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Pisa-Ergebnisse: Jungs sind besser als Mädchen
Corbis

Jungs können mehr und erzielen Spitzenleistungen, Mädchen landen nur im Mittelfeld. Die Pisa-Studie offenbart einen großen Geschlechterunterschied in allen Ländern. Warum ist das so?

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vanhir87 01.04.2014, 19:14
30. Na klar!

Zitat von cutestrabbitonearth
Weil die Ergebnisse in den skandinavischen Ländern, in denen Frauen und Männer in der Gleichstellung fortschrittlicher als hier sind, beweisen, dass es eben keinen von der Natur aus festgelegten geschlechtsspezifischen Unterschied gibt.
Achso, deswegen hat also Norwegen auch seine staatlich geförderte Genderforschung gekippt. Natürlich weil sich dieses Gendermärchen als vollkommen richtig, plausibel und bewiesen geoutet hat. So was aber auch...
Ich durfte mal herzlich lachen. Danke!

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tadamtadam 01.04.2014, 19:14
31.

Zitat von cutestrabbitonearth
Weil die Ergebnisse in den skandinavischen Ländern, in denen Frauen und Männer in der Gleichstellung fortschrittlicher als hier sind, beweisen, dass es eben keinen von der Natur aus festgelegten geschlechtsspezifischen Unterschied gibt.
nein, das beweist es nicht zwingend. es kann auch nahelegen, dass in skandinavien aufgrund der besseren gleichstellung mit den unterschieden besser und unverkrampfter umgegangen wird.

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Lichtgestalt1503 01.04.2014, 19:15
32. Na

Zitat von feuercaro1
Nun, gut in etwas ist man, wenn es einen interessiert, Spaß macht und man darin gefördert wird. ...

da haben sie ja fast alle gängigen Klischees beisammen...
Ich lebe in einer Großstadt, meine beiden Kinder gehen zur Schule bzw. Kindergarten und natürlich gibt es Menschen die ihre Kinder nach den uralten Klischees aufziehen aber kennen tuen wir keinen einzigen Menschen der so tickt. Ich halte das was sie beschrieben haben für Ausnahmen und nicht die Regel - die Gesellschaft hat sich dann doch in den letzuten 30 Jahren entwickelt. Das ist zumindest meine Lebensrealität.

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superfake2012 01.04.2014, 19:17
33. Auf der Suche nach ein paar Zahlen und Fakten...

...welche diese nun wirklich in Grund und Bogen diskreditierte Veranstaltung namens Pisa an dieser Stelle stützen, findet man übrigens einen interessanten Spiegel-Artikel: http://www.spiegel.de/gesundheit/sex/geschlechter-forschung-frau-muss-man-sein-a-844079.html

Ich gestatte mir mal ein wenig Copy+Paste:

Mädchen sind besser in der Schule, mittlerweile auch in den "klassischen" Jungs-Fächern wie Mathematik.
Mädchen machen häufiger Abitur und studieren, Jungs schmeißen häufiger die Schule.
Frauen rauchen weniger als Männer, nehmen nicht so häufig Drogen, leiden nicht so sehr unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und sie leben länger.
Frauen sind seltener kriminell.

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atech 01.04.2014, 19:17
34. biologische Ursachen

Zitat von lagerbaer
"Warum es nicht einfach als gegeben hinnehmen, dass Leistung geschlechterspezifisch anders verteilt ist?" Ganz einfach weil es keinen Grund gibt, einfach nur mit den Schultern zu zucken und zu sagen "Ist halt die Biologie". Ist es nämlich nicht.
vielleicht schon. Ein möglicher Erklärungsansatz wäre folgender: die Gene für Intelligenz liegen hauptsächlich auf dem X-Chromosom. Wie man weiß, haben Männer ein X- und ein Y-Chromosom. Auf dem Y-Chromosom liegen ausschließlich Gene, die den Embryo, der von Natur aus beide Geschlechtsanlagen hat, männlich werden lässt.

Wenn auf dem einen X-Chromosom, das der Junge hat, Gene für hohe Intelligenz liegen, dann wird aus ihm ein hochbegabter Junge/Mann. Liegen auf dem einzelnen X-Chromosom Gene für niedrige Intelligenz, dann wird aus ihm ein wenig begabter Junge/Mann. Damit wären die beiden Intelligenz-Extreme, die man bei Jungen/Männern beobachtet, erklärt.

Mädchen/Frauen haben zwei X-Chromosome, d.h. ihre Intelligenz ist ein Mittelwert aus beiden X-Chromosomen. Da intelligente Männer leider eher gutaussehende anstatt intelligente Frauen heiraten und intelligente Frauen zwar intelligente Männer heiraten, aber häufig keine Kinder bekommen, kommt die Konstellation: "hohe Intelligenz bei beiden Elternteilen" selten vor, daher gibt es auch sehr wenige hoch intelligente Mädchen/Frauen. Die sich ihrerseits auch selten fortpflanzen...

Die Ehe von zwei Elternteilen mittlerer Intelligenz (die wohl häufigste Konstellation) führt zu Nachwuchs von mittlerer Intelligenz.

Wenn Sie mir widersprechen wollen, dann sollten Sie argumentieren, dass bei den Mädchen/Frauen immer ein X-Chromosom inaktiviert wird, dass bei der Gametenbildung (Eizellen und Samenzellen) bei Meisose und Mitose die Chromosomen rekombiniert werden und dass auch die Epigenetik eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt...

