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Plagiat: Politikberaterin Mathiopoulos verliert Doktortitel
DPA

Sie ging durch alle Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte - vergeblich: Die Publizistin Margarita Mathiopoulos darf sich nicht mehr Doktor nennen.

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futtermeister 12.12.2018, 08:08
10. Schlimme Macho-Kommentare hier

Ich habe als typischer Provinzmann die mediale Diskussion um Gender und Frauenrechte immer für viel zu aufgeregt und übertrieben gehalten. Die Kommentare hier auf SPON, einem Medium für eigentlich seriöse Leser, erschrecken mich aber gerade sehr. Hier wird eine Frau, die sich in einer Berufswelt durchgesetzt hat, in der viele Kommentarschreiber gar nicht erst landen würden, auf ihr Aussehen und ihr Geschlecht reduziert. Neid und dummer Machismus pur. Hätte ich in dieser primitiven Form in der heutigen Zeit nicht für möglich gehalten. Ich glaube, meine Provinz ist gar nicht mal so schlecht aufgestellt in Fragen Gleichberechtigung.

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isi-dor 12.12.2018, 08:30
11.

Wissenschaftlicher Betrug ist kein Kavaliersdelikt und es ist schon absurd, dass darüber die Gerichte befinden müssen. In Deutschland ist normalerweise allein der Promotionsausschuss der zuständigen Fakultät oder Graduiertenschule berechtigt, einen akademischen Titel zu VERLEIHEN. Ein juristisches Anrecht besteht darauf nicht. Ein Entzug des Titels durch den Promotionsausschuss kann daher auch nicht eingeklagt werden. Letztlich wurde nur das bestätigt und das ist gut so. Ich hoffe, sie muss auch die kompletten Verfahrenskosten selbst bezahlen.

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isi-dor 12.12.2018, 08:32
12.

Zitat von p.l.breitenstein
Der Fall des Direktors der Klinik am MPI für Psychiatrie lässt den Glauben an die Wissenschaft schwinden. Über 40% Plagiatsstellen in der Habilitationsschrift und passiert ist nichts. Die LMU stellt zwar fest, dass es Plagiate sind, aber bei 40% kann man von keinem Vorsatz ausgehen.... Mehr dazu unter: https://wissenschaftalsbeute.wordpress.com
Inzwischen ist in den meisten Bundesländern die Habilitation abgeschafft und nicht mehr relevant für die Berufung auf eine Professur.

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juba39 12.12.2018, 08:33
13. Mal anders herum

Ist zwar nett zu lesen, mehr aber auch nicht! Was eine Meldung, die unter "Gemischtes" in der Bunte richtiger wäre, in einen Wochenmagazin wie dem Spiegel sucht, mögen die verantwortlichen Redakteure selbst beurteilen. Erst recht, wenn im Artikel ihre Nähe zu Brandt, das einzige Fot aber den "Daiktatorensohn" Saif zeigt.
Muß man den Spiegel erst nochmals daran erinnern, daß mit der personellen Verquickung mit Springer dessen Niveau immer stärker beim Spiegel durchschlägt? Wie viele gute Leute haben die Spiegelmannschaft schon deshalb verlassen? Man möchte ja keinem persönlich zu nahe treten. Aber Verkaufszahlen sprechen eine eindeutge Sprache. Bin übrigens selbst ein "ehemaliger" KAUF-Leser.

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isi-dor 12.12.2018, 08:34
14.

Zitat von futtermeister
Die Kommentare hier auf SPON, einem Medium für eigentlich seriöse Leser, erschrecken mich aber gerade sehr. Hier wird eine Frau, die sich in einer Berufswelt durchgesetzt hat, in der viele Kommentarschreiber gar nicht erst landen würden, auf ihr Aussehen und ihr Geschlecht reduziert.
Das kann ich so aus den Beiträgen nicht herauslesen. Hier geht es um wissenschaftliches Fehlverhalten, Unterschleif und ungerechtfertiges Erschleichen eines akademischen Titels, sonst gar nichts. So etwas ist bekanntlich kein Merkmal irgend eines bestimmten Geschlechts.

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schmidt-post 12.12.2018, 08:47
15.

Zitat von isi-dor
Das kann ich so aus den Beiträgen nicht herauslesen.
Das war vorhin noch deutlich anders

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mantrid 12.12.2018, 09:00
16. Nachvollziehbares Urteil

Wer seinen Titel durch Betrug erlangt, darf ihn nicht behalten. Diebe dürfen ihr Diebesgut schließlich auch nicht behalten. Was für ehemalige Verteidigungsminister gilt, muss auch für diese Dame gelten. Dass sie sich in ihren Menschenrechten verletzt sieht, weil sie ihren durch Betrug erlangten Titel nicht behalten durfte, zeugt von Uneinsichtigkeit und einem stark unterentwicklelten Unrechtsbewusstsein. Damit ist sie objetkiv betrachtet auch als Honorarprofessorin an einer Hochschule nicht merh tragbar.

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isi-dor 12.12.2018, 09:10
17.

Zitat von schmidt-post
Das war vorhin noch deutlich anders
Da bin ich wohl zu spät aufgestanden. ;-)

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nickellodeon 12.12.2018, 09:31
18. Es wird

Ihr in ihrem Beharrungsvermögen darum gehen, das mit der aberkennung des Doktortitels ihre Honorarprofessuren in Braunschweig und Kiel? aufgekündigt werden. Das ist natürlich ein böser Imageverlust, wenn sich das ganze Leben auf Beziehungen und Titeln gründet.
Am besten an ihrem Lebenslauf gefällt mir, das sie als Vorstand der Norddeutschen Landesbank (die ihre Honoraprofessur mit 250.000€ gestiftet hat) nach Ihre Abberufung dort noch eine Kündigungsschutzklage angestrengt und gewonnen hat, bei der ihr 400.000 € Gehalt plus Dienstwagen zugestanden wurden.
Ansonsten viele Ämter und Vorstandsposten, die sich auf Visitenkarten gut ausnehmen, in der Realität nur wenig Substanz haben.

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don_leonardo_al_dente 12.12.2018, 10:13
19. und

dann noch ein Platz neben Gaddafi jr. . - was hätte Willy dazu gesagt ?

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