Forum: Leben und Lernen
PISA - keine Besserung an Deutschlands Schulen?

Die neue Pisa-Studie liegt vor, Lesen ist der Schwerpunkt - und die Ergebnisse sind für Deutschlands Schüler durchwachsen. Sie haben ihre Position leicht verbessert, sind aber von den Spitzenländern noch weit entfernt. Was muss für die Ausbildung getan werden?

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sitiwati 07.12.2010, 09:21
10. naja, wenn

Zitat von pi-news.net
Deutschland hat ein kostenloses Schulsystem und jeder kann mit Anstrengung einen guten Schulabschluß erreichen. Dafür muß man sich auf den Hosenboden setzen und lernen, auch wenns "uncool" ist. Und vorher.....
ich jetzt den letzten Test meines Sohnes in früher Geschichte anschau , kommen mir Zweifel
Frage: was war die herausragende Erfindung zum Herstellen von Waffen: der Steinbohrer
was waren dei 4 wichtigsten Orte zum Hausbau? gefragt war eigentlich, was waren die wichtigsten Utensilien !
wo wohnten dei Steinzitmenschen: in Zelten und Höhlen, schrieb mein Sohn, Korrektur, unter Felsvorsprüngen !

der Test selber, war eine ziemlich schlampige Kopie einer handschriftlichen Fragestellung, sag ich mal, und das in der 6.Klasse Gym, ich denke nächstens werden Butterbrotpapiere verwendet!

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shopgirl1 07.12.2010, 09:26
11.

Zitat von baloo55
Wenn heute bereits diskutiert wird, eine KiTa-Pflicht einzuführen, sollte man das den Eltern hinter den Spiegel stecken. Und den Politikern, die das zu Hause bleiben der Kinder auch noch finanziell fördern.
Na, dann muesste Frankreich ja an der Spitze liegen? Tut es das?
In der PISA-Studie werden Aepfel mit Birnen verglichen, um mal eine alte Redensart zu verwenden.
Staaten, die teilweise vollkommen verschiedene Bevoelkerungsstrukturen, Wirtschaftssysteme, soziale Hintergruende und gesellschaftliche Bedingungen aufweisen, werden miteinander verglichen,

indem man das Wissen einer ausgewaehlten Gruppe von 15jaehrigen Schuelern testet ,

um dann Rueckschluesse auf den Wert des Bildungssystems dieses Staates zu ziehen.

Lachhaft.

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mooksberlin 07.12.2010, 09:27
12. Interessant

Zitat von pi-news.net
Deutschland hat ein kostenloses Schulsystem und jeder kann mit Anstrengung einen guten Schulabschluß erreichen. Dafür muß man sich auf den Hosenboden setzen und lernen, auch wenns "uncool" ist. Und .....
Interessant, dass man hier einen Foristennamen tragen darf, der Werbung für einen menschenverachtenden und hetzerischen Blog macht .
Hätten Sie die Ergebnisse der neuesten Pisa-Studie gelesen, dann würden Sie zu anderen Ergebnissen kommen.
Auch andere Länder haben Unterschichten und Migranten, allerdings ist in Deutschland die Bildungsdiskrepanz zwischen den bürgerlichen Kindern und den Kindern aus weniger bevorzugten Elternhäusern am höchsten.
Kinder aus bildungsfernen Schichten müssen nicht automatisch dümmer oder weniger begabt sein, deswegen muss die Schule (leider) das übernehmen, was das Elternhaus eigentlich leisten sollte. Frühkindliche Förderung, Sprachunterricht in der Vorschule und ein Ende der viel zu frühen Selektion würden hier schnell bessere Ergebnisse bringen. Teamteaching ( zwei Lehrer pro Klasse oder ein Lehrer plus Sozialpädagoge) wie z.B. in Japan praktiziert, halte ich zudem für einen guten Ansatz.

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dualbore 07.12.2010, 09:29
13. ..,-

signifikant besser wird es eh erst, wenn wir "Unterricht" neu denken. Solange Schule allerdings in gewissen bürgerlichen Kreisen weiterhin als Selektionsanstalt gesehen wird, die darauf beruht, möglichst große Mengen mehr oder weniger relevanter Inhalte auswendig zu lernen, wird das nix. Wir werden zwar weiterhin Verbesserungen auf niedrigem Niveau erleben, aber nichts grundlegendes. Keine Angst!

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HerrPausB 07.12.2010, 09:31
14. Wann endlich...

...fängt man an, wenigstens einige der Ursachen in Angriff zu nehmen:
- Zerschlagung der Nomenklatur in den Kultusministerien
- Lahmarschigkeit, Bräsigkeit, kleinkarierte Bildungshoheit der Länder
- völlig überholte Curricula (ich komme nur als Beispiel gerne wieder auf den ach so tollen "Homo Faber" zurück, auch wenn einigen Leerkörpern hier im Forum dabei einer abgeht)

- pädagogische Inkompetenz zu Tausenden und das verbeamtet
- teilweise panische Angst vor Kindern und Jugendlichen
- Burn out
- mehr Demokratie, mehr Freiwilligkeit auch an den Regelschulen
- kreative Atmosphäre schaffen will gelernt sein

- Lernen lehren will gelernt sein

- Ganztagsschule als Lebensraum und nicht als Lernzwangsjacke

- mehr Vertrauen, weniger Kontrolle bei den Kindern

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shopgirl1 07.12.2010, 09:31
15. .

