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Plagiatsvorwurf gegen Schavan: Rechtsprofessor Löwer fordert Verjährung
dapd

Der Bonner Rechtsprofessor Wolfgang Löwer spricht sich für eine Verjährungsfrist bei Plagiatvergehen. Er halte es für problematisch, "die Legitimation für eine ganze Lebensleistung zu entziehen". Inzwischen wurde bekannt: Ein Verlust der Doktorwürde könnte Schavan gleich doppelt treffen.

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Gebetsmühle 09.05.2012, 08:44
70. die herren professoren

Zitat von sysop
Der Bonner Rechtsprofessor Wolfgang Löwer spricht sich für eine Verjährungsfrist bei Plagiatvergehen. Er halte es für problematisch, "die Legitimation für eine ganze Lebensleistung zu entziehen". Inzwischen wurde bekannt: Ein Verlust der Doktorwürde könnte Schavan gleich doppelt treffen.
der professor möchte eine verjährung? das sollte doch nun wirklich ansporn genug sein, seine eigene doktorarbeit nach plaggiaten prüfen zum lassen. also leute, ran ans werk!
ein professor, der wissenschaftsbetrug verjähren lassen will, wo hats sowas schon mal gegeben? demnäxt fordert einer die legalisiserung von betrug.

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tafkat 09.05.2012, 08:49
71. Nu lasst die Gute

doch endlich in Ruhe! Was sollte sie zu dem Sch...-Thema auch Intelligentes schreiben?!
Übrigens konnte sie mit der damals verfügbaren Technik noch kein ganz astreines Copy&Paste machen. Fehler beim Abschreiben sind daher keineswegs entlastend anzuführen.

Ist das Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit auf antiwissenschaftlichem Gebiet möglich?

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Gebetsmühle 09.05.2012, 08:50
72. moralische bankrotterklärung

Zitat von wibo2
Sie hat eine Direktpromotion, d.h. sie hat keinen Magister und stünde bei einem Entzug des Dr. ohne Studienabschluss da. Sie hat nach meinem Verständnis Religionslehrerin studiert, aber sie hat keine Lehrbefugnis: Kein Magister, keine Lehrbefugnis für die Schule.
also genau wie bei guttenberg. berufsversager, nie was ordentliches gelernt, sich in der partei hochgebuckelt zum berufspoliticker. ich frage mich wirklich wie lange wir das land noch solchen leuten überlassen wollen?

in die politick sollten nur noch ehrenwerte leute gelassen werden, die einen ordentlichen beruf gelernt und ausgeübt haben, also aus dem realen leben kommen. alles andre reitet den staat in den moralischen und finanziellen bankrott. das kann man jeden tag sehn.

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pfeiffffer 09.05.2012, 09:02
73. Internet, davor und danach

Meiner Meinung nach muß man einen Unterschied machen, zwischen Doktorarbeiten, die vor dem Internet nur mit Schreibmaschine und Büchern erstellt worden sind, wo ein geringer Anteil von falschen Zitaten gefunden wird, und Arbeiten, die zu Internet-Zeiten mittels Copy&Paste entstanden sind, die 30-50-80% an echten Plagiaten enthalten.

Ein paar fehlende Anführungszeichen sind unsauber, schmälern die eigendliche Leistung aber nicht wesentlich (sofern da überhaupt ein wissenschaftlicher Nutzen entstanden ist).

Ferner, umgestellte Sätze als Plagiat zu bezeichnen, ist meiner Meinung nach ein Witz, wenn man einen bestimmten Sachverhalt beschreiben will, gibt die Sprache da nicht allzuviel her, wenn man nicht in Wortklauberei abschweifen will.
"Wenn die Ampel grün ist, darf das Auto fahren."
"Das Auto darf fahren, wenn die Ampel grün ist."
"Wenn die Ampel einen nicht rot/gelben Zustand annimmt, darf das KFZ die neben der Ampel aufgezeichnete weiße Linie überqueren.
usw.
Seitenweises Raubkopieren a la Guttenberg und Co. ist Schmücken mit fremden Federn und sollte auch dementsprechend gewürdigt werden, also mit Aberkennung des Titels.

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dafor 09.05.2012, 09:05
74. Bananenrepublik Deutschland

Was ist denn mit denen, die sich auf Jobs beworben haben und nicht genommen wurden, weil die angeblich so qualifizierte Bewerberin vorgezogen wurde? Werden die entschädigt? Möglichst von den Betrügern selbst? Wenn nicht, so ist Aberkennung des Titels die richtige und Mindestkonsequenz. Ob politische Parteien meinen mit einer Betrügerin weiter Staat machen zu können ist eine ganz andere Sache und sollte nicht Einfluss auf Gesetzestexte oder deren Auslegung haben. Aber längerfristig wird es wohl so sein wie immer wenn die mächtigen meinen, dass sie was brauchen: das Gesetz wird gebeugt, gebrochen und verunstaltet bis es wertlos geworden ist. Einfach erbärmlich.

