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Plagiatsverdacht gegen Familienministerin: Hochschule soll Giffeys Dissertation prüfe
DPA

Hat Familienministerin Franziska Giffey in ihrer Doktorarbeit bei anderen Autoren abgeschrieben? Die Ministerin sagt, sie habe nach "bestem Wissen" gearbeitet - Plagiatsjäger haben Zweifel.

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xenia1978 08.02.2019, 18:21
90. Giffey

- Nach bestem Willen gearbeitet ( gefälscht?)
Warum gibt Sie eine Überprüfung in Arbeit?
Hat Sie kalte Füße bekommen?

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mullertomas989 08.02.2019, 18:26
91. Ach jaa........

Zitat von gbshaw
Wenn man das im Alter von 23 oder 25 Jahren nicht weiß, dann hat man wohl die elementaren Regeln wissenschaftlichen Arbeitens, die man zu Beginn des Studiums oder zumindest während des Studiums erlernen sollte, nicht mitbekommen - aus welchen Gründen auch immer. Allerdings geht es hier auch nicht um eine Examens-, sondern eine Doktorarbeit - die eigentlich dazu dient, den Beweis zu erbringen, dass der Verfasser zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit in der Lage ist. Der Doktorgrad ist der höchste akademische Grad in Deutschland. Und da gehört es schlicht zum basalen Handwerkszeug, dass man sauber mit Übernahmen fremden geistigen Eigentums umgeht. Und um es nochmal allen, die zu Relativierungen des Plagiats neigen, ganz deutlich zu sagen: es geht in allen prominent gewordenen Fällen nicht darum, dass ein Promovend einen oder zwei oder drei handwerkliche Fehler oder Nachlässigkeiten begangen hat. Sondern es ging und geht um den Nachweis, dass massenhaft fremde Gedanken als eigene ausgegeben wurden. Und das ist nun einmal Diebstahl und Betrug, denn man erschleicht sich mit einer nicht selbst erbrachten Leistung einen akademischen Grad. Und in zweiter Linie eine Karriere, besseres Gehalt, politische Ämter und Würden.
Wenn es denn so wäre! Aber Sie werden immer - auch bei Doktorarbeiten - etwas finden! Ich kenne einen Sprechwissenschaftler, der in seiner Arbeit sehr lange Passagen ohne jedes Zitat geschrieben hat. Und das war nicht der empirische Teil, sondern der theoretische! Die Grenzen sind hier immer fließend und eine Bewertung bleibt immer ein Stück weit auch subjektiv, das ist einfach so. Deswegen sollten wir die Prüfung hier der Kommission an der Hochschule überlassen. Nicht Vroniplag, nicht Ihnen und auch nicht mir.

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madameping 08.02.2019, 18:32
92.

Zitat von jbaehr
muss es in Leuten aussehen, die ihre Energie und Zeit dafür aufwenden, um anderen zu schaden oder um einfach nur recht zu haben. Die Welt ist wahrlich schon übervoll von derartigen Oberlehrern. Wenn ihr nichts besseres zu tun habt, geht doch Feinstaub zählen!
Eine Doktorarbeit ist immerhin eine Doktorarbeit und keine Klassenarbeit. Sie gilt als Nachweis der besonderen Befähigung vertiefter selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit und als wichtiges Instrument in der Ausbildung weiterer Akademikergenerationen.
Wer hier betrügt, der schadet denen, die ehrlich arbeiten.

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Lagombra 08.02.2019, 18:36
93. Annette Schavan...

Zitat von Hübner
Die Medien werden vermutlich dafür sorgen, dass sie disen Skandal überlebt. Und wieso? Sie ist eine feministische Frau in eienr Machtposition. Sie kann machen und lassen was sie will, Kritik wird es nicht geben. Siehe vonderLeyen.
...mußte ihren ergaunerten Titel auch ablegen.

Man kann nur hoffen, daß Frau Giffey sofort von allen Ämtern zurücktritt. Alle Bundes- und Landesminister sowie hohe Beamte sollten automatisch vor Amtsantritt durchleuchtet werden, es wandeln noch hunderte pseudo-Doktores bei hervorragender Besoldung durch den Betrieb.

Nach und nach müssen alle Schwindler an den Pranger gestellt werden. Sie haben mit ihren ergaunerten Titel ehrbare Wissenschaftler düpiert und sich hochbesoldete Ämter unter den Nagel gerissen.

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briefzentrum 08.02.2019, 18:43
94. Franziska Giffey – mutmaßliche akademische Scharlatanin

