unter und die Deutsche Wirtschaft wenn wir nicht die Schueler ein Jahr frueher in den Job bringen.....waren zwar nur die Gymnasiasten....aber egal....andere zaehlen ja eh nicht....siehe die Theken-Nummer einer Mutter im Supermarkt dieser Tage. Jetzt auf einmal ein Jahr spaeter auf Anfrage? Scheint also doch nicht die Welt unterzugehen wenn man ein Jahr laenger braucht....

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polza_mancini 04.06.2019, 07:55
32. Flexibel

Habe es im Bekanntenkreis selbst erlebt: Kind war für alle erkennbar noch nicht reif, musste aber unbedingt eingeschult werden. Amtsarzt sagte, das geht schon! Ergebnis: nach einem durchgeheulten, zutiefst demütigenden Schuljahr durfte Mädchen die Klasse wiederholen, Psyche ordentlich angeknackst, weil sie - bis heute - meint, mit ihr stimme was nicht. Die Eltern sind nicht immer die besten Ansprechpartner zur Beurteilung des Kindes, aber hier muss eine Rückstellung einfach möglich sein, was verliert man schon?

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sh.stefan.heitmann 04.06.2019, 08:04
33.

Zitat von seppfett
Flexibel sollte es sein. Ein Heranführen an die Schule bereits ab 4 Jahren ist meines Erachtens von Vorteil. Wir hatten unsere Tochter, die Ende July geboren wurde, auf anraten ein Jahr später in Bayern eingeschult. Das war das schlimmste was wir unserer Tochter antun konnten. Sie hat sich furchtbar gelangweilt und sich zurückgesetzt gefühlt in diesem Jahr. Unsere Enkelkinder in Frankreich gehen weitaus früher in die (Vor-)Schule in der allerdings bereits richtig gelernt wird, Buchstaben, Rechnen, etc. aber noch ohne Prüfungsstress. Sie werden an die richtige Schule herangeführt. Es gibt keine Regelung die für alle Kinder gleichermassen funktioniert.
Buchstaben, Rechnen, etc. aber noch ohne Prüfungsstress... Das macht bei uns der KiGa

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James Blönd 04.06.2019, 08:50
34. Leistung sollte freiwillig sein, nicht erzwungen.

Zitat von gratiola
Ich war vor 58 Jahren heil froh in die Schule zu kommen, - mit knapp 6. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß inzwischen Schule und Leistung als Teufelswerk betrachtet wird.
Das waren meine beiden Kinder auch, mein Älterer mit knapp sieben. Besonders mein jüngeres Kind konnte es kaum erwarten, in die Schule zu kommen. Es hat keine zwei Monate gedauert und die Begeisterung war verflogen. Und das auf einer wirklich guten Grundschule in einem sehr guten Stadtviertel einer Großstadt > 1 Mio. Einwohnern.

Ich selbst bin mit fünf eingeschult worden und habe in der ersten Klasse ein halbes Jahr fröhlich geschwänzt. Ich bin lieber spazieren gewesen, besonders eine Feuerwehrwache hatte es mir angetan. Dafür durfte ich dann die zweite Klasse nochmal machen.

Natürlich sollte es den Eltern überlassen werden, wann ihr Kind eingeschult wird, die meisten kennen ihr Kind nun mal am besten.

Wozu eigentlich dieser ewige Leistungsstress? Und keine Sorge, die Frage ist rein rhetorisch. ...

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napoleonwilson 04.06.2019, 08:55
35. Einschulung

Ich wurde mit 5 Jahren eingeschult. Im Oktober wurde ich 6. Es hat nicht geschadet. Immer Petitionen Demos FFF. ADHS ect. Heutzutage ist nicht alles besser.

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James Blönd 04.06.2019, 09:09
36.

Zitat von napoleonwilson
Ich wurde mit 5 Jahren eingeschult. Im Oktober wurde ich 6. Es hat nicht geschadet. Immer Petitionen Demos FFF. ADHS ect. Heutzutage ist nicht alles besser.
Nein, natürlich nicht. Die Leistungsdichte und das Tempo haben nämlich extrem zugenommen. Das merken auch die Kleinen. Meine Kinder halten mir bis heute vor, dass ich damals so gut wie keine Zeit für sie hatte, weil ich entweder gearbeitet, geschlafen, im Stau gestanden oder einen Parkplatz gesucht habe. Das würde ich heute nie wieder machen.

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Miroire 04.06.2019, 10:21
37. Wieso wurde der Stichtag überhaupt nach hinten geschoben?

Als ich in den 1970ern in Rheinland-Pfalz eingeschult wurde, war dort auch der 30.6./1.7. Stichtermin, somit war ich als Junikind eins der jüngsten, aber es gab auch damals einige Juli-, August- oder gar Septemberkinder, die schon im selben Jahr eingeschult wurden, die Möglichkeit bestand also durchaus. Keine Ahnung, warum dieser Stichtermin in einigen Bundesländern dann mehr oder weniger weiter nach hinten verschoben wurde.
Und gerade in Baden-Württemberg wundert es mich auch nicht, wo quasi überall "G8" herrscht, wodurch Gymnasiasten schon ein Jahr früher als zuvor (oder anderswo) ihr Abi machen.

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g_bec 04.06.2019, 10:47
38. Typisch

Typisch für die Homöopathiefraktion in unserem Land: Den armen, armen Kinderchen wird die Kindheit gestohlen, weil sie mit 5,9 Jahren schon in die Schule müssen. Oh, eine Dose Mitleid für die armen Kinderchen.
Glücklicherweise galt in BY der Stichtag 31.12., als wir betroffen waren. Und G8 am anderen Ende der Schulzeit;-)

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g_bec 04.06.2019, 10:48
39. Logisch.

Zitat von polza_mancini
Habe es im Bekanntenkreis selbst erlebt: Kind war für alle erkennbar noch nicht reif, musste aber unbedingt eingeschult werden. Amtsarzt sagte, das geht schon! Ergebnis: nach einem durchgeheulten, zutiefst demütigenden Schuljahr durfte Mädchen die Klasse wiederholen, Psyche ordentlich angeknackst, weil sie - bis heute - meint, mit ihr stimme was nicht. Die Eltern sind nicht immer die besten Ansprechpartner zur Beurteilung des Kindes, aber hier muss eine Rückstellung einfach möglich sein, was verliert man schon?
Logisch, wenn man die Kinder immer in Watte packt und alle anderen für das selbstverschuldete Unglück verantwortlich macht.

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