Forum: Leben und Lernen
Pisa-Koordinatorin Reiss: "Bildungserfolg hängt stark vom Elternhaus ab, leider"
Maurizio Gambarini/ DPA

Fast alle Jugendliche besitzen heute ein Smartphone, das allein macht sie aber noch lang nicht medienkompetent, sagt Bildungsforscherin Kristina Reiss. Sie brauchen Hilfe von Eltern - und Schulen.

freigeistiger 02.12.2019, 14:47
1. Nicht aussagekräftige kurze Mitteilung

Es handelt sich hier nur um eine kurze Mitteilung mit wenig Inhalt. Informativ zu dem Thema sind die Aussagen von Prof. Dr. Elsbeth Stern über Intelligenz (als Suchbegriffe im Internet). Wichtig für den Bildungserfolg ist in den Familien die Beschäftigung mit den Kindern. Existenziell wichtig ist gutes und richtiges Sprechen, mit den Kindern, und in der Familie. Der gute Umgang miteinander und jeden Ernst nehmen, das ist was Bildungsfamilien (Bildung und Intelligenz) ausmachen. Nicht der akademische Grad oder das Einkommen. Eine gute Dokumentation dazu ist "Wir sind nicht arm, wir haben nur kein Geld." Eine Tochter in einer Bildungsfamilie mit ALG-II Einkommen.

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Lucid_2_Win 02.12.2019, 16:26
2. Excuse me wtf!?

Es gibt durchaus auch YouTube Kanäle, die bilden und Medienkompetenz vermitteln. Ich habe meine 15 Punkte im Geschichts Abi größtenteils Mrwissen2go zu verdanken und Medienkritik gibt's bei Ultralativ und Simplicissimus (die haben auch anderes im Angebot).

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klimaterium 02.12.2019, 17:41
3. Nochmal

Ich sag das jetzt nochmal, beim 1. Mal irgendwie untergegangen....: wie soll es denn ohne Elternhaus funktionieren?

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freigeistiger 02.12.2019, 19:23
4. Guter Unterricht hängt an der Persönlichkeit des Lehrers

Finnland gilt als PISA-Vorbild. Dort werden Lehramtskandidaten vor dem Studium getestet. Die zehn Prozent Besten werden angenommen. Guter Unterricht hängt hauptsächlich ab von der Persönlichkeit des Lehrers. Unabhängig von der Unterrichtsart und der Klassengröße. Das sind die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen. In Deutschland gibt es als Zulassungsvoraussetzung einen NC. Ein Drittel der Leharmtsstudierenden gehen nicht in den Unterricht.

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mlarsen 03.12.2019, 09:24
5.

Zitat von freigeistiger
Finnland gilt als PISA-Vorbild. Dort werden Lehramtskandidaten vor dem Studium getestet. Die zehn Prozent Besten werden angenommen. Guter Unterricht hängt hauptsächlich ab von der Persönlichkeit des Lehrers. Unabhängig von der Unterrichtsart und der Klassengröße. Das sind die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen. In Deutschland gibt es als Zulassungsvoraussetzung einen NC. Ein Drittel der Leharmtsstudierenden gehen nicht in den Unterricht.
Wenn das Elternhaus keinen Wert auf Bildung legt und dies nicht vermittelt, dann helfen die besten Lehrer nichts. Deshalb ist das Elternhaus so wichtig.

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freigeistiger 03.12.2019, 11:00
6. Beides ist wichtig

Im Elternhaus werden die Grundlagen gelegt für die Freude und das Vermögen für Lernen. Guter Unterricht ermittelt weitergehendes Wissen. Beides ist notwendig. Nehmen Sie meine Beiträge @1 und @4. zusammen. Erziehung und Bildung findet in der Familie und im Umfeld statt. Schule ist zuständig für den Schulerfolg.

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rw54993 03.12.2019, 22:55
7. "Leider" oder "natürlich"?

Bildungserfolg hängt vom Elternhaus ab, wer hätte das gedacht. Da Intelligenz als Populationsmerkmal eine hohe Heritabilität aufweist, ist das überhaupt nicht erstaunlich, sondern geradezu zu erwarten. (Bevor jemand kommt und sagt "Mein Nachbar seine Tante ist auch dumm, aber deren Kinder haben alle Medizin studiert": Es geht darum, dass sich die Intelligenzvariation innerhalb einer Population zu großen Teilen genetisch erklären lässt. Einzelfälle wie der angeführte belegen und widerlegen nichts.)
Neben der Intelligenzkomponente liegt doch auch auf der Hand, dass ein bildungsnahes, einkommensstarkes Elternhaus den Bildungserfolg seiner Kinder eher günstig beeinflussen kann als ungebildete Arme. Die Anwältin und der Diplomingenieur können den Kleinen wohl besser bei den Latein- und Mathematikhausaufgaben helfen als die Putzfrau und der Lkw-Fahrer.
Wenn jetzt jemand sagt, dass es OECD-Staaten gibt, bei denen der Bildungserfolg weniger stark vom Elternhaus abhängt, wie etwa in den USA, dem sei gesagt: Das dortige, völlig dysfunktionale Gesamtschulsystem verdummt eben alle auf niedrigem Niveau, unabhängig von der Herkunft. Das ist der feuchte Traum der politischen Linken: Niemand kann irgendwas, aber das ist dann wenigstens fair, da unabhängig von Begabung, Herkunft oder Begüterung. Die Linke vergisst dabei, dass die großzügig verplanten Sozialausgaben (bedingungsloses Grundeinkommen etc.) auch von Menschen erwirtschaftet werden müssen, die tatsächlich etwas können müssen, also die obere Mittelschicht, die ihre Kinder aufs Gymnasium schickt ...

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