Forum: Leben und Lernen
Plädoyer: Ich bin Lehrer, verbeamtet - und das ist auch gut so
DPA

Er hat eine Job-Garantie, keine Geldsorgen und erst der ganze Urlaub: Das Lehrer-Dasein weckt Neidgefühle. Zu Unrecht, sagt ein Pädagoge aus Hamburg - und fordert Beamtenstatus für alle Kollegen.

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fehlendesx 03.03.2015, 19:19
190. naturwissenschaftler, die in

miitel- oder Oberstufe als Lehrer in Dasein fristen, sind sowieso die schlechtesten,da sie jahrzehntelang einen Sprung in der platte haben. soviel auch zur Unterrichtsvorbereitung. welcher Profifußballer würde denn am liebsten mit der bier geschwängerten Truppe vom Bolzplatz kicken nonstop und ausnahmslos?
unter den blinden ist der einäugige König.
wer soziale Berufe ergreift des Geldes wegen ist dort ohnehin falsch.
und wer meint ein Lehramtsstudium biete die Möglichkeit des Millionen scheffelns in der Wirtschaft: wohlan, dann mach doch mal oder anders: danke für dein verschwendetes Genie.

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elizar 03.03.2015, 19:20
191.

Zitat von tomi schweizer
Herr elizar, Sie sind sehr oberlehrerhaft.....Beamte sind das Systemproblem, sie bedienen sich selbst über ihre ins Parlament geschickten Interessenvertreter ( Beamte ) ganz schön geschickt saugen sie den Staatshaushalt für ihre Belange aus....sehr asozial...............
Ganz ehrlich habe ich nicht Lust mit jemanden zu diskutieren, der Hunderttausende Menschen als Krebsgeschwür bezeichnet. Solche Wortwahl hatten wir schonmal in Deutschland.
Das Ausland ist neidisch auf die Effizienz des deutschen Staates. Aber vielleicht wollen Sie ja griechische Verhältnisse ...

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bild-leser 03.03.2015, 19:23
192.

Zitat von arthurpewty
Es ist schon erstaunlich, dass es in unserem Land so viele gebildete Menschen gibt, obwohl seit Jahrzehnten nur faule, unfähige und verbeamtete Lehrkräfte auf die Schülerinnen und Schüler losgelassen werden. Zum Glück gibt es so viele tolle Eltern, die alles zu hause auffangen. Ach ja, habe in einem Umfeld jemanden, der auch immer über die Lehrkräfte gelästert hat. Nach der ersten Geburtstagsparty seines Sohnes mit 8!!! Gästen war er völlig fertig. Er lästert nicht mehr.
Vorsicht, die meisten in dem Lehrer-Bashing-Forum haben so viel Schaum vor dem Mund, dass sie Ironie nkicht erkennen. Vorsichtshalber hätten Sie die Ironie kennzeichnen sollen.

In der Tat, jeden Tag sechs Stunden lang Kindergeburtstag zu feiern und das nicht nur mit acht, sondern mit etwa 30 Kindern und das ein ganzes Berufsleben lang, kann anstrengend werden. Die meisten Männer stehen das überhaupt nicht durch, schon gar nicht die hochqualifizierten High-Performer aus der freien Wirtschaft, die schicken dann ihre Ehefrauen in den Lehrerberuf, damit die auch was Eigenes haben ... so eine Art Jodel-Diplom. In den Grundschulen unterrichten zu 100 % Frauen, in den Gymnasien zu mehr 50%.

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hikaru 03.03.2015, 19:24
193.

Diese Aneinanderreihung von naiven Vorstellungen eines Beamten sind die beste Begründung, warum Lehrer keine Beamte sein sollten. Holt sie endlich raus aus ihrem Wolkenkuckucksheim und rein in die Realität!

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muunoy 03.03.2015, 19:24
194. Irgendwie eine blöde Diskussion hier