Jeder kann die geprüften Texte und die Fundstellen auf Vroniplag nachlesen (http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Dcl). Nach dem aktuellen Stand ist rund ein Viertel der Arbeit geprüft und auf rund einem Viertel der Seiten (23,9 Prozent) sind deutliche Plagiate unterschiedlichen Grades und Umfangs festzustellen. Das Entscheidende ist nicht, ob ein Politiker für seine Politik einen Doktortitel braucht, sondern, dass in einem Plagiat zum Ausdruck kommt, dass jemand bereit ist, für einen Vorteil (Doktortitel, Sozialprestige) die eigene Leistung gegenüber der Universität wie auch gegenüber der Öffentlichkeit zu fälschen. Diese Haltung ist für einen Politiker inakzeptabel, ganz besonders für einen Politiker, der im Namen der Bundesrepublik eines der höchsten Staatsämter bekleidet. Guttenberg ist darüber als Verteidigungsminister gestürzt; Frau von der Leyen hat sich unter maßgeblicher Hilfe ihrer Universität trotz Plagiat über die Ziellinie gerettet; Annette Schavan ist ebenfalls als Ministerin gestürzt, aber weich auf den Botschaftersessel des Vatikan gefallen; Frank Walter Steinmeier ist mit seiner Diss noch in der Prüfung von Vroniplag. Das Phänomen ist, dass viele Menschen sich auch durch die nachgewiesene Charakterschwäche ihrer Lieblingspolitiker nicht von der treuen Gefolgschaft abbringen. Das lässt sich auch hier im Forum beobachten. Im Grunde ist dies das gleiche Phänomen, das wir auch aus den USA von Trump und seiner Gefolgschaft kennen. Offenbar brauchen viele Menschen die Projektionsfläche idealisierter Politiker, um die eigene Identität sichern zu können. Mit Demokratie und Integrität hat das allerdings nicht viel zu tun. Franziska Giffey hat ganz offensichtlich bei ihrer Dissertation betrogen. Zur Klärung des ganzen Ausmaßes braucht es noch etwas Recherche. Sollte sich der aktuelle Eindruck auch auf die Doktorarbeit insgesamt beziehen lassen, muss sie zurücktreten. Es bleibt zu hoffen, dass die FU in Berlin eine professionelle und objektive Analyse und Urteil der Dissertation fällt. Die Universitäten haben sich in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert bei der Ahndung der Plagiate von prominenten Politikern. Allerdings hat die FU bei Frank Steffel (CDU) vor einigen Tagen strikt reagiert und den Titel entzogen. Das macht für den Fall Giffey Hoffnung. Aktueller Wert auf der fünfstufigen Relotius-Skala: 4,0

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der Bulle 08.02.2019, 18:44
95. Man könnte

dieser ganzen Gier nach dem Dr. vorne dran den Boden entziehen, wenn er einfach nicht mehr
als Titel geführt werden dürfte. 90 % der „abgeleisteten“ Arbeiten werden nur zum Führen des Dr. zusammengeschustert. Ich erinnere mich noch sehr Gut an die 80 Ihre Jahre an der FU Berlin wo man bei Professor Adomeit im Fachbereich Jura auch mit einem ausreichend zum doktorieren antreten konnte. Die da nicht unterkamen gingen dann nach Österreich. Nach einem knappen Jahr war der Dr. geschafft. Macht sich gut auf der Visitenkarte und wird oft noch durch einen Honorar Professor irgendeiner Fachhochschule ergänzt.

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rle 08.02.2019, 18:51
96.

Zitat von mullertomas989
... dass die Fake-Sucher bei Arbeiten etwas finden! Ohne, dass man unbedingt bewusst getäuscht haben muss. Im Alter von 23 oder 25 Jahren ist man sich noch nicht bewusst, dass man nicht sauber und korrekt arbeiten muss, sondern SEHR sauber und korrekt, insbesondere wenn man eine Karriere vor sich hat! Ich weiß bei meiner Examensarbeit (120 Seiten) auch nicht, ob man da etwas finden würde. Und viele andere in meinem Umfeld haben zu ihrer Arbeit eine ähnliche Meinung.
Wer mit 23 oder 25 Jahren die Regeln für wissenschaftliches Arbeiten nicht kennt, der kann eben nicht mit 23 oder 25 Jahren promovieren.

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slider 08.02.2019, 18:52
97. nach "bestem Wissen" gearbeitet ???

" nach "bestem Wissen" gearbeitet ", was soll ich als neutraler Leser mit diesem Quatsch anfangen? Was ist ist diese Aussage wert, wenn die Dame von grundauf ein grotten schlechtest Wissen hat? Ich kenne das "Wissen" der Dame nicht.
Auch der gefasste Einbrecher hat sicherlich nach "bestem Wissen" gehandelt - wenn er nicht ganz blöd ist.

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mvaugusta8 08.02.2019, 18:55
98. von außen schwer zu beurteilen

Ich behaupte mal, es gibt keine größere wissenschaftliche Arbeit bei der die neueste Plagiatserkennungssoftware keine Auffälligkeiten findet. Die aktuellen neuesten Softwares sind in der Lage, fast alle Stellen zu finden die sinngemäß sind oder aber auch nur einige Wörter/Muster einer Primär/Sekundärquelle enthalten. Die Frage ist eher in welchen Umfang Ungenauigkeiten auftreten. Ist ein eigener neuer Gedankengang, der einige wenige Satzbausteine einer anderen Quelle beinhaltet schon eine dreistes Plagiat, schludriges Arbeiten oder aber durch unterbewusstes Aufnehmen gar unvermeidlich? Letztendlich hat das Internet und Google die Möglichkeit für zusammengeschustertes Copy&Paste und Plagiate bei wissenschaftlichen Arbeiten zwar erleichtert , auf der anderen Seite können aktuelle Softwares Ungenauigkeiten bei älteren wissenschaftlichen Arbeiten aufspüren, die selbst ein hochpezialisierter menschlicher Experte niemals hätte entdecken können. Vom ganz offensichtlichen Plagiat abgesehen, ist der Knackpunkt wie häufig Ungenauigkeiten bei der Quellenangabe auftreten und wie schwerwiegend diese sind. Die aktuelle Software wird vermehrt bei Personen des öffentlichen Lebens eingesetzt, weil sie große Ressourcen braucht, von daher ist es immer mit Vorsicht zu genießen, inwieweit eine Person eventuell diskreditiert werden soll.

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hisch88 08.02.2019, 18:58
99. Wer hier betrügt, der schadet denen, die ehrlich arbeiten.

Zitat von madameping
Eine Doktorarbeit ist immerhin eine Doktorarbeit und keine Klassenarbeit. Sie gilt als Nachweis der besonderen Befähigung vertiefter selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit und als wichtiges Instrument in der Ausbildung weiterer Akademikergenerationen. Wer hier betrügt, der schadet denen, die ehrlich arbeiten.
Ja solche solls geben, aber nicht viel :-).

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