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Plagiatsverdacht gegen Familienministerin: Hochschule soll Giffeys Dissertation prüfe
DPA

Hat Familienministerin Franziska Giffey in ihrer Doktorarbeit bei anderen Autoren abgeschrieben? Die Ministerin sagt, sie habe nach "bestem Wissen" gearbeitet - Plagiatsjäger haben Zweifel.

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gbshaw 08.02.2019, 19:46
110.

Zitat von mullertomas989
... das wird Ihnen klar sein. Aber natürlich: Es kann sein, dass Frau Giffey sich hinter Steinmeier und Lammert einreiht. Ich würde es Ihr wünschen. Im Übrigen: Wenn Sie Ihre Promotion ehrlich und präzise erstellt haben, können Sie doch ganz cool bleiben, denn Sie sind dann aus dem Schneider, egal wie sehr Sie mal im Scheinwerferlicht stehen sollten... Die Aufregung über mögliche Betrüger lohnt nicht - wenn schon, dann eher über deren Prüfer........
Ich bin auch ganz cool und habe keinerlei Befürchtungen. Aber über die Betrüger (und nein, ich weiß auch nicht, ob Frau Giffey dazu zählt, ich kenne ihre Arbeit nicht) rege ich mich dennoch auf. Denn ich weiß, wieviel Arbeit und Mühe in einer ehrlichen Diss steckt. Ich rege mich auch genauso über Steuerbetrüger auf, während ich ehrlich meinen Obolus abdrücke....

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KlausMeucht 08.02.2019, 19:56
111. Sehe ich anders

Zitat von hileute
außerdem liegt die Schuld doch nicht nur bei ihr, obwohl solche Fehler in der Anzahl nicht passieren sollten, sondern auch beim Doktorvater, der die Arbeit abgesegnet hat.
Nein, denn es ist primäre Aufgabe des Doktorvaters seine Studenten zu unterstützen.

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new#head 08.02.2019, 20:03
112.

Wen wunderts, liest man doch hier wie es mit dem Rechtempfinden vieler Foristen aussieht. Primär haben offensichtlich die ansonsten so gerechtigkeitfanatischen SPD Anhänger Probleme mit Betrug.
Ein Plagiat ist immer ein schlag ins Gesicht derer, die ehrliche Arbeit abgeben.
Darum ist die ganze Diskussion müssig.

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KlausMeucht 08.02.2019, 20:10
113.

Zitat von eiffe
Sind Sie auch für die Abschaffung der Justiz und der Polizei?
Nein, aber gegen Bürgerwehren und Selbstjustiz.

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markus_wienken 08.02.2019, 20:26
114.

Zitat von annoo
wenn ich das richtig gelesen habe, umfasst das Literaturverzeichnis von Frau Giffeys Doktorarbeit über dreißig Seiten. Wenn Sie also schreiben (Zitat gbshaw): "Das Problem ist, dass Plagiatoren diese vorhergehenden Arbeiten entweder gar nicht aufführen oder verschleiern, welche Gedanken sie aus diesen übernommen haben...." wirkt das - da Sie sich ja auf den Fall Giffey beziehen - unfreiwillig komisch.
Ein 30seitige Literaturverzeichnis ist völlig irrelevant wenn weite Teile der Doktorarbeit dennoch ohne entsprechende Quellenangaben abgeschieben wurden und sich dort nicht wiederfinden.

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gbshaw 08.02.2019, 20:26
115.

Zitat von annoo
wenn ich das richtig gelesen habe, umfasst das Literaturverzeichnis von Frau Giffeys Doktorarbeit über dreißig Seiten. Wenn Sie also schreiben (Zitat gbshaw): "Das Problem ist, dass Plagiatoren diese vorhergehenden Arbeiten entweder gar nicht aufführen oder verschleiern, welche Gedanken sie aus diesen übernommen haben...." wirkt das - da Sie sich ja auf den Fall Giffey beziehen - unfreiwillig komisch.
Was genau glauben Sie jetzt nochmal bewiesen zu haben? zu Guttenberg hatte auch ein umfangreiches Literaturverzeichnis, dennoch war die Arbeit ein Plagiat.

