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Plagiatsverdacht gegen Familienministerin: Hochschule soll Giffeys Dissertation prüfe
DPA

Hat Familienministerin Franziska Giffey in ihrer Doktorarbeit bei anderen Autoren abgeschrieben? Die Ministerin sagt, sie habe nach "bestem Wissen" gearbeitet - Plagiatsjäger haben Zweifel.

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damianschnelle 08.02.2019, 17:47
80. Warum

wundert es mich nicht? Die Frage ist ja einfach nur, wem steht sie im Weg oder wer erhofft sich davon was. Damit will ich nicht sagen, dass es nicht möglich ist aber warum gerade jetzt.

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John McC!ane 08.02.2019, 17:49
81. Aber sicher...

...hat de ein reines Gewissen! Völlig unbenutzt...! ;-)

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mullertomas989 08.02.2019, 17:56
82. Es kann schnell passieren....

... dass die Fake-Sucher bei Arbeiten etwas finden! Ohne, dass man unbedingt bewusst getäuscht haben muss. Im Alter von 23 oder 25 Jahren ist man sich noch nicht bewusst, dass man nicht sauber und korrekt arbeiten muss, sondern SEHR sauber und korrekt, insbesondere wenn man eine Karriere vor sich hat! Ich weiß bei meiner Examensarbeit (120 Seiten) auch nicht, ob man da etwas finden würde. Und viele andere in meinem Umfeld haben zu ihrer Arbeit eine ähnliche Meinung.

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trippi111 08.02.2019, 17:58
83. Nutzen Sie Ihre Chance

Zitat von weltverbesserer75
Frau Giffey wurde, in den Augen ein paar älterer Herren, in der Bevölkerung wohl zu beliebt als dass sie weiterhin ihre erfolgreiche Arbeit tun dürfe. Vor allem weibliche junge AufsteigerInnen sind in der alten Machtelite nur ungern gesehen. Sehr schade. Ich sehe jedoch, auch falls sich die Gerüchte bewahrheiten sollten, keinen Grund für einen Rücktritt. Fehler in ihrer Doktorarbeit haben nichts mit ihrer bisher erfolgreichen Tätigkeit als Ministerin zu tun.
OK, jetzt kennen wir Ihre Meinung "Fehler in ihrer Doktorarbeit haben nichts mit ihrer bisher erfolgreichen Tätigkeit als Ministerin zu tun".
Jetzt haben Sie die einmalige Chance, zu ergänzen, dass dies für alle ehemaligen Ministernden (so soll es doch richtig heissen . oder?) gilt, also auch für zu Guttenberg und Schavan!

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gbshaw 08.02.2019, 17:59
84. Paraphrase

Zitat von teacher20
Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass mancher, den man "plötzlich" des Plagiats bezichtigt, aus allen Wolken fällt. Zum einen ist keinem der Verantwortlichen, die die Arbeit angenommen haben (und auch bei Politikern sollte man vorsichtig sein, dass damit Vorteilsnahme verbunden ist, wie bei Guttenberg insinuiert wurde) "damals" etwas aufgefallen (also musste der Doktorand annehmen, dass er wissenschaftlich korrekt gearbeitet hatte), zum anderen stellt sich m.E. auch bei einer Doktorarbeit ein Effekt ein, der schon bei geringerpreisigen Arbeiten wie (früher) Staatsexamens- und Magisterarbeiten auftritt: je intensiver man sich in die Sekundärliteratur einliest, desto mehr verfällt man der Diktion dieser Quellen und zwar in einem Maße, dass man Fremdes quasi als Eigenes anzusehen beginnt, zumal wenn man teilparaphrasiert und nicht wörtlich zitiert, wofür man ja eine Quellenangabe zu machen gelernt hat.
Auch bei (Teil-)Paraphrasen hat man, wenn man denn die Regeln zu sauberem wissenschaftlichem Arbeiten beachtet, eine entsprechende Quellenangabe zu machen. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass nur wörtliche Zitate ausgewiesen werden müssen. Sofern man diese - eigentlich in jedem einführenden Seminar zum wissenschaftlichen Arbeiten zu erlernende - Regel beachtet, muss man dann auch nicht "aus allen Wolken" fallen, wenn die eigene Arbeit als handwerklich mangelhaft bewertet wird.

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ruhepuls 08.02.2019, 18:07
85. Leider nur zu wahr...

Zitat von brux
Die Promotion ist meistens ein Zeichen dafür, dass jemand den Weg aus der Uni ins Berufsleben nicht gefunden hat. Der Titel ist nur bei rein akademischen Karrieren sinnvoll. Der Rest ist eher Eitelkeit und der Tatsache geschuldet, dass man in Deutschland damit Sozialprestige erwirbt. Der Wert der meisten Dissertationen geht gegen Null, die Doktoranden wissen das selbst und machen sich einen schlanken Fuss. Deshalb muss man sich nicht aufzuregen.
Außerhalb von Universitäten (oder ähnlichen Einrichtungen) ist ein "Doktor" eigentlich wenig wert. Er zeigt ja nicht, ob jemand besonders kompetent in seinem Fach ist, sondern letztlich nur, dass jemand in einem ganz bestimmten (oft sehr engen) Bereich wissenschaftliche Arbeit geleistet hat. Kein Dipl. Ingenieur wird durch "Dr. ing." zum besseren Konstrukteur oder besseren Führungskraft.

