Forum: Leben und Lernen
Pisa-Studie: Deutsche Schüler landen auf Platz 16 von 72
DPA

Im internationalen Schulvergleich Pisa hält sich Deutschland im oberen Mittelfeld. Aber bei der Frage, wie viele Schüler sich eine Karriere in den Naturwissenschaften vorstellen können, schneiden nur zwei Länder schlechter ab.

Seite 1 von 16
-seltsam- 06.12.2016, 11:12
1. Das zeigt

deutlich, wie sehr wir eine unserer wichtigsten Ressource - die Bildung - in den Perspektiven für Beruf und Karriere vernachlässigen. Wenn Schüler kaum Perspektiven in den naturwissenschaftlichen Karrieremöglichkeiten sehen, läuft etwas schief. Dabei ist Bildung eine unserer wichtigsten gesellschaftlichen Standbeine.

Beitrag melden
trimark 06.12.2016, 11:17
2. Die alte Laier...

Und wieder zeigt sich: Was in Deutschland unterrichtet wird, wird in keiner Studie abgebildet. Trotzdem sind es unsere Schüler, die später als Ingenieure in aller Welt gesucht sind. Es geht nämlich nicht ums Auswendiglernen (->Pisa) sondern um das vernetzte denken. Und das fragt bis heute keine Studie ab. Traurig

Beitrag melden
veruli 06.12.2016, 11:17
3.

Wollen wir auf Platz 1? Und ein Schulsystem wie die Asiaten? Hier sollen Kinder kritisch und deduktiv denken lernen. Das soll uns auf Platz 1 befördern? Die Asiaten büffeln doch bekanntlicherweise in ihrem Schulsystem bis zur Erschöpfung. Rezente Artikel über Korea gabs doch auch auf SPON.

Beitrag melden
elex182 06.12.2016, 11:18
4. Venn-Diagramm

Die Platzierung Dänemarks ergibt im dargestellten Venn-Diagramm keinen Sinn, da Dänemark laut dem Artikel die wenigsten Kinder hat, die sich eine Karriere in den Naturwissenschaften vorstellen können.

Beitrag melden
hugotheKing 06.12.2016, 11:20
5. Weniger Imageproblem

Es gibt an zahlreichen Hochschulen Studienanfänger in den naturwissenschaftlichen Fächern, wo die Studenten in den Schulen nicht einmal Informatik hatten. Teilweise hatten sie auch keine Physik. In Mathematik fehlt das grundlegende Basiswissen. Es ist schon erstaunlich, wie diese Studenten ihre Hochschulreife erhalten haben. Nein, ich glaube weniger, dass es am Imageproblem der MINT-Fächer das Problem zu suchen ist, warum viele Schüler lieber sprachliche Fächer wählen oder dass sie später "lieber etwas mit Medien machen wollen". Der Hauptgrund, warum die Schüler MINT-Fächer meiden, ist weil dafür auch mehr getan werden muss. Das logische Denken und das Verständnis für Naturwissenschaft kommt nicht dadurch zustande, indem man einige Fachvokabeln auswendig lernt. Abiturienten in Ostasien sind nicht deswegen in den MINT-Fächern deswegen so hervorragend, weil sie alle Formeln auswendig gelernt haben, wie viele hierzulande glauben. Nein! Es kommt daher, weil sie etliche Beispielaufgaben versuchen zu lösen. Training und Fleiß gehört in den MINT-Fächern dazu. Davor haben viele Schüler Angst und manchmal auch gar keine Zeit. Lieber wollen sie "leichten" Weg einschlagen, schließlich kann man auch "irgendetwas mit Medien" gut Geld verdienen, oder?

Beitrag melden
Ishibashi 06.12.2016, 11:21
6. Verständlich

Ich bin Naturwissenschaftler und würde jedem dringend davon abraten das zu studieren außer man macht es als Hobby. Das Studium ist unvergleichlich härter aber letztlich verdient man weniger als ein Lehrer wenn man den Gehalt pro geleistete Stunde rechnet. Hinzu kommt noch das schlechte Image. Speziell Chemie wird sehr irrational bewertet.

Beitrag melden
der.tommy 06.12.2016, 11:21
7.

Tja und woran liegt das wohl? Zu einem großen Teil daran, dass viele Eltern meinen, ihren Kindern die Welt nicht mehr erklären zu müssen und sich auch keine Mühe mehr geben genau das zu tun. Wenn das Kind fragt "warum" etwas so ist, wird die Frage gern mal ignoriert oder direkt gesagt "ist doch egal". So können Kindern kein Interesse daran entwickeln. Da können die Lehrer noch so motiviert sein. Hinzu kommt eine grundsätzlich negative Einstellung gegenüber Mathematik. Bevor auch nur ein Schüler heutzutage bereit ist, etwas in Mathe zu lernen, wird gefragt "wofür brauch man das denn".....gerade für ein Land wie Deutschland ist das gefährlich. Von der umsichgreifenden gleichmacherei, am besten noch Noten abschaffen, will ich gar nicht erst reden...

Beitrag melden
unzensierbar 06.12.2016, 11:24
8.

Leider bedeutet Pisa gar nichts. Ich weiß noch selber als ich vor Jahren noch auf Pisa üben musste anhand von alten Prüfungen. Dadurch wird das Ergebnisbild verzerrt. Es wird nicht der Wissensstand deutscher Schüler dargestellt, welcher weitaus schlechter wäre.

Beitrag melden
einwerfer 06.12.2016, 11:28
9. PISA und Bildung

@ 1: PISA hat nichts mit Bildung zu tun, sondern fragt Wissen ab. Schließlich steckt hinter PISA nicht eine Organisation, die für Bildung zuständig ist, sondern für Wirtschaft. Und die verlangt kleine Lernautomaten, die schnellstmöglich als Humankapital eingesetzt werden können.
Zustände wie in Japan oder Korea sind da schon fast ideal.

Beitrag melden
Seite 1 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!