Zitat von Jemand03
Nicht ganz. Zwar darf man den Einfluss, den das Lernen hat, nicht unterschätzen, aber in deutschen Schulen hängt immer noch eine Menge von der Herkunft ab. Der Lehrer/die Lehrerin nehmen noch immer bevorzugt Kinder aus "besseren Hause" ran, wenn sich mehrere melden und sind bei denen auch wesentlich nachsichtiger, wenn eine Antwort mal nicht so perfekt ist. Das schlägt sich dann auf die Note nieder.
Vielleicht sollte man endlich mal die Paranoia ablegen.

Eruieren Sie mal, wieviele gesellschaftlich einflussreiche Personen in Wissenschaft und Wirtschaft nicht aus "besserem Hause" kommen, sondern teilweise aus ganz einfachen Verhaeltnissen.

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857IJS 07.12.2010, 09:31
16. Oh je

Zitat von Izmir.Übül
Man könnte u.a. damit aufhören, Lehrer zu verbeamten (wird ja auch teilweise schon gemacht), damit die nicht mehr ein Drittel ihrer Stunden ohne persönliche Konsequenzen ausfallen lassen können.
Wenn der Fall eintreten sollte, wird sich niemand mehr finden, der dem sozialen Bodensatz auf Kosten der eigenen Gesundheit auch nur eine binomische Formel beibringen wird.

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forumgehts? 07.12.2010, 09:32
17.

Zitat von Jemand03
Nicht ganz. Zwar darf man den Einfluss, den das Lernen hat, nicht unterschätzen, aber in deutschen Schulen hängt immer noch eine Menge von der Herkunft ab. Der Lehrer/die Lehrerin nehmen noch immer bevorzugt Kinder aus "besseren Hause" ran, wenn sich mehrere melden und sind bei denen auch wesentlich nachsichtiger, wenn eine Antwort mal nicht so perfekt ist. Das schlägt sich dann auf die Note nieder.
Das aber auch nur, wenn das "bessere" Kind auch besser erzogen ist und nicht dauernd durch Unverschämtheiten, Disziplinlosigkeit usw auffällt. Wer Personalverantwortung hat, wird - oft auch unbewusst - immer diejenigen benachteiligen, die er nicht leiden kann. Bei unserem Sohn flippten die Erwachsenen oft aus, nur weil er noch "bitte" und "danke" sagen konnte.

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pi-news.net 07.12.2010, 09:32
18. Nicht jammern, sondern lernen!

Zitat von Jemand03
Nicht ganz. Zwar darf man den Einfluss, den das Lernen hat, nicht unterschätzen, aber in deutschen Schulen hängt immer noch eine Menge von der Herkunft ab. Der Lehrer/die Lehrerin nehmen noch immer bevorzugt Kinder aus "besseren Hause" ran, wenn sich mehrere melden und sind bei denen auch wesentlich nachsichtiger, wenn eine Antwort mal nicht so perfekt ist. Das schlägt sich dann auf die Note nieder.
Das sind genau die Ausreden die ich meine!
Wer fleissig ist, der kann auch in seinen schriftlichen Arbeiten glänzen. Das hängt nicht von der Willkür der Lehrer ab. Außerdem kann man Lehrer nicht so pauschal verurteilen. Es mag einige geben, aber davon sollte sich ein tüchtiger Migrant/"aus schlechterem Hause" nicht abhalten lassen.
Ungerechtigkeit gibt es überall im Leben. Das sollte man nicht als Vorwand nehmen, an seinem schulischen Erfolg zu arbeiten.

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endbenutzer 07.12.2010, 09:36
19. Sündenbock

Zitat von gaga007
Die Ausbildung der Schüler muß als Produkt gesehen werden, dass Lehrer leisten müssen, dafür werden sie bezahlt. Wenn Lehrer ein nur mäßiges (Arbeits-)Ergebnis abliefern können, sollten diese Leher unter Druck gesetzt werden...
Na prima! Da hätten wir den Schuldigen ja gefunden. Einzig der Lehrer ist schuld daran, dass die Bildung hierzulande schlechter ist als in anderen Ländern. Es ist immer bequemer, einen Sündebock zu präsentieren, als sich um die strukturellen Probleme zu kümmern.

Natürlich gibt es auch unter Lehrern schwarze Schafe. Einen ganzen Berufsstand in Mißkredit zu bringen ist jedoch keine Lösung.
Davon abgesehen: Gib einem Elektriker schlechtes Werkzeug und sieh dann nach, welches Arbeitsergebnis er abliefert...

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