Wie schon geschrieben, ich beurteile gar nicht, ob Frau Giffeys Arbeit ein Plagiat ist. Aber der Umfang des Literaturverzeichnisses sagt erstmal gar nichts über die Qualität der Arbeit.

Aber schön, dass ich zu Ihrer Erheiterung beitragen konnte!

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mens 08.02.2019, 20:27
116. Denunziantentum

Sollten wirklich so viele Dr.-Arbeiten ungültig sein, stimmt was mit den Unis nicht. Das wäre Totalversagen. Die Vorgehensweise der Tester jedoch ist für mein Verständnis eines Rechtsstaates zumindest fragwürdig. Ebenso könnte man sich privat an eine Straße stellen und blitzen. Und mit den Ergebnissen/Bildern an die Öffentlichkeit gehen. Den Aufschrei würde ich gerne mal erleben. Der Nachbar wirft Batterien in den Hausmüll, Zack, Name ins Internet. Die möglichen Beispiele sind endlos. Alles Menschen, die sich eigentlich an Gesetze und Regeln halten sollten. Also, was soll das?

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Vorzeichen 08.02.2019, 21:07
117. Trivial, aber kein Plagiat

Zitat von Havel Pavel
Wen sollte es denn wundern wenn heute über jegliches an den Haaren herbeiezognen Thema eine "Doktorarbeit" verfasst werden kann?
Eben. Wie auch (leider nur) zwei Ihrer Vorredner schon anmerkten, handelt es sich noch lange nicht um Plagiate, wenn einfache Zusammenhänge auch ohne Quellen zusammengefasst werden. Und ob eine Quelle einen Sachverhalt nun hinreichend belegt oder nicht, ist eine Sache der fachlichen bzw. qualititiven Prüfung, aber noch nichts, was die Arbeit in die Nähe eines Plagiates rückt. Vielleicht ist der vorliegendende Fall einfach nur eine schlechte Arbeit?
Und es ist eben so, wie Sie sagen: Bei den Allerweltsthemen, für die in Allerweltsstudiengängen Arbeiten eingereicht werden, kann man sowieso kaum von Schöpfungshöhe sprechen. Es sind Folgen von Phrasen kleinster Variation. Es mögen also Trivialarbeiten sein, aber Plagiate sind es nicht (obwohl es wahrscheinlich auch auf dem Niveau Plagiate gibt).

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TS_Alien 08.02.2019, 21:21
118.

Es gibt Fachbereiche, da sind Doktoranden gegen Ende ihrer Dissertationszeit weltweite Experten auf ihrem Gebiet. In anderen Fachbereichen wird die Wissenschaft mit fast jeder Dissertation mit Füßen getreten. Das ist erbärmlich für die Fachbereiche und peinlich für alle, die sich solch einen Doktorgrad erschlichen haben.

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eiffe 08.02.2019, 21:38
119.

Zitat von ThieryMZ
...niemand schlau geboren. Letztendlich ist es fast unmöglich, Grundwissen durch eigene Überlegungen zu gewinnen. Vielmehr basiert das Basiswissen grundsätzlich auf Literatur. So gesehen ist jede Diplom- oder Promotion-Arbeit ein Zusammentragen von fremden Wissensbausteinen, was allein eine Heidenarbeit darstellt. Denjenigen, der seine Doktorarbeit ohne Rückgriff auf das Wissen Anderer zusammen geschrieben hat, würde ich gern mal kennen lernen...
Vielleicht befassen Sie sich vor dem Kommentieren einmal damit, was der Begriff "Plagiat" eigentlich bedeutet. Das Zitieren und Bezugnehmen auf bestehendes Wissen ist überhaupt nicht das Problem, sondern der Versuch dies ohne Kennzeichnung als eigenes Wissen zu verkaufen.

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