Also einerseits geht es hier darum, ob Lehrer Beamte sein müssen. Andererseits werden viele Vorurteile gegenüber Beamten, die leider wohl auch häufig zutreffen, nun ausschließlich auf Lehrer bezogen. Nützlich fände ich mal eine Diskussion, ob man heutzutage überhaupt ein Beamtentum braucht. Die CH hat es auch abgeschafft und kommt gut damit klar.
Das Beamtentum ist auch aus einem Grund negativ anzusehen, für den der einzelne Beamte gar nichts kann. Jeder Verbeamtung ist eine Neuverschuldung, da der Staat so tut, als ob jeder Beamte kurz vor der Pensionierung stirbt. Müsste der Staat ordentlich wirtschaften, so hätte er für die zu erwartenden Pensionszusagen Rückstellungen zu bilden. Leider wird das nicht gemacht, weshalb Beamte zunächst einmal sogar billiger erscheinen als Angestellte.
Ein weiterer Nachteil betrifft die Beamten selbst: Aufgrund der Erfahrung in meinem Bekanntenkreis muss ich feststellen, dass der Beamtenstatus wie ein Klotz am Bein wirkt. Man kann sich kaum durch Mehrleistung weiter entwickeln. Und wenn einem eine Sache keinen Spaß mehr macht, wechselt der Beamte nicht den Job, weil er ja kaum seine Privilegien aufgeben will bzw. kann. Wenn ich mir ansehe wie oft ich schon den Arbeitgeber und jetzt als Selbständiger den Auftraggeber gewechselt habe, weil ich wegen Demotivation zum Minderleister wurde, können mir die Beamten eigentlich nur leid tun. Also, ich würde mir meine Freiheit ungern durch die zugegeben üppigen Privilegien abkaufen lassen.
Noch was: Viele Beamte denken, dass sie in der feien Wirtschaft deutlich mehr verdienen würden. Das stimmt definitiv nicht, jedenfalls nicht netto und für die meisten. Aber wenn sie sich selbständig machen würden, könnte es klappen. Also, die Beamten, die immer nur Maulen, dass sie zu wenig verdienen (höre ich oft von Richtern, die eigentlich sehr gut verdienen), sollen sich einfach selbständig machen. Ich kenne da einen Lehrer, der sehr reich mit dem Verkauf von Skateboards wurde.
Zurück zu den Lehrern: Also, ich möchte den Job nicht machen. Selbst nicht als Beamter mit doppelten Bezügen.

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maxroos 03.03.2015, 19:26
195.

Zitat von kevinschmied704
ist so wie ich mit arbeitnehmer wünsche. ich bin bei der post und nur da haben die beamten die eier in der hose., der rest steckt ständig schläge ein und nimmt ungerechtigkeiten hin. wie. z.z. die tatsache das die meisten alles mit sich machen lassen um weiterhin in lohn und brot zu stehen. echt dabie sind es nicht die beamten ,sondern der arbeitnehmer der für seine situation schuld ist. das die angestellten der lehrer jetzt streiken ist nur gerecht. beamte dürfen übrigens nicht streiken. ;) ich kann den zukünftigen lehrern nur empfehlen voll auf konftrontatiuon zu gehen! zeigt dem kämmerer das er sein geld bei der wirtschaft einsparen soll und nicht bei lehrern und büchern! @post sie wollen mal wirklich einen getrettenen sehen, fragen sie die angestellten die noch kein festvertrag erhalten haben...dann wissen sie wie ein sklave ausschaut. mfg
Verehrter Kollege (im Sinn von "Beamter"),

Der Unsinn, dass Beamte "nicht streiken dürfen", ist ebenso falsch wie unausrottbar. Die Menscherechtskonventionen gehen qua GG allen innerstaatlichen Regelungen vor. Und das Streikrecht gehört nun mal zu den Grundrechten sowohl der Europäischen Menschenrechtskonvention als auch der UNO-Konvention.

Ich war Beamter an einer hessischen Schule und in den 70er Jahren haben wir gestreikt. Und es ist nichts passiert außer der rechtlichen völlig korrekten Gehaltskürzung für die Streikzeit. Unser damaliger Schulleiter (ein strammer CDU-Mann, später sogar Staatssekretär) hat unsre Streiks zur Kenntnis genommen, korrekt (wie er nun mal war - und DAS meine ich positiv!) "nach oben" gemeldet und das wars dann schon.

Also nicht bange machen lassen!

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RioTokio 03.03.2015, 19:29
196.

