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Plagiatsvorwurf: Von der Leyen könnte laut Rechtsexperten Doktortitel verlieren
REUTERS

"Alle objektiven Kriterien" für einen Titelentzug seien erfüllt, sagen Wissenschaftler über die Plagiatsvorwürfe gegen Ursula von der Leyen. Laut Informationen des SPIEGEL will Kanzlerin Angela Merkel auch in diesem Fall an ihr festhalten.

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firefly 01.10.2015, 14:02
60. Lächerlich.

Es ist lächerlich. Diese Geisteswissenschaftler sind sowas von peinlich. Nur weil ihre Wissenschaft darin besteht irgendwas bekanntes neu zu formulieren, wollen sie uns Naturwissenschaftlern solchen Blödsinn aufdrücken. Jeder zweite Artikel in pubmed wäre ein Plagiat, wenn wir die Sätze in irgendwelche Suchmaschinen eingeben. Noch nie habe ich in irgendwelchen naturwissenschaftlichen Publikationen Zitate mit Anführungsstrichen gesehen. Weil wir so einen Blödsinn gar nicht nötig haben. Bei uns geht es nämlich um echte Wissenschaft und nicht um irgendwelche Neuformulierung von altem Wissen. Kein Naturwissenschaftler würde sich darüber aufregen, dass jmd anderes seine Formulierungen für einen Sachverhalt ohne Anführungszeichen nutzt. Das geht so nicht weiter. Gerne kann ja VroniPlag irgendwelchen geisteswissenschaftlichen Müll auf irgenwelche Formfehler untersuchen, aber bitte lasst uns Naturwissenschaftler unsere Arbeit machen. Nämlich neues Wissen schaffen.

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claterio 01.10.2015, 14:03
61.

Zitat von Jasro
Wie viel Prozent aller überhaupt je geschriebenen Doktorarbeiten (und auch Diplomarbeiten etc.), egal ob nun von Prominenten oder von Nicht-Prominenten, sind eigentlich wirklich "ehrlich", also ohne irgendwelche Plagiate und Schummeleien, genau so, wie sie sein sollten?
Darüber könnte doch mal jemand eine Doktorarbeit schreiben ...

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Untertan 2.0 01.10.2015, 14:03
62. Lug und trug

Gibt es denn keinen Politiker, der seinen Doktor ehrlich erworben hat? Bei der alten Frage: werden Politiker zu Lügnern oder Lügner zu Politikern, scheint wohl letzteres wahr zu sein...

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Herbert1968 01.10.2015, 14:03
63. Verjährung auch im Zivlirecht

Zitat von palutz
Kann ich dann auch nach 10 Jahren geklautes Geld behalten?
Möglich ist das. Auch zivilrechtliche Ansprüche unterliegen der Verjährung. Beim Herausgabeanspruch - der Bestohlene verliert sein Eigentum durch den Diebstahl nicht - beträgt die Verjährungsfrist gemäß § 197 BGB dreißig Jahre.

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rainer_daeschler 01.10.2015, 14:03
64. Urheberrechtsverletzung auf bei Trivalem

Zitat von uppsala
Sorry Leute, aber diese Beispiele zeigen nur, wie neurotisch die selbsternannten Plagiatsjäger denken. Bei den hier aufgeführten Textstellen handelt es sich um Trivialsätze, die nicht einmal zitationswürdig sind.
Dann kopieren Sie mal größere Passagen aus einem Konsalik-Roman und versuchen sie damit auch eine Millionenauflage zu erreichen. Schnell werden Sie vom Verlag und der Justiz darüber belehrt werden, was ein Plagiat ist. Auch wenn es nur einleitende Texte sind, man bedient sich dabei der Arbeitsleistung anderer. Das ist weder in wissenschaftlichen Werken, noch in der Literatur zulässig und gilt als Urheberrechtsverletzung.

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angste 01.10.2015, 14:03
65.

Zitat von uppsala
Sorry Leute, aber diese Beispiele zeigen nur, wie neurotisch die selbsternannten Plagiatsjäger denken. Bei den hier aufgeführten Textstellen handelt es sich um Trivialsätze, die nicht einmal zitationswürdig sind. Frau vdL gibt hier in keiner Weise vor, Forschungsergebnisse selbst erarbeitet zu haben, die in Wirklichkeit von anderen stammen. Es handelt sich......
"Bei den hier aufgeführten Textstellen handelt es sich um Trivialsätze, die nicht einmal zitationswürdig sind."
Dann hätte sie das weglassen können, oder nicht? Statt dessen schmückt sie sich mit diesen Formulierungen, als wenn sie das geschrieben hätte.

