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Plagiatsaffäre der Bildungsministerin: Schavan muss um Honorarprofessur bangen

Sollte Bildungsministerin Annette Schavan ihren Doktortitel verlieren, müsste sie wohl auch mit dem Verlust ihrer Honorarprofessur an der FU Berlin rechnen. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung stünde ohne Titel da - und ganz ohne Studienabschluss.

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jadota 15.10.2012, 21:35
20. Wie ungerecht!

Man/frau promoviert katholisch, so dreist es geht, und am Ende steht man/frau ganz allein da, wie von Gott verlassen...\...Wie ungerecht!

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sebastianw13 15.10.2012, 21:55
21. Weder der Autor noch aetschm scheinen zu wissen,

Zitat von aetschm
Ihnen ist schon bewusst, dass h.c. für honoris causa (wegen der Ehre) steht? und dass die lateinische Übersetzung zu "Honorarprofessur" ist? Nein? Dann sollten Sie sich erstmal schlau machen...
dass einer Honorarprofessur nichts (oder nicht viel!) mit - auch wenn's ähnlich klingt - einem Titel honoris causa (h.c., der Ehre wegen) zu tun hat.

Eine Honorarprofessur ist mit einer Lehrtätigkeit (auf dem Niveau eines Professors) verbunden, die Titel h.c. schmücken aus verschiedenen Gründen, ohne dass damit ein Lehrauftrag verbunden ist.

Schlau machen sollte sich auch aetschm - oder etwas vorsichtiger!

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snobody2 15.10.2012, 23:04
22. Wen als nächstes loswerden?

Zitat von HarrySe
Wen wollen wir als nächstes loswerden? Bei Bedarf einfach die Dissertation des Politiker XY verdächtigen und die Medien machen den Rest.
Also, da wüsste ich schon einige Einzelpersonen noch, und jene Partei mit Außenminister würde ich auch gerne versenken. Nutzlose Leute, die ihre persönlichen Interessen vor das Gemeinwohl stellen, haben weder in der Regierung noch im BT etwas zu suchen. Steht schon im Grundgesetz.
Der Glaube hilft nicht immer.

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derfflinger 15.10.2012, 23:33
23.

Zitat von Nachtheinigte
Eine Fußnote vergessen, das kann schon mal passieren. Doch wer so im Rampenlicht steht, ständig "ewige" Wahrheiten verkündet, alles weiß und sich nie irrt, abgehobenen Sentenzen von sich gibt, der muß schon damit leben, attackiert und kritisiert zu werden, muß folglich die Konsequenzen seines Tuns tragen.
Sie haben in Allem recht. Aber niemand hier hat das Recht vorzuverurteilen, nur weil einem die betroffene Person zuwider ist.
D

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konrat-kommunikator 16.10.2012, 00:02
24. Was ist ein Dr. Wert?

Da liest man, die einen kaufen sich Prüfungsfragen, die anderen schlafen mit ihren Professoren. Ober-Ärzte die Fleischhauer oder Briefträger gelernt haben und den Assistenzärzten und Primarärzten fällt nichts auf. Erst die Patienten deckten dies auf. Dort liest man Dr. für eine Million.
Ganze Arbeiten können gekauft werden.
Und was in einem EU Land nicht geht, geht im Nächsten ohne Anstand durch.
Die Kommission sollte da mal einen einheitlichen Standard definieren. Aber vielleicht verliert sie dann den Kommissar Hahn, äh noch Dr. Hahn.
Gleichheit in der EU – ha ha ha
In Ostarrîchi pfeifen die Spatzen und gurren die Tauben vom Hahn’schen Doktorat.

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TomRohwer 16.10.2012, 00:44
25.

Die eigentliche Frage, die sich stellen müsste, lautet doch: ändert sich an der Beurteilung der Arbeit von Frau Schavan als Honorarprofessorin an der FU Berlin irgendetwas, weil sie vor 32 Jahren bei ihrer Dissertation geschummelt hat? (Mal unterstellt, sie hätte das getan...)

Ich kann mir kein Urteil über die Qualität ihrer Professorentätigkeit an der FU Berlin erlauben, aber rein logisch gibt es nur zwei Möglichkeiten:

a) -> Frau Prof.Dr. Schavan macht diesen Job unterm Strich so gut, wie man sich das bei ihrer Bestallung erhofft hat.

Dann würde sich daran nicht die Bohne etwas ändern, wenn sich im Nachhinein ihre Dissertation als - sagen wir - mangelhaft herausstellt.

Im Gegenteil: das würde dann beweisen, daß man ganz offensichtlich auch mit einer mangelhaften Dissertation ein brauchbarer Professor werden kann...

b) -> Frau Prof.Dr. Schavan macht diesen Job unterm Strich nicht so gut, wie man sich das bei ihrer Bestallung erhofft hat.