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MrStoneStupid 09.05.2012, 09:30
75. Kann man drüber nachdenken, ...

... das scheint mir eine gute Idee zu sein aber das bedeutet nur, dass ein zu Unrecht erlangter Titel nicht mehr entzogen werden muss - eine Aufdeckung der Wahrheit und Diskussion muss noch erlaubt sein und dann wird ein neues Fazit gezogen (ein guter Lebensweg kann eine alte Sünde wettmachen). (imho)

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fuchs008 09.05.2012, 09:51
76. Besondere Maßstäbe für Politiker!

Niemand wird gezwungen Politiker zu werden, Diäten zu beziehen, nach einer Wahlperiode ausgesorgt zu haben UND in der öffentlichen Aufmerksamkeit zu stehen.
Wer sich diesen Beruf aussucht, muss damit leben, dass an ihn besondere Maßstäbe angelegt werden, insbesondere was Transparenz und Aufrichtigkeit angeht.
Wenn Frau Schavans "Lebensleistung" so groß ist, wie der Proffessor vermutet, dann wird die Aberkennung dieses uralten Doktortitels niemanden interessiere.

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shokaku 09.05.2012, 10:07
77.

Zitat von erwin777sti
,
Nope. Gefordert sind die Unis.
Die müssen nicht über jedes 30 Jahre alte Stöckchen drüberspringen, das ihnen jemand vor hält.

Einfach mal mit dem Zaunpfahl winken, und den "Plagiatsjägern" nahe legen, doch eine Termin beim Coiffeur des Vertrauens zu vereinbaren, wenn sie das unstillbare Gelüst überkommt, über jahrzehntealte Arbeiten zu salbadern. Der wird dafür bezahlt.

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box-horn 09.05.2012, 10:11
78. Perfektionisten sind unter uns

Zitat von waldemar.l.
...was schreiben Sie denn da, "... daß die meisten Promotionen aus "analogen" Zeiten der Überprüfung mit heutigen Methoden nicht standhielten". Ist das jetzt immer noch Ihre Ironie oder schon Unfug. Was hat das jetzt eigentlich für eine Aussage. Was hat plagiieren mit der "analogen" Zeit zu tun. Also mit Ihren Worten was früher plagiiert wurde ist heute rechtens. Komisch Auffaßung
So kann nur jemand schreiben, der keine Ahnung von wissenschaftlicher Arbeit und deren Bedingungen hat. Kennzeichen des Plagiats ist die Absicht, zumindest Fahrlässigkeit im Umgang mit verwendeten Texten anderer, und das in erheblichem Umfang; den Fall hatten wir bei zu Guttenberg. Davon zu unterscheiden ist das Versehen, der Flüchtigkeitsfehler, der nur 'Perfektionisten' wie Ihnen (abgesehen von Ihrer Rechtschreibung und Zeichensetzung) niemals passiert, auch nicht auf 700 Seiten Text mit Anhängen. Heutzutage ist es für den Doktoranden ein leichtes, dank moderner Textverarbeitung Zitate und Fußnoten zu pflegen - das war früher ein Höllenjob, gleich ob man per Hand oder Schreibmaschine schrieb, einiges vielleicht mehrfach schreiben mußte -, und seine Arbeit durch EDV dahingehend zu überprüfen, ob er (hoffentlich) nichts dabei vergessen hat. Die Möglichkeiten persönlicher Sorgfalt und deren Grenzen durch die zwangsläufig irgandwann einsetzende Betriebsblindheit werden dabei durch die moderne Technik deutlich unterstützt.

Was zu analogen Zeiten der Doktorant selbst nicht bemerkte, sein betreuender Doktorvater und die Korrektur lesenden Freunde/Kommilitonen übersahen oder vielleicht vom Schriftsetzer in der Druckerei hineingeschummelt wurde und in der Menge der Verweise unterging, blieb daher erhalten. Daher ist die "Fehlerwahrscheinlichkeit" zu analogen Zeiten erschienener Promotionen höher als die heutiger Zeiten. Mit 'Plagiat', also dem Vortäuschen eigener Gedanken, hat das nichts zu tun. Denken Sie, das verstanden zu haben? Eigentlich ganz einfach.

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DasReptil 09.05.2012, 10:16
79. .......

Zitat von sysop
Der Bonner Rechtsprofessor Wolfgang Löwer spricht sich für eine Verjährungsfrist bei Plagiatvergehen. Er halte es für problematisch, "die Legitimation für eine ganze Lebensleistung zu entziehen". Inzwischen wurde bekannt: Ein Verlust der Doktorwürde könnte Schavan gleich doppelt treffen.
Bei BRD Politikern von Leitung zu sprechen halte ich doch für sehr gewagt. Da gibts genug die nicht einen Tag in ihrem Leben anständig gearbeitet haben.

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