Forum: Leben und Lernen
Petition in Baden-Württemberg: Eltern wollen spätere Einschulung ihrer Kinder
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Der Nachwuchs soll nicht schon mit knapp sechs Jahren in die Schule kommen - das verlangen rund 25.000 Unterstützer einer Online-Petition in Baden-Württemberg. Sie argumentieren dabei höchst emotional.

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WhamO 04.06.2019, 17:02
50.

Zitat von MagittaW
Die wenigsten Kinder gehen in BaWü in den Kindergarten, die wenigsten dürften mit knapp 6 Jahren schulreif sein.
Woher haben Sie diese Information? Wenn ich mir die Zahlen vom Statistischen Landesamt BW anschaue, so sehe ich für 2017 insgesamt ca. 300 000 Kinder zwischen 3 und 6, und ca. 275 000 davon werden in einem Kindergarten oder vergleichbarer Einrichtung betreut. Interessantes Bild, dass Sie da von BW haben...

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Sal.Paradies 04.06.2019, 20:34
51. Bei dieser Art von "Satire"

Zitat von gratiola
Ich war vor 58 Jahren heil froh in die Schule zu kommen, - mit knapp 6. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß inzwischen Schule und Leistung als Teufelswerk betrachtet wird. Wer nicht Lesen und Schreiben lernen will holt sich das Legastenikerabitur, d. h. es soll alles nach Lust und Laune bzw. besser nach Unlust mit Bestnoten belohnt werden. Am Ende haben wir es mit geistig undifferentierten Erwachsenen zu tun. Für mich bleibt es dabei. Am Besten mit 4 bis 6 schon mal das kleine Einmaleins und Alphabet. Keine Anschreibtafeln, kein Schreiben nach Gehöhr und Frontalunterricht. Der Lehrer ist der "Chef" und die Kinder bekommen die Lernrichtung vorgegeben bei einem Lärmlegel ist wesentlich unter 50 dB zu halten.
wäre ich vorsichtiger, denn es gibt Menschen, die so etwas ernst nehmen....;-)

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Der_schmale_Grat 05.06.2019, 12:26
52. Herrlich gelacht!

Danke Kommentar #51, besser geht nicht. Getreu dem Motto: Haben wir früher immer so gemacht, also bleibt es auch in Zukunft so. Ich würde sagen, alleine dieser Kommentar von "gratiola" spricht schon für die Dringlichkeit der Petition;-)

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Der_schmale_Grat 05.06.2019, 12:32
53. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht

Die meisten der früh eingeschulten Kinder (und deren Eltern) und Lehrer) aus meinem Bekanntenkeis hatten viele Jahre unnötige Schwierigkeiten zu durchlaufen. "Aktive Flexibilität" ist der Schlüssel zum Leben, manche nennen es auch Resilienz, die erhalte ich aber nur durch Geschmeidigkeit, so auch beim Einschulalter.

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polza_mancini 06.06.2019, 14:48
54. Herrje,

Zitat von g_bec
Logisch, wenn man die Kinder immer in Watte packt und alle anderen für das selbstverschuldete Unglück verantwortlich macht.
meine Schuld! Ich habe natürlich die üblichen Forums-Überflieger vergessen, die sich mit 4 Jahren schon barfuß durch den Schnee zur Uni gekämpft haben. Vielleicht nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich Kinder auch ohne Dauer-Verhätschelung höchst unterschiedlich schnell entwickeln und es zwischen "In-Watte-Packen" und "Schul-Unreife" eine Menge Platz gibt.

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caliper 09.06.2019, 19:04
55.

Zitat von seppfett
Flexibel sollte es sein. Ein Heranführen an die Schule bereits ab 4 Jahren ist meines Erachtens von Vorteil. Wir hatten unsere Tochter, die Ende July geboren wurde, auf anraten ein Jahr später in Bayern eingeschult. Das war das schlimmste was wir unserer Tochter antun konnten. Sie hat sich furchtbar gelangweilt und sich zurückgesetzt gefühlt in diesem Jahr. Unsere Enkelkinder in Frankreich gehen weitaus früher in die (Vor-)Schule in der allerdings bereits richtig gelernt wird, Buchstaben, Rechnen, etc. aber noch ohne Prüfungsstress. Sie werden an die richtige Schule herangeführt. Es gibt keine Regelung die für alle Kinder gleichermassen funktioniert.
Die Reife für die Schule kann um mehr als zwei Jahre variieren. Insgesamt gesehen halte ich eine frühere Einschulung allerdings für zweckmässiger. Unser Sohn hat sich das Lesen selber beigebracht und hat sich zu Tode gelangweilt und auch psychisch darunter gelitten. Er wollte nicht mehr in die Schule und hat dort auch nur Unfug angerichtet. In unserer Verzweiflung haben wir ihn dann direkt in die dritte Klasse springen lassen und parallel Klavierunterricht beginnen. Das war dann sein stärkstes Jahr.
Dabei wäre es bei uns an der Schule sogar sehr einfach gewesen das Problem gar nicht entstehen zu lassen. Man konnte Kinder halbjährig einschulen sodass sie die ersten beiden Klassen auch in anderthalb Jahren machen können, wenn sie sich bewähren.
Mein Vorschlag wäre, dass die Kindergartenkinder von Profis beobachtet werden sollten, die die Schulreife anhand von Fähigkeiten beurteilen können sollten. Dann kann man die Kinder mit vier Jahren oder auch mit sechs Jahren einschulen. Sieben Jahre sind für 99% der Kinder zu viel.

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g_bec 12.06.2019, 11:37
56. Getroffene Hunde bellen.

Zitat von polza_mancini
... Vielleicht nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich Kinder auch ohne Dauer-Verhätschelung höchst unterschiedlich schnell entwickeln und es zwischen "In-Watte-Packen" und "Schul-Unreife" eine Menge Platz gibt.
Aber deutlich weniger, als Sie meinen.

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