Forum: Leben und Lernen
Piefke-Alarm: Österreich will Allianz gegen deutsche Studenten schmieden
Universität Wien / Franz Pflueg

Österreichs Hochschulen sind bei deutschen Studenten beliebt - so sehr, dass die Gäste zum Problem werden. Das Wissenschaftsministerium will darum einheimische Bewerber bevorzugen dürfen und setzt sich in einer EU-weiten Allianz für weniger Zuzug ein.

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balsamico58 28.05.2013, 15:08
1. Freizügigkeit light

So viel zum Thema volle Freizügigkeit in der EU für alle EU-Bürger.
Andererseits, warum sollte es nicht auch gesellschaftlich und kulturell ein grosses Hauen und Stechen geben wie in der Wirtschaft und im Sozialen?
Denn, ist es nicht gerade Österreich, das den älteren Arbeitnehmern aus der EU die Freizügikeit auf ihrem nationalen Arbeitsmarkt zu nahezu 100% verwehren?
Ellbogenmentalität und Rosinenpickerei sind immer noch en vogue.

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aladar_m 28.05.2013, 15:30
2. Wie sieht es mit im Land lebenden Ausländern aus?

Das frage ich mich gerade - Freunde von mir sind 1991 mit einem Kleinkind nach Österreich gezogen, das zweite Kind wurde dort geboren. Alle vier haben die deutsche Staatsbürgerschaft. Wenn ich eines dieser Kinder wäre, würde ich mich benachteiligt fühlen, wenn ich dann als Ausländer schlechtere Karten bzgl. des Studienplatzes hätte. In diesem speziellen Falle trifft es aber nicht zu, weil beide bereits das Fach ihrer Wahl studieren.

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salisburgo 28.05.2013, 16:13
3. Wer soll das bezahlen?

Es ist eben eine Kostefrage. Wenn die deutsche Regierung strikt gegen Ausgleichszahlungen ist, was bleibt dann noch über? Deutschland "exportiert" mehr Studenten als es aufnimmt. Wie kommen die anderen Länder dazu, deren Ausbildung zu zahlen?
Das hat nichts mit Ellenbogenmentalität zu tun. Ich bediene mich ja auch nicht aus anderer Leute Kühlschrank, ohne zu zahlen.
Und für die Österreich lebenden lässt sich sicher eine Lösung finden. Hauptwohnsitz seit so und so vielen Jahren z.B.. Da gibt es viele Möglichkeiten

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Carlo Nappo 28.05.2013, 16:52
4. Och Joh!

Zitat von salisburgo
Es ist eben eine Kostefrage. Wenn die deutsche Regierung strikt gegen Ausgleichszahlungen ist, was bleibt dann noch über? Deutschland "exportiert" mehr Studenten als es aufnimmt. Wie kommen die anderen Länder dazu, deren Ausbildung zu zahlen? Das hat nichts mit Ellenbogenmentalität zu tun. Ich bediene mich ja auch nicht aus anderer Leute Kühlschrank, ohne zu zahlen. Und für die Österreich lebenden lässt sich sicher eine Lösung finden. Hauptwohnsitz seit so und so vielen Jahren z.B.. Da gibt es viele Möglichkeiten
Das ist eine vorsätzlich falsche Darstellung und stimmt so nicht.
In Deutschland sind es ebenfalls über 11% Ausländeranteil, die hier kostenfrei studieren. Die Gesamtanzahl der Studierenden liegt hier bei derzeit 2,2 Millionen, in Österreich ziemlich genau entsprechend der niedrigeren Bevölkerungszahl bei rund 250.000.
Knapp und präzise: Deutschland nimmt fast soviel ausländische Studenten auf, wie Österreich insgesamt hat. Wird hier diesbezüglich seit Jahren auch nur ansatzweise so gejammert, wie in Österreich?

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hartmannulrich 28.05.2013, 16:59
5. Die Lösung wären Studiengebühren

Andere Länder freuen sich, wenn ihre Universitäten internationalen Zulauf haben - und machen ein Geschäft damit. Es ist klar, daß kleine Länder überproportional viele Studenten aus dem Ausland haben. Die Lösung könnten Studiengebühren sein; für einheimische Studenten kann man mit Stipendienprogrammen einen Ausgleich schaffen. Ich nehme an, das wäre EU-kompatibel.

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quark@mailinator.com 28.05.2013, 17:02
6. 1 = 1

Mal wieder ein schönes Beispiel, wie Theorie und Praxis in der EU auseinander laufen. Egal ob beim Euro, beim Schengen-Abkommen oder eben bei den Studenten - man hat eine nette Idee und macht einfach mal ... nur um dann zu sehen, wie die Realität die Widersprüche verstärkt. Am Ende ärgern sich junge Österreicher über die Deutschen. DAS kann bei der Völkerverständigung natürlich nur hilfreich sein :-(.

Der Logik nach gibt es Länder mit genauso vielen Einwohnern, welche Studenten abgeben, wie jene, die Studenten aufnehmen. Insofern dürfte es bei Abstimmungen recht zufällig ausgehen. Das Bildungsministerium sollte sein Geld lieber in deutsche Hochschulen stecken und hier die Kapazitäten ausbauen, als das Ausland dafür zu bezahlen, daß es dort Hochschulkapazitäten aufbaut.

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jensjavea 28.05.2013, 17:09
7. optional

unsere Ösis, weißer Adler auf weißen Grund, man kann sowas nicht erfinden, es existiert einfach. wie wäre es wenn wir freiwillig die Zahl der Touristen, den Deutschen Studenten in Austria anpassen, Ich weren eine Iniative ins Leben rufen

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Sendmann 28.05.2013, 17:29
8. Rosinenpickerei

Deutsche Studenten möchte man nicht, die fertigen deutschen Ärzte und Ingenieure dann doch!

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brux 28.05.2013, 17:34
9.

Zitat von quark@mailinator.com
Mal wieder ein schönes Beispiel, wie Theorie und Praxis in der EU auseinander laufen. Egal ob beim Euro, beim Schengen-Abkommen oder eben bei den Studenten - man hat eine nette Idee und macht einfach mal ... nur um dann zu sehen, wie die Realität die Widersprüche verstärkt. Am Ende ärgern sich junge Österreicher über die Deutschen. DAS kann bei der Völkerverständigung natürlich nur hilfreich sein :-(.
Da es für den europäischen Integrationsprozess kein Vorbild gibt, ist die Erwartung, dass man alles im voraus abschätzen kann, irreal. Leider ist dieser Wunsch nach vorgreifender Finalität eine echte deutsche Macke.

Man muss die Probleme so behandeln, wie sie kommen. Österreich kann nicht einfach EU-Studenten abweisen und Deutschland hat kein Recht, seine Bildungsmisere zu exportieren. Man wird sich also arrangieren müssen, wie in allen europäischen Fragen.

Das einfachste sind Studiengebühren, denn warum soll ich als deutscher Steuerzahler dafür aufkommen, dass ein Deutscher/eine Deutsche unbedingt Arzt werden will? Diese Gebühren kann man ja sozial staffeln.

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