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Friedrich der Streitbare 01.04.2014, 19:17
35. Empörend

diese Verletzung der Chancengleichheit ! Dies muss sofort ein Ende haben. Jede Schule bekommt einen Gleichstellungsbeauftragten. der dafür Sorge zu tragen hat, dass die Jungen ihre diskriminierendes Verhalten sofort einstellen und sich ebenfalls ins Mittelfeld gesellen.

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stefanbanach 01.04.2014, 19:19
36. Da wird wiedereinmal nicht unterschieden...

...zwischen Prämisse und Konklusion!
Ersteinmal wird der Test ja am PC durchgeführt - das ist für viele Mädchen schon genug Neuland im Gegensatz zu den Jungs, die oft ihre Tage mit Zocken vor dem Rechner verbringen!
Vertrautheit schafft Sicherheit!

Der Theorie "Oh es gibt ja scheinbar doch biologische Unterschiede, Frauen und Männer sind doch nicht gleich befähigt für diverse Sachen!" widerspricht einfach schon die Tatsache, dass in den skandinavischen Ländern Jungen und Mädchen gleichermaßen Spitzenleistungen erbrachten.
Das ist das Prinzip: "Wenn ich jemandem oft genug sage, er kann es nicht, dann kann er es auch nicht!"
Das Klischee "Mädchen können kein Mathe" hält sich leider noch zu stark...
Zudem werden Jungs viel häufiger dazu ermutigt, neues auszuprobieren, während Mädchen ängstlich behütet werden - das schlägt sich auch auf die Denkweise nieder!
Ich selbst hatte gottseidank nie Probleme mit Mathe und habe auch bei Wettbewerben alle männlichen Konkurrenten hinter mir gelassen. Vielleicht weil mir daheim immer beigebracht wurde, dass ich alles erreichen kann was ich möchte- und Mädchen eben nicht schlechter sind als Jungen!

Aucht fand man schon in der Mitte des 20. Jahrhunderts schon viele Naturwissenschaftlerinnen in Osteuropäischen Ländern- als man hier den Frauen noch einredete, sie seien für soetwas nicht geschaffen!

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alaunemad 01.04.2014, 19:20
37.

Zitat von Luna-lucia
bei uns an der LMU-München, sind aber trotz aller Pisa-Studien, diese "Wertesammler" sollten mal bei uns in den Hörsälen sitzen müssen, denn dann würde sie schnelle sehen, was uns Mädchen, von den Jungs, wirklich unterscheidet! Das beginnt schon bei der Kreativität ... Selbst in rein mathematischen Formulierungen, sind wir den meisten Jungs überlegen. Zugegeben, Jungs sind im "Basteln" meist besser. Aber damit allein, kommt man heute auch nicht besonders weit!
Dein Text ist etwas konfus und umständlich zu verstehen, aber die Aussage ist wohl, dass in deinem Studienfach Mädels besser sind als Jungs. Das ist eine interessante Erkenntnis, die man so akzeptieren kann. Darf ich fragen was du studierst, dass man Basteln, mathematische Formulierungen und auch Kreativität im Hörsaal braucht?

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Banause_1971 01.04.2014, 19:21
38. Und ein solches Ergebnis,

obwohl Jungs doch bereits im Kindergarten in ihrer natürlichen Entwicklung unterdrückt werden. Respekt. Jungs werden ja mehr und mehr zu Mädchen erzogen, sollen still sein, artig sein, nicht laut rumschreien, keinen Fußball mehr spielen sondern mit Puppen, etc. Typisches Jungenverhalten wird von den Erzieherinnen als "auffälliges" Verhalten bewertet, welches mit Medikamenten an das Mädchenverhalten anzupassen ist. Man sollte evtl. einfach akzeptieren, das Mädchen Mädchen sind, und Jungs Jungs. Geschlechtergleichmacherei ist allerübelster Unfug und tut keinem gut. Aber wer sowas laut ausspricht, ist ja frauenfeindlich. Männerfeindlich ist ja nichts,.. gar nichts. Kranke Welt.

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yggip 01.04.2014, 19:21
39.

Zitat von lagerbaer
"Warum es nicht einfach als gegeben hinnehmen, dass Leistung geschlechterspezifisch anders verteilt ist?" Ganz einfach weil es keinen Grund gibt, einfach nur mit den Schultern zu zucken und zu sagen "Ist halt die Biologie". Ist es nämlich nicht.
Dem kann ich nur zustimmen. Der Test sagt nicht wirklich etwas über Mädchen und Jungen aus und schon gar nichts über genetische Voraussetzungen. Die Überschrift ist tendenziös, denn es geht hier nur um einen kleinen Ausschnitt der menschlichen Intelligenz. Wenn man die Wichtigkeit der Gene überbetont, ist man ziemlich schnell bei weiteren Differenzierungen (dunkle oder helle Hautfarbe, Asiat oder Skandinavier, etc.) Entscheidend ist die Sozialisation. Und unsere Gesellschaft behandelt Mädchen und Jungs eben unterschiedlich.

Die Statistik sagt auch nichts über einen einzelnen Menschen aus. Es gibt wahrscheinlich etliche Mädchen und auch Jungs, die mir beim technisch-mathematischen Verständnis deutlich überlegen sind. Etliche sind mir sicher auch unterlegen.

Die Schlussfolgerung aus dieser PISA-Studie sollte sein: Wir behandeln alle Menschen gleich und achten besonders darauf, dass weder Jungs noch Mädchen im Alltag diskriminieren werden und lassen allen dort eine Förderung zukommen, wo die Gesellschaft für Ungleichheit sorgt. Es geht um Chancengleichheit und nicht um Gleichmacherei.

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