Forum: Leben und Lernen
Plagiatsvorwürfe : Wissenschaftler stellen sich hinter Lammert
DPA

Norbert Lammert soll sich in seiner Doktorarbeit aus ihren Werken bedient haben - doch zwei Wissenschaftler stützen nun den Bundestagspräsidenten. In der "Süddeutschen Zeitung" werfen die Politologen vielmehr dem anonymen Plagiatejäger unseriöse Arbeit vor.

Seite 2 von 23
Little_Hoss 31.07.2013, 08:57
10. Wie arm ist das denn?

Hier investiert jemand sage und schreibe 250 Stunden in die Überprüfung von 1/3 einer Doktorarbeit, da würde ich schon gerne wissen, wer sich so viel Zeit nehmen kann. Denn auch hier könnte durchaus ein Interessenkonflikt vorliegen, würde man die politische Gesinnung der Person kennen. Außerdem sollte bei einer Arbeit mit so weitreichenden Folgen auch der Kläger bekannt sein, so wie es das Gesetz im Falle einer Untersuchung durch die Behörden vorsieht. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: 250 Stunden, oder mehr als 6 Wochen Arbeitszeit, nimmt man die übliche 40 Stundenwoche als Mass. Das soll wirklich nur aus reinem Gewissen und dem ehrenhaften Verhalten dieses Prüfers geschehen??? An so viel Gutem im Menschen zu glauben, das ist zu viel verlangt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
qwsdcv 31.07.2013, 08:58
11. Wenn nur noch 'ad hominem' hilft

Anstatt sich Leute an den Theorien und Denkweisen abarbeiten werden persönliche Angriffe gefahren, die niemandem helfen und eigentlich nur (egal ob begründet oder unbegründet) dem Amt des Attackierten schaden (Man denke an Herrn Wulff).
Und jemand der 250 Arbeitsstunden seit Juni investiert hat, kann mir nicht erzählen, dass er nicht in irgendeiner Weise persönlichen Nutzen daraus zieht sich an uralten Doktorarbeiten abzuarbeiten ...
Einfach nur traurig

Beitrag melden Antworten / Zitieren
privado 31.07.2013, 08:59
12. Wir erinnern uns...

Zitat von sysop
Norbert Lammert soll sich in seiner Doktorarbeit aus ihren Werken bedient haben - doch zwei Wissenschaftler stützen nun den Bundestagspräsidenten. In der "Süddeutschen Zeitung" werfen die Politologen vielmehr dem anonymen Plagiatejäger unseriöse Arbeit vor.

...eine nicht geringe Anzahl an honorigen "Wissenschaftlern" haben sich auch hinter/vor Frau Ex-Dr. Schavan gestellt. Also einfach mal abwarten, was die Prüfung der Uni Bochum ergibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heitka 31.07.2013, 09:00
13.

Zitat von sysop
Norbert Lammert soll sich in seiner Doktorarbeit aus ihren Werken bedient haben - doch zwei Wissenschaftler stützen nun den Bundestagspräsidenten. In der "Süddeutschen Zeitung" werfen die Politologen vielmehr dem anonymen Plagiatejäger unseriöse Arbeit vor.
Mir erschließt sich beim besten Willen nicht, was Menschen dazu bewegt in 30 Jahre alten Doktorarbeiten rumzuwühlen um Fehler zu finden. Verschafft denen das irgende eine Art von Befriedigung wenn sie andere Leute denunzieren können? Haben die es in ihrem eigenen Leben so langweilig ? Und was ist der Zweck dahinter ? Schreibt er ja nicht dazu, lediglich das er nicht politisch motiviert wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jammerlappen 31.07.2013, 09:01
14. ...

Diese auswuchernde Diskussion derzeit bringt nichts.
Zunächst sollte doch der Sachverhalt geklärt werden.
Insgesamt wird in Deutschland viel zu viel promoviert, dabei bleibt der eigentlichew Nährwert einer Doktorarbeit meist auf der Strecke. Dem Steuerzahler kostet das unnötig Geld.
Wenn ein Titel weiterhin Vorteile und Geld bedeutet wird sich diese beschämende Situation nicht ändern.
Alle Beteiligten müssen endlich handeln sonst kann über die Qualität deutscher Wissenschaft nur noch gelacht werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr.W.Drews 31.07.2013, 09:04
15. Es ist immer hilfreich sich mit ...

mächtigen Männern zu verbünden.
Es ist im deutschen Wissenschaftsbetrieb nicht allein die Leistung die zählt, noch wichtiger sind Seilschaften aka Netzwerke. Insofern handeln diese Wissenschaftler eigennützig.
Ein echter Wissenschaftler würde erst mal eine empirische Untersuchung des Erkenntnisgegenstands abwarten bevor er sich äußert. Die Verteidiger Lammerts dürften die Arbeit aber wohl kaum auch nur ansatzweise kennen. Alles ist also politisch motiviert!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thomasb1312 31.07.2013, 09:07
16.

Zitat von ckriddle
250 Arbeitsstunden für sowas?! Der gute Mann sollte seine Zeit sinnvoll nutzen und uns mit Halbwahrheiten verschonen
Bei 250h seit Anfang Juni ist das quasi ein Vollzeit-Job. Höchstwahrscheinlich irgendein "Lebenskünstler" der sich vom Steuerzahler finanziert ein schönes Leben macht. Aber andere an den Pranger stellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berndzocher 31.07.2013, 09:07
17.

Ich habe weissgott nur wenig mit Herrn Lammerts politischen Ansichten gemein, aber wie jemend anonym mit der Behauptung hausieren kann, Lammert habe abgeschrieben, und eine Überprüfung durch die Universität beinhalte einen möglichen Interessenskonflikt etc. etc., verblüfft mich doch ungemein. Da denunziert einer aus der Anonymität und ferkelt herum. Es ist offenkundig, dass unser Rechtssystem für solche digitalen Unverschämtheitem schlecht vorbereitet ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eu-citizen 31.07.2013, 09:09
18. Transparenz nötig

Alle verlangen immer alle Informationen, wenn es darum geht, eigene Positionen zu schützen. Aber die infamen Plagiatsvorwürfe eines Unbekannten sollen Medien und Hochschulen ernst nehmen? Es wird Zeit, dass die Medien erkennen, dass sie instrumentalisiert werden durch jemanden, der versucht, die CDU zu diskreditieren. Besser wäre eine Berichterstattung, die sich mit genau diesem Problem befasst und klar fordert, Name, Geldgeber, Interessen offenzulegen. Wenn der Feigling sich versteckt hält, dann sollten die Medien ihn nicht auch noch decken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Darjaan 31.07.2013, 09:10
19.

Zitat von schaeff5
Ich wette , man kann auf diese Art die Hälfte aller Doktorarbeiten Deutschlands in Frage stellen. Keiner hat sich bisher die >Frage gestellt, was das für ein politischer Stil ist.
wenn die hälfte aller doktorarbeiten den ansprüchen nicht genügt, dann ist das eben so.
es ist lächerlich diesen betrug nicht mehr in frage zu stellen, nur weil ihn vermutlich 50% aller doktoranden begehen.

was den politischen stil betrifft. nun, wenn ich mir so anschaue wie abgehoben, manipulativ und parasitär die politische klasse insgesamt agiert, da hält sich mein mitleid in grenzen bzw. ist gar nicht mehr vorhanden.
wir werden von diesen dampfplauderern von morgens bis abands belogen und betrogen.
diesen betrug jetzt wenigstens ansatzweise auffliegen zu lassen, ist das mindeste und vollkommen nebensächlich wer sowas aus welchem grund initiiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 23