Aber, in Deutschland hat der "Bildungsadel" den "Blutadel" abgelöst. Heute muss man nicht mehr Baron oder Graf sein, sondern Dr. oder Professor. Bei Medizinern ist das natürlich ganz wichtig, denn "ein Doktor ohne Doktor ist kein Doktor" (Für einen Chefarzt sollte es heute allerdings schon ein "Prof." sein. Da reicht der "Dr." allein nicht mehr...).

Und in anderen Fachbereichen bringt der Titel schlicht mehr Geld, wenn man eine entsprechende Stelle bekommt.

Das sinnvollste wäre, die ganzen Titel durch ein akademisches Punktesystem abzulösen, das etwas über wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber für eine wissenschaftliche Tätigkeit aussagt. Aber, so wie ich uns Deutsche kenne, würden die Leute dann vor Gericht erkämpfen, dass ihr Punktewert mit dem Namen genannt werden muss...

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titzck 08.02.2019, 18:11
86. Bitte keine Vorverurteilung

Es ist nicht schön, wie die Meute zu kleffen beginnt. Bisher traf es eher konservative Politiker, Frau Schavan und Herrn von Gutenberg mussten ihre Ministerposten räumen. Das gab es keine Wahl und so wird auch in diesem Fall passieren, wenn die Schuld erwiesen ist. Sollte dieser Fall eintreten, würde die SPD auch eine Hoffnungsträgerin verlieren. So viel darf der ältesten deutschen Volkspartei nicht mehr geschehen. Schröder, Schulz und Scholz scheinen am Stuhl der Vorsitzenden zu sägen. Kriegt sie selbst eins in die Fresse?

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gbshaw 08.02.2019, 18:13
87. Nein

Zitat von mullertomas989
... dass die Fake-Sucher bei Arbeiten etwas finden! Ohne, dass man unbedingt bewusst getäuscht haben muss. Im Alter von 23 oder 25 Jahren ist man sich noch nicht bewusst, dass man nicht sauber und korrekt arbeiten muss, sondern SEHR sauber und korrekt, insbesondere wenn man eine Karriere vor sich hat! Ich weiß bei meiner Examensarbeit (120 Seiten) auch nicht, ob man da etwas finden würde. Und viele andere in meinem Umfeld haben zu ihrer Arbeit eine ähnliche Meinung.
Wenn man das im Alter von 23 oder 25 Jahren nicht weiß, dann hat man wohl die elementaren Regeln wissenschaftlichen Arbeitens, die man zu Beginn des Studiums oder zumindest während des Studiums erlernen sollte, nicht mitbekommen - aus welchen Gründen auch immer. Allerdings geht es hier auch nicht um eine Examens-, sondern eine Doktorarbeit - die eigentlich dazu dient, den Beweis zu erbringen, dass der Verfasser zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit in der Lage ist. Der Doktorgrad ist der höchste akademische Grad in Deutschland. Und da gehört es schlicht zum basalen Handwerkszeug, dass man sauber mit Übernahmen fremden geistigen Eigentums umgeht.

Und um es nochmal allen, die zu Relativierungen des Plagiats neigen, ganz deutlich zu sagen: es geht in allen prominent gewordenen Fällen nicht darum, dass ein Promovend einen oder zwei oder drei handwerkliche Fehler oder Nachlässigkeiten begangen hat. Sondern es ging und geht um den Nachweis, dass massenhaft fremde Gedanken als eigene ausgegeben wurden. Und das ist nun einmal Diebstahl und Betrug, denn man erschleicht sich mit einer nicht selbst erbrachten Leistung einen akademischen Grad. Und in zweiter Linie eine Karriere, besseres Gehalt, politische Ämter und Würden.

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gbshaw 08.02.2019, 18:17
88. Nein

Wenn man das im Alter von 23 oder 25 Jahren nicht weiß, dann hat man wohl die elementaren Regeln wissenschaftlichen Arbeitens, die man zu Beginn des Studiums oder zumindest während des Studiums erlernen sollte, nicht mitbekommen - aus welchen Gründen auch immer. Allerdings geht es hier auch nicht um eine Examens-, sondern eine Doktorarbeit - die eigentlich dazu dient, den Beweis zu erbringen, dass der Verfasser zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit in der Lage ist. Der Doktorgrad ist der höchste akademische Grad in Deutschland. Und da gehört es schlicht zum basalen Handwerkszeug, dass man sauber mit Übernahmen fremden geistigen Eigentums umgeht.

Und um es nochmal allen, die zu Relativierungen des Plagiats neigen, ganz deutlich zu sagen: es geht in allen prominent gewordenen Fällen nicht darum, dass ein Promovend einen oder zwei oder drei handwerkliche Fehler oder Nachlässigkeiten begangen hat. Sondern es ging und geht um den Nachweis, dass massenhaft fremde Gedanken als eigene ausgegeben wurden. Und das ist nun einmal Diebstahl und Betrug, denn man erschleicht sich mit einer nicht selbst erbrachten Leistung einen akademischen Grad. Und in zweiter Linie eine Karriere, besseres Gehalt, politische Ämter und Würden.

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xenia1978 08.02.2019, 18:21
89. Giffey

- Nach bestem Willen gearbeitet ( gefälscht?)
Warum gibt Sie eine Überprüfung in Arbeit?
Hat Sie kalte Füße bekommen?

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