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Plagiatsverdacht: Uni überprüft Doktorarbeit von Dominic Stoiber
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Er hat eine Dissertation über die Arbeit seines Vaters geschrieben, jetzt gibt es einen Plagiatsverdacht gegen den Lokalpolitiker Dominic Stoiber: Nach Information des SPIEGEL überprüft die Uni Innsbruck dessen Doktorarbeit über die Föderalismusreform.

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wortmannin 04.03.2012, 09:30
1. Warum?

Zitat von sysop
Er hat eine Dissertation über die Arbeit seines Vaters geschrieben, jetzt gibt es einen Plagiatsverdacht gegen den Lokalpolitiker Dominic Stoiber: Nach Information des SPIEGEL überprüft die Uni Innsbruck dessen Doktorarbeit über die Föderalismusreform.
Warum über die Arbeit des Vaters? Hat Filius sich kritisch damit auseinandergestzt, wie man es von einer Dissertation erwartet, oder wurde das Weihrauchfaß geschwenkt? Warum glaubt jemand, der so gut vernetzwerkelt ist, daß er einen Titel braucht? Körperschmuck? Es bleibt abzuwarten, was bei dieser Untersuchung herauskommt. Ohne begründeten Anfangsverdacht, wäre sie wohl kaum eingeleitet worden. Es gilt aber weiterhin die Unschuldsvermutung. Hoffen wir, daß nicht ein weiteres Kapitel des Buchs Korruption und Nepotismus in der Bundesrepublik Deutschland, das inzwischen schon enzyklopädische Ausmaße angenommen hat, aufgeschlagen wird.

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Hinrich7 04.03.2012, 09:35
2. Plagegeister

diese Journalisten, alles müssens ausgraben, könnt ihr uns armen Politiker nicht mal in Ruhe scheffeln lassen. Immer zwischen Nord(Wulff) und Süd(Stoiberkaste) hin und her. Grabt doch mal im Westen(Rüttgers), oder Osten(Wowereit).

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schulkind 04.03.2012, 10:38
3. Ich verstehe es nicht...

Zitat von sysop
Er hat eine Dissertation über die Arbeit seines Vaters geschrieben, jetzt gibt es einen Plagiatsverdacht gegen den Lokalpolitiker Dominic Stoiber: Nach Information des SPIEGEL überprüft die Uni Innsbruck dessen Doktorarbeit über die Föderalismusreform.
Ich gehe noch zur Schule und meine Facharbeiten wurden mit 10 und 12 Punkten bewertet und das auch nur weil ich es nicht nochmal geschafft hab jemanden anderen gegenlesen zu lassen. Ich weiß nicht wo da die Schwierigkeit liegt. Ich fange auch meistens immer nur zwei Tage vorher an zu recherchieren um dann die Nacht durchzuarbeiten, aber ich wurde noch nie darauf hingewiesen irgendwelche Textstellen einfach so kopiert zu haben, denn ich weiß nicht wo das Problem liegt einfach die Quelle anzugeben. Oder muss man bei manchen Sachen noch den Urheber fragen? Bei uns reicht es zumindest immer die Quelle anzugeben und das wars. Ob das nun jetzt 20 Seiten oder 150 sind, ist am Ende - meiner Meinung nach - auch egal. Heutzutage, wo man im Browser jede erdenkliche Seite als Lesezeichen markieren kann, oder vieles mit strg+c und strg+v gelöst ist, wird das doch nicht so eine Herausforderung darstellen eine Abhandlung zu schreiben.
Deshalb find ichs immer gut wenn die Leute, die Ghostwriter bezahlen oder sonstig einfach nur betrügen wollen, auffliegen.

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Oshogun 04.03.2012, 10:48
4.

Zitat von wortmannin
Warum über die Arbeit des Vaters? Hat Filius sich kritisch damit auseinandergestzt, wie man es von einer Dissertation erwartet, oder wurde das Weihrauchfaß geschwenkt? Warum glaubt jemand, der so gut vernetzwerkelt ist, daß er einen Titel braucht? Körperschmuck? Es bleibt abzuwarten, was bei dieser Untersuchung herauskommt. Ohne begründeten Anfangsverdacht, wäre sie wohl kaum eingeleitet worden. Es gilt aber weiterhin die Unschuldsvermutung. Hoffen wir, daß nicht ein weiteres Kapitel des Buchs Korruption und Nepotismus in der Bundesrepublik Deutschland, das inzwischen schon enzyklopädische Ausmaße angenommen hat, aufgeschlagen wird.
Natürlich ist das auch in gewisser Weise eine Art Körperschmuck, bzw. man will die Erwartungen erfüllen die andere in einen setzen. Abi, Studium, Doktortitel, letztes Jahr der Jagdschein erworben, Parteimitglied, Lokalpolitiker und schon ist ein weiterer Angehöriger des Politadels fertig gedrechselt.
Schon mal aufgefallen das hier eine eigene Kaste mit vererbbaren Posten entsteht? Strauß/Hohlmeier, Albrecht/von der Leyen, Stoiber/Stoiber,...?

