Forum: Leben und Lernen
Petition gegen "Grundschulabitur": "Mein Sohn hatte oft Bauchschmerzen und Kopfweh"
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Anfang Mai entscheidet sich für Viertklässler in Bayern, ob sie aufs Gymnasium dürfen. Das hängt vom Notenschnitt ab. Seit Jahren kritisieren Eltern den damit verbundenen Leistungsdruck - einer Mutter reicht es nun.

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techriqui 07.05.2019, 09:14
10. Schon mal dran gedacht...

dass das Kind dann vielleicht nichts auf dem Gymnasium verloren hat? Wahrscheinlich kommt der Druck da eher aus dem Elternhaus, dass der Sprössling unbedingt Abi machen muss. Aber leider kann nun mal nicht jeder Atomphysik studieren...

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nikiname 07.05.2019, 19:25
11.

Die sehr frühe Selektion nur anhand dreier Fächer halte ich für falsch. Lieber gemeinsam 6-10 Jahre lernen und die Oberstufe dann als Zuckerl für die, die DANN gut dastehen. Als Top-Realschüler hat man es immer noch schwerer zum Abi zu kommen denn als mittelprächtiger Gymnasiast.

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nellie_n 08.05.2019, 10:58
12.

Ein Kind in der 4. Klasse ist 9 oder 10 Jahre alt. Da davon zu sprechen, die Kinder müssten die Wirklichkeit kennen lernen und sollten nicht von den Eltern geschützt und damit verweichlicht werden, ist doch Humbug.
Der Schulalltag fordert die Kinder auch in der Grundschule schon genug, und es reicht doch aus, wenn der Leistungsdruck die Kinder ein paar Jahre später auf das sog. wahre Leben vorbereitet. Die Reife, aus diesem Druck etwas zu lernen, hat ein Zehntklässler grundsätzlich sicherlich, einen Grundschüler überfordert er oft gnadenlos.
Mit dem überstrapazierten Begriff "Helikoptereltern" muss da wirklich keiner kommen. Und außerdem sollte es doch diskutabel sein, warum Bayern an diesem Vorgehen, obwohl seit langem kritisiert, festhält, während andere Bundesländer es anders handhaben.

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Wuast 09.05.2019, 02:57
13. eine Systemfrage

Es gibt Kinder, die können den schulischen Anforderungen mehr als genügen (=Gymnasium) und welche, die haben halt andere Stärken. Die sucht nur niemand, weil ... bringt später kein Geld schätze ich.

Mir scheint es, als würde könne besagte Mutter nicht damit umgehen, dass ausgerechnet IHR Kind nicht zu den Exemplaren gehört, die den Schulsystem-Anforderungen genüge tun können... Bringt dem heranwachsenden Menschen dann aber auch nichts, wenn er die komplette Schullaufbahn nur Stress hat und später im Erwachsenenleben nichts auf die Kette kriegt...
Das System müsste sich ganz grundlegend ändern (Leistungsgesellschaft und so..) Solange es das nicht tut, wird selektiert (werden müssen). Aber irgendwann wird da Ende sein, wer früher einen Job mit Hauptschulabschluss bekommen hat, braucht heute mindestens mittlere Reife... der Bachelor ist auch nicht mehr so viel wert... Irgendwann wird die "Bildungs- und Qualifikationsblase" platzen.

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elmond 09.05.2019, 08:56
14. Effektives Lernen kommt von Innen

Jeder Mensch und damit jedes Kind hat ganz individuelle Bedürfnisse. Lernnen funktioniert am Besten aus einer intrinsischen Motivation heraus. Das löst Begeisterung aus - was wiederum, die Grundlage für positives und nachhaltiges Lernen ist.
In Schulsystemen wird das nur selten berücksichtigt. Kinder brauchen ein System, dass den Lerngrund schafft und sie nicht hindurchzieht. Eine finnische Lehrerin antwortete mal auf die Frage, nach dem Erfolg des finnischen Schulsystems: "Wir nehmen uns nicht so wichtig. Kinder sollen in erster Linie auch Kinder sein".
Wie wäre es da z. B. mal mit einem Fach "Herausforderung", indem Kinder sich selbst Aufgaben suchen und meistern?!

