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Prämien an Hochschulen: Professoren im warmen Boni-Regen
Corbis

Voller Einsatz bringt Extrageld: An Hochschulen dürfen sich fast nur Professoren über Boni freuen, Höchstleistungen von Mitarbeitern werden kaum gewürdigt. Warum nicht?

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fatherted98 01.10.2014, 08:34
1. Warum nicht?

...Warum kriegt der Vorstand der Deutschen Bank einen Millionen-Bonus und die Mitarbeiter können froh sein ihren Job zu behalten?
Das läuft halt in unserer sozialen-Marktwirtschaft so....

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Korken 01.10.2014, 09:05
2. Nasenfaktor

"Der Siegener Prorektor Bolivar glaubt aber, dass ein bisschen Neid schon sein dürfe. Für viele könnte das zugleich Ansporn sein, sich noch mehr anzustrengen."

Ein immer wiederkehrende Theorie, die m.W. noch nie bewiesen wurde - weil sie wahrscheinlich nicht stimmt. In einer idealen Welt könnte das vielleicht funktionieren, aber in der Welt der Nasenfaktoren leider nicht.

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gruenbonz 01.10.2014, 09:05
3. Grundschulrektoeren, Dekane usw. erhalten doch keine Boni!

sondern einen (un)gerechten Ausgleich für die Mehrbelastung. Viele Schulleiterposten sind unbesetzt, da der finanzielle Ausgleich in keinem Verhältnis zur Mehrbelastung steht. Das ganze als "Boni" zu bezeichnen, ist ein Witz. Dann wäre eine Schichtzulage für einen Lokführer wohl auch ein Bonus? Etwas mehr Sachkenntnis wäre hier angebracht. Und das dann noch mit den Verhältnissen in den USA einzuleiten?

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p-touch 01.10.2014, 09:09
4.

Bei dem ein oder andern Professor stellt sich ehr die frage wofür die ihr Geld bekommen. Es ist wie immer, nicht die Leistung zählt, sondern wie gut man sich verkaufen kann.

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tl-hd 01.10.2014, 09:31
5. Überschrift im BILD-Stil - SPON-Niveau nimmt immer weiter ab

@admin: Da mein Beitrag offenbar nicht veröffentlich wurde, probiere ich es noch einmal. Mir ist keine Verletzung der Forenregeln bewusst. Sollte die Kritik an SPON schon Anlass sein, den Beitrag zu zensieren, dann hoffe ich, dass Sie die Kritik zumindest an die entsprechende Stelle weitergeben.

--

Die Überschrift des Artikels ist mal wieder (wie leider immer öfter auf SPON) im BILD-Stil reißerisch und verfälschend gehalten.

Das ist insofern ärgerlich, dass viele nur die Überschrift lesen, durch diese aber schon eine gewisse Meinung transportiert wird, die dann haften bleibt.

So suggeriert die Überschrift, dass Professoren nahezu in Boni schwimmen würden. Aus meiner Erfahrung kann von einem "Boni-Regen" für Professoren keine Rede sein. Wichtig ist dabei auch, dass bei der Umstellung auf die W-Besoldung die Grundgehälter gegenüber der früheren C-Besoldung deutlich gekürzt wurden, um Leistungsanreize zu schaffen, die dann über Boni vergütet werden. Mit anderen Worten: Um an frühere Gehälter ran zu kommen, müssen Professoren Boni aushandeln, da diese schon ins Besoldungssystem eingepreist sind.

Ich bin übrigens kein Professor und erhalte auch keien Boni.

--

Die Probleme der Vergleichbarkeit von Leistungen werden immerhin im Artikel angesprochen. Was man noch hinzufügen könnte ist, dass Publikationen in Top-Zeitschriften auch zu einem gewissen Teil Glückssache sind. Wer z.B. vor fünf Jahren begonnen hat, an Ebola zu forschen, und jetzt gute Ergebnisse hat, dürfte die aktuell viel leichter in einem hochrangigen Journal veröffentlichen können als jemand, der in der gleichen Zeit z.B. an Malaria oder Aids geforscht hat. Dabei dürften in den letzten fünf Jahren vermutlich mehr Menschen an Malaria oder Aids als an Ebola gestorben sein.

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SpitzensteuersatzZahler 01.10.2014, 10:00
6.

Zitat von fatherted98
...Warum kriegt der Vorstand der Deutschen Bank einen Millionen-Bonus und die Mitarbeiter können froh sein ihren Job zu behalten? Das läuft halt in unserer sozialen-Marktwirtschaft so....
Je leichter ein Mitarbeiter zu ersetzen ist, umso schlechter kann man ihn bezahlen, weil sein Weggang keinen nennenswerten Schaden verursachen würde...

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nochnbier 01.10.2014, 10:21
7. In den Augen der meisten Profs ...

... ist es Motivation genug, wenn der befristete Arbeitsvertrag der Wissenschaftlichen Mitarbeiter verlängert wird. Mehr Geld? Wir wollen doch nicht übertreiben! Wegen dem schnöden Mammon wird man doch nicht Wissenschaftler - Ruhm und Ehre müssen ausreichen, und der staatliche Tritt in den Allerwertesten, wenn die 12 Jahre nach WissZeitVG um sind ...

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gandalf_der_bunte 01.10.2014, 10:52
8. Warmer Boni-Regen...

ist ein völlig irreführender Titel, der offensichtlich Sozialneid schüren soll. Ich bin Professor an einer öffentlichen Hochschule. Wenn ich im Alleingang für meine Hochschule private Projektmittel von einer halben Mio. Euro einwerbe, die viel Arbeit nach sich ziehen und Mitarbeiterstellen finanzieren, erhalte ich als Anerkennung einmalig 5000 Euro (1%), bzw. 3000 Euro netto. Bei zwei Antragstellern halbieren sich die Beträge. Bei erfolgreichem Projektabschluss gibt es nichts, bei eingeworbenen öffentlichen Projektmitteln gibt es nichts - und anders als im Beitrag dargestellt sind Leistungs- und Funktionszulagen keineswegs "frei verhandelbar", sondern festgelegt.

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nickleby 01.10.2014, 11:09
9. Wer sehr gut ist soll auch sehr gut bezahlt werden

Hier soll klar saghen, dass Leistung zählt und nicht Geschwätz
Kenntnisse, Einsatz, Leistung und Erfolg sind maßgebend, nicht das sozialpädaogisch psychologische Gedöns).
Wer lesitet soll gut und hoch bezahlt werden. Die anderen sollen sich eben anstrengen, wenn sie es können, wenn nicht, dann ahben sie Pech. Aber in diesem unserem land muss keiner verhungern. Hartz IV für alle.

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