Dann hätte man offensichtlich an der FU Berlin seit dem Wintersemester 2009/10 an der FU Berlin im Fachbereich Katholische Theologie (also innerhalb von 3 Jahren) nicht gemerkt, daß man erstens die verkehrte Kandidatin ausgewählt hat und dort zweitens seit 3 Jahren eine ungeeignete Professorin tätig sein lässt...

Das wäre dann allerdings für die FU Berlin und für die ganze akademische Welt in Deutschland ein wesentlich größeres Problem als die Frage, ob jemand vor 32 Jahren bei seiner Dissertation ein wenig geschummelt hat.


Was wiederum ihre Glaubwürdigkeit als (Bildungs-)Politikerin betrifft...

Du liebe Güte...!

Allein die Idee, die Begriffe Glaubwürdigkeit und Politiker in einem Satz zu verwenden, zeigt doch höchstens, wie absurd die ganze Diskussion mittlerweile geworden ist.

Es gibt in ganz Deutschland im Jahr 2012 nicht einen einzigen Bundesminister und auch keinen namhaften Oppositionspolitiker, bei dem der Bürger nicht mit nahezu 100prozentiger Sicherheit davon ausgehen muß, daß keine Äußerung und keine Position von ihm eine Verfallsdauer von mehr als 3 Monaten hat.

"Die Schulden Griechenlands werden nicht vom deutschen Steuerzahler übernommen" aus dem Mund eines Politikers bedeutet: "Die Schulden Griechenlands werden definitiv vom deutschem Steuerzahler übernommen".

"Wir werden die Steuern nicht erhöhen" bedeutet "Wir werden die Steuern in Kürze erhöhen".

"Die Energieversorgung ist trotz Energiewende sicher" bedeutet "Die Energieversorgung ist wegen der Energiewende hochgradig gefährdet und wir haben nicht die geringste Ahnung, wie wir verhindern können, daß sie in den nächsten drei bis fünf Jahren immer häufiger zusammenbrechen wird."

Und so weiter, und so fort.

Die Frau hat bei ihrer Dissertation geschummelt?

Wenn das alles ist, was man ihr an Unlauterkeit vorwerfen kann, will ich sie augenblicklich als Bundeskanzlerin. Nein, als EU-Ratspräsidentin. Ach was, nein, als beides.

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brunoswelt 16.10.2012, 01:14
26. niveau einfach niedrig?

Man sollte zum einen berücksichtigen, in welchen Fach die gute Frau Schavan promoviert hat und zum anderen die Zeit.
Soziologie, Politologie und Pädagogik sind typischerweise keine sehr anspruchsvollen Fächer hinsichtlich Doktorarbeit. (Ganz zu Schweigen von Medizin).
Das sind oft nette Zusammenstellungen von Literatur und anderen Quellen. Häufig nahezu lächerlichen Umfangs.
Zudem gab es selbst bei anspruchsvolleren Fächern vor 30 Jahren geringere Ansprüche. Bei meiner Literaturrecherche zu meiner Doktorarbeit habe ich andere Doktorarbeiten gefunden, die würden heute bestenfalls als Referat oder maximal Diplomarbeit durchgehen. Lapidare 80 Seiten haben zum Teil genügt.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß Frau S. keine Täuschungsabsicht hatte, es war möglicherweise das geringe Niveau, was an ihrer Professur herrschte. Hier würde es interessieren, wie andere Doktorarbeiten der gleichen Fakultät bzw. der gleichen Doktorväter aussehen.
Frau S war sich mglw. keiner Schuld bewußt, sie hat nur das gemacht, was üblich war.
Wer den Unibetrieb ein bißchen kennt, weiß auch daß unterschiedliche Professoren unterschiedliche Ansprüche haben. Das wissen i.d.R. alle Dokoranten, da sucht man sich eben den, der besonders lasch ist.
Und wenn man es erstmal geschafft hat, das Plazet von Erst- und Zweitgutachter zu bekommen, ist man schon durch. Hier dürfte heute wie damals gelten, daß eine Kähe (Professor) der anderen kein Auge aushackt.

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KarlNielz 16.10.2012, 01:30
27. Degradierung einer akribischen Parteisoldatin. Demnächst Bildungsministerin nur mit Abitur?

...dann muss sie auch mal den Studenten mehr Gehör schenken, bevor sie in ihren peinlichen Singsang verfällt - nach abgebügelten Interview Fragen.

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walter_tonetto 16.10.2012, 02:32
28. Wenn die werte Dame....

so viel Egoverbundenheit hat, wass sagt das dann ueber ihr Gottesverstaendnis eigentlich aus?

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menscheinfach 16.10.2012, 02:44
29. Person und Gewissen

Ihre Doktorarbeit ist schon alleine deshalb wertlos, da sie der Autorin bereits waehrend ihrer intensiven Bescheftigung mit dem Thema offensichtlich zu keiner nennenswerten Erkenntnis gefuehrt hat - das, jedoch, sollte eines der Ziele wissenschaftlicher Arbeit sein.

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