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duke_van_hudde 09.05.2019, 08:57
15. Das Problem ist doch ein ganz anderes

In fast allen anderne Bundesländern bekommt am ende quasi jeder das Abitur. Dazu kommt das Brüssel die Deutsche Ausbiuldung entwerten will und alle ein Studium machen sollen auch wenn früher dazu eine Ausbildung gereicht hätte.
Wer also in dem System in Bayern nicht zum abitur kommt hat ein gigantische Problem und das wissen natürlich die Akademikereltern und daher der riesen Druck den diese auf die Kinder ausüber.
Das es in Regionen mit vielen Akademikern mehr Kinder auf Gymnasium schaffen sollte auch ganz klar sein. Zum einen werdne die Kinder massiv dazu getrimmt und zum anderen ist die Atmosphäre in solchen Elternhäusern im Schnitt deutlich besser dazu geeignet gute Leistungen von Kindern zu erzeugen und als letztes sind auch Fähigkeiten zum Teil erblich.
Der Herr Prof. sollte vielleicht noch mal siene eigene Statistikskills überürüfen. Ich halte es für absolut nicht sicher das die Fähigkeiten der Kinder der beiden Stichproben wirklich gleich gut sind. Ein Problem würde aber nur vorlegen wenn gleich gute Kinder im Schnitt als nicht Akademiker schlechte Noten bekommen. Zwar halte ich es für Möglich das im Zweifel hier die Noten ein wenig besser sind, aber mit sicherheit kommt daher nicht die ganzen 30%.

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marcuse7 09.05.2019, 09:04
16. Unsinn

Die Uni Hannover hat untersucht, dass die meisten Schüler mit Haupt- oder Realschul-Einstufung durchaus auch auf dem Gymnasium mitkommen können. Ein "mia san mir" darf nicht in das hochdeutsche "das haben wir immer schon so gemacht" übersetzt werden. Empfehlung: von den Erfahrungen der moderneren Bundesländer profitieren.

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dings-bums-3 09.05.2019, 09:19
17.

Das ist nicht mal 1 Test pro Woche. Welcher Druck?

Außerdem traue ich einer Mutter, die nicht einmal in einer Petition auf ordentliche Rechtschreibung und Interpunktion achtet, die Entscheidung über "klug genug" oder "nicht klug genug" nicht zu.

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Smoon 09.05.2019, 09:19
18. Kultur

Die deutsche Kultur ist nicht auf Miteinander, Freiwilligkeit Rücksichtnahme und Empathie. Damit die Kinder lernen das es im Leben darauf ankommt besser als andere zu sein, Anforderungen zu erfüllen, die eigenen Bedürfnisse wie Schlaf, Spiel, Freizeit usw... so weit es geht für die öffentliche Gesellschaft zurückzustellen und damit sie einesehen das nun mal im Berufsleben auch niemand auf ihre Bedürftigkeit Rücksicht nimmt, ist es wichtig, dass die Schulen genau so sind wie sie eben sind. Daher sollte das Schulsystem und die Fokussierung auf Leistung nicht verändert werden. Alles andere wird der Realität nicht gerecht.

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jikesch 09.05.2019, 09:23
19. Generell...

...halte ich das unterteilen in verschiedene Schularten für sehr sinnvoll. Auch und grade wegen der Kinder, denn ein Erfolg in der Hauptschule ist um Welten besser als ein Versagen im Gymnasium. Hat eben nicht jeder die gleichen Talente, und das ist vollkommen ok, gut und richtig so.

Allerdings finde ich die 4. Klasse dafür tatsächlich etwas sehr früh. Das sind einfach noch kleine Kinder, da schon derartigen Leistungsdruck anzusetzen ist in meinen Augen nicht richtig. Kinder sollten doch eine Weile auch einfach nur Kinder sein dürfen, wenigstens ihr erstes Lebensjahrzehnt.

Ich hatte in Niedersachsen um 1996 herum (keine Ahnung wie es jetzt geregelt ist) das Glück, nach der Grundschule erstmal für 2 Jahre in der Orientierungsstufe zu landen - und erst dort wurde entschieden, wie es dann ab der 8. Klasse weitergeht. Diese zwei Jahre haben für mich sehr viel ausgemacht, auch in der persönlichen Entwicklung. Das Konzept halte ich für wesentlich sinnvoller und auch angemessener.

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