Zitat von coldstone
Ich bin Lehrer. Ich bin es aus Überzeugung. Ich bin es gerne. Ich bin Studiendirektor, also Beamter. Haben Lehrer "Hoheitliche Aufgaben"? Natürlich, denn sie geben ja qua Gesetz Noten. Müssen Lehrer dazu Beamte sein? Nein. In der Regel ist auch der "Standesbeamte" ein Angestellter. Für hoheitliche Aufgaben muss man nicht mal im öffentlichen Dienst sein - oder glauben Sie, dass der Mann vom TÜV Beamter ist, wenn er Ihnen -gesetzlich geregelt- die Plakette aufklebt oder gar verweigt (in diesem Fall wird der "Hoheitliche Akt" doch sehr deutlich)? Müssen Feuerwehrleute Beamte sein? Nein. Müssen Polizisten Beamte sein? Nein. Will ich Beamter sein? Bei gleicher Bezahlung wäre mir das egal! Als Angestellter im öffenlichen Dienst sind sie nach spätestens 15 Jahren auch unkündbar (also auch jeder Straßenwärte und sehr viele Kankenschwestern - angestellte Lehrer natürlich auch!) - überigens habe ich es noch nie (sic!) erlebt, dass ein Angestellter in öffentlichen Dienst gekündigt wurde. Deutlich mehr Pension im Alter? Eher nicht, denn alle (ja, alle) Angestellten im ÖD haben zusätzlich zur Rente noch eine "betriebliche Altersversorgung", die die größten Unterschiede ausgleicht. Üppige Bezahlung? Also, ich lebe ganz gut. Aber sind 4500€ brutto bei (übrigens sehr guten) Uniabschlüssen in Mathematik, Physik und Sozialwissenschaften zu viel? Mein Nachbar ist Sprengmeister in einem Kalkwerk und verdient brutto und netto mehr als ich - ich gönne es ihm. Würden Beamte und Angestellte gleich gut bezahlt (netto), dann wäre diese ganze Debatte überflüssig. Der Streik ist also sehr berechtigt. Daher habe ich dem Stundenplanmacher gesagt, dass ich keine streikenden Kollegen vertreten werde (wann auch, ich arbeite ja schließlich)!
Auch Ihnen ist nicht bwußt wie unfassbar privilegiert Sie sind.
Ein Großteil der Deutschen arbeitet eben nicht im ÖD und nicht in Großkonzernen die womöglich eine (meist bescheidene) Betriebsrente zahlen.

Die durchschnittliche Pension eines Beamten beläuft sich auf 2570 Euro, die eines Rentners auf 984 Euro.
Klar haben Beamte in d. Regel einen höheren Abschluss.
Allerdings ist unerklärlich, dass Rentner, die über 45 Jahre den höchsten Beitragssatz in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, im Jahr eine Höchstrente in Höhe von 2.200,00 EUR bekommen. Kaum einer bekommt die jedoch.
Jeder mittelmäßig qualifizierte Beamte hat mehr.

Das ist sozialer Sprengstoff, in höchstem Maße sozial ungerecht und deshalb so brisant, weil Politiker, Ministerialbeamte, Richter und Professoren - die Elite also - alle vom Abkassiersystem profitieren.
Keiner wird es ändern, weil die die es könnten, befangen bzw. korrumpiert sind, weil sie selbst mit abzocken.

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elizar 03.03.2015, 19:30
197.

Zitat von mcsunny
Und was Mann so in Elternabenden mitkriegt, der Wahnsinn! Zu feige die Kinder zu erziehen und allem Müll in der Schule abladen - immer sind die anderen Schuld.
Reden Sie in dem Absatz von Lehrern oder Eltern? Ich persönlich kann das bei so manchen Eltern im Elternabend bestätigen.
Und nein, die Lehrer können sich da tatsächlich kaum wehren. Man hat manchmal den Eindruck, dass man im Elternabend der Blitzableiter für alle Ungerechtigkeiten der Welt sein soll.

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birka12 03.03.2015, 19:33
198. Beamte

Da es das Beamtentum nirgendwo anders gibt, gehe ich davon aus, dass Deutschland die besten Lehrer auf unserem Planeten hat.
Finnland hat keine Beamte, dagegen bessere Schulen und bessere Lehrer, ausserdem, Schüler schneiden bei internationalen Vergleichen immer sehr gut ab.
Dass Sie offen Kritik äussern können, das ist ein Vorteil, man ist geschützt. Das ist allerdings auch der verbeamtete schlechte Lehrer. Auch eine arbeitsscheue Person z.B. ist lebenslang auf dem Trockenen.
"Gute Leute könnten in der Wirtschaft viel mehr verdienen", das verstehe ich, aber das ist nun wirklich nicht nur bei Lehrern der Fall.
Gute Lehrer sollte man gut bezahlen, schlechte nicht.
Grüsse aus Schweden!

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mcsunny 03.03.2015, 19:34
199. so so ...

Zitat von maxroos
Ist das vielleicht im Bundesland Mallorca? Studienrat in Hessen=A 13= EUR 4.272,40 ENDGEHALT nach 30 oder mehr Dienstjahren!!! Ggf. plus Verheiratetenzuschlag (macht den Bock auch nicht fett) abzüglich (mindestens) EUR 500,- für Krankenversicherung abzüglich Steuer. Hätten Sie eventuell vielleicht möglicherweise die unendliche Güte, meine soeben aus dem Internet entnommenen Werte bezüglich des Gehalts zu WIDERLEGEN? Danke schon mal im voraus! ;-)))
Sie verdienen also so viel, wie ein Handwerksmeister ihres Alters in der Industrie, der - nota bene - jederzeit kündbar ist.
Wieviel hätten Sie denn gern, so ohne jede Übernahme für irgendein Risiko ihres persönlichen Daseins?

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