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haberdachs 04.03.2012, 10:53
5. Grab doch selber

Zitat von Hinrich7
Immer zwischen Nord(Wulff) und Süd(Stoiberkaste) hin und her. Grabt doch mal im Westen(Rüttgers), oder Osten(Wowereit).
GuttenPlag steht dir voll und ganz zur Verfügung.

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achazvonthymian 04.03.2012, 11:15
6. Dieses Land ist krank an Titelsucht

Vor etwa 100 Jahren im Kaiserreich hatte Deutschland die Uniformsucht, als Uniformen den Wert des Menschen ausmachten. Der "Hauptmann von Köpenck" ist beredtes Indiz.

Heute ist es die Titelsucht, wonach nur derjenige was gilt, der einen akademischen Titel nachweisen kann, und sei er noch so ungeeignet.
Wenn es nicht reicht, wird er gekauft, gefälscht oder im Ausland bei Schein-Unis erworben.

Dabei sollte man den Leuten mal eines vor Augen halten:

Professoren mussten vor dem BVG eine Erhöhung ihres Solds, das etwa bei bemitleidenswerten 3000 - 4000 EURO pro Monat liegt, einklagen.

Einfache Handelsvertreter ohne Titel kommen heute locker auf 6000 - 7000 EURO im Monat, wie ich vor kurzem als Vermieter im Rahmen einer Selbstauskunft feststellte.
Also was soll´s? Finanziell bringen dieses Titel kaum was.

Und dass ausgerechnet beide Kinder von Stoiber akademisch genaus0 sein wollen wie ihr Vater, ist sehr fragwürdig. Stoiber hat mir zumindest in den letzten 10 Jahren eher wenig helle gewirkt. Ich sage nur "10 Minuten" oder sein Auftritt bei Christiansen als Kanzlerkandidat 2002.

Nur als Zusatz, dass nicht der Vorwurf des Neids aufkommt. Der Forist hat zwei Titel, einen akademischen und einen öffentlich rechtlichen.

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TS_Alien 04.03.2012, 11:18
7. .

Der Titel dieser Dissertation klingt doch eher nach einem Titel für eine Hausarbeit. Was in manchen Fächern als Dissertation akzeptiert wird, dass wäre in anderen Fächern noch nicht einmal in der Nähe einer Diplomarbeit.

Da muss angesetzt werden. Und wenn es nicht anders geht, dann muss man als Mindestkriterium für eine Dissertation einen wissenschaftlichen Wert nachweisen, z.B. über eine gewisse Anzahl von Fachveröffentlichungen auf internationalen Konferenzen und / oder Beiträgen in internationalen Fachzeitschriften.

Der Doktorgrad wird in einigen Fächern für derart lächerliche Leistungen vergeben, dass man diese Fächer nicht mehr ernstnehmen kann und darf.

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notty 04.03.2012, 11:20
8.

Zitat von sysop
Er hat eine Dissertation über die Arbeit seines Vaters geschrieben, jetzt gibt es einen Plagiatsverdacht gegen den Lokalpolitiker Dominic Stoiber: Nach Information des SPIEGEL überprüft die Uni Innsbruck dessen Doktorarbeit über die Föderalismusreform.
Es ist erstaunlich, dass meines Erachten nur Personen, die dem mitte/rechtes Spektrum zuzurechnen sind, in Plagiatsverdacht geraten. Kann mich nicht erinnern, dass ich etwas von/ueber nur einem Mitglied der Mitte/Links Gesellschaft gelesen haette.
Sind die also wirklich sooo schlau und soooo aufrichtig....oder gehoeren sie einfach der Gruppe an, ueber die die Linkspresse eben nichts Negatives schreibt???

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kulinux 04.03.2012, 11:37
9. Junger Freund …

Zitat von schulkind
Ich gehe noch zur Schule und meine Facharbeiten wurden mit 10 und 12 Punkten bewertet und das auch nur weil ich es nicht nochmal geschafft hab jemanden anderen gegenlesen zu lassen. Ich weiß nicht wo da die Schwierigkeit liegt. … usw.
Die Schwierigkeit liegt darin (s. Fall Guttenberg), eine Diss/Arbeit einzureichen, bei der dann korrekterweise 30-50% des Textes als Zitate gekennzeichnet wären: Damit bekäme man vielleicht einen Abschluss im Kurs "Microsoft Word für Anfänger" bei der Langzeitarbeitslosenschulung (mitsamt einem Fleissbienchen), aber eben keinen Titel …

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