Wo ist das Problem, dass ich, wenn ich schon fremde Texte abschreibe, im gleichen Moment auch die Quelle hinzufüge?
Statt dessen werden Sätze leicht umgeschrieben (bedeutet auch Arbeit, wie das Hinzufügen von Quellen), um eigenes Überlegen vorzutäuschen.

Und, egal wie groß oder kleingeschrieben wird.....der Prozentsatz der Plagiate bleibt der gleiche.

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movfaltin 01.10.2015, 14:04
66.

Zitat von mr.andersson
Die Rechtslage ist aktuell wie sie ist, der Titel ist wohl zurecht weg. Aber bald traut sich doch kein Promovierter mehr in die Politik weil er heute nicht mehr weiß, oder er vor 20 Jahren vielleicht schlampig zitiert hat.
Nein, es kommen aber keine Karrieristen mehr in die Politik, die sich den Doktortitel bloß zum Karrieremachen anheften wollen. Und das kann uns allen nur recht sein.

Richtige Wissenschaftler sähe ich sehr gerne unter den Politikern. Da gibt es imho keinen einzigen. (Nein, auch nicht Frau Merkel, deren Diss ja leider spurlos verschwunden ist, ganz ohne Kopie.)

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Zehetmaieropfer 01.10.2015, 14:07
67. Frau von der Leyen hat zurückzutreten

Sollte Frau von der Leyen plagiatiert haben sollte sie sofort von allen Ämtern zurücktreten. Sie hat diese Ämter auch aufgrund eines offenbar unredlich erworbenen Doktortitels erhalten. Viele Menschen müssen hart für einen Doktortitel kämpfen und arbeiten. Es ist unfair immer und immer wieder solche Leute in allen Parteien zu sehen, die auf fragwürdige Weise Karriere machen, gut versorgt sind, auf andre überheblich herabschauen und über diese noch den Stab brechen

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AUXEROIS 01.10.2015, 14:07
68. Oh Mann..

Zitat von uppsala
Sorry Leute, aber diese Beispiele zeigen nur, wie neurotisch die selbsternannten Plagiatsjäger denken. Bei den hier aufgeführten Textstellen handelt es sich um Trivialsätze, die nicht einmal zitationswürdig sind. Frau vdL gibt hier in keiner Weise vor, Forschungsergebnisse selbst erarbeitet zu haben, die in Wirklichkeit von anderen stammen. Es handelt sich hier s......
...natürlich darf und soll sie abschreiben, wenn sie meint, dass das hilfreich ist.
Aber sie muss hatl die Quellen und die Urheber angeben, wenn Passagen wörtlich übernommen warden, muss sie korrekt zitieren.
Sie scheinen noch keine akademsiche Abschlussarbeit vorgelegt zu haben?

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box-horn 01.10.2015, 14:07
69. zwar gibt es keine Gleichheit im Unrecht...

aber ausgerechnet bei einer medizinischen Dis, die mit Sicherheit ohnehin zu mind. 80 Prozent allein aus akademischer Perspektive unterirdisch sind, ohne Prüfung auf angebliche Plagiate, so einen Aufstand zu machen, ist lächerlich.
Ich schlage vor, für den Anfang sämtliche medizinischen Dissertationen des Jahres, in dem Frau vdL ihre abgelegt hat, unter den gerügten Punkten zu prüfen.
Vermutlich genügt sie den Ansprüchen im großen und ganzen nicht mehr, ganz bestimmt aber auch nicht weniger als der Schnitt ihres Jahrgangs.

Es würde Tausenden mitten in ihrem beruflichen Leben stehenden tapferen Ärzten ihren Titel kosten. DAS würde einen Aufschrei geben...

Ich kann sie wirklich nicht leiden, unsere Kanonen-Uschi.
Aber ich halte es aus dengenannten Gründen für eine Ungleichbehandlung, und darüberhinaus für Schwachsinn.
Viel sinnvoller wäre, wie in anderen Studiengängen auch, eine Vorabfilterung nach Qualität des Examens. Für die allermeisten Ärzte ist der Titel reine Deko - praktische Bedeutung hat er darüberhinaus nicht.

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