Forum: Leben und Lernen
Prämierte Studenten-Plakate: Offen für alles
Deutsches Studentenwerk

Jung, deutsch, hetero - das gängige Bild an Unis soll sich ändern, die Hochschulen wollen vielfältiger werden. Unter dem Motto "Diversity? Ja, bitte" hat das Studentenwerk einen Plakatwettbewerb ausgelobt. Hier sind die besten Entwürfe.

Seite 6 von 10
ricson 01.07.2014, 12:40
50. @Lh526

nein lässt es sich nicht. und wenn ist natürlich nicht Ok irgendwen zu diskreminieren. Die Ablehnung von z.b. schwulen dürfte bei heteros wohl Größer sein als umgekehrt. Wo sehen sie denn das diese Plakate Intoleranz foerdern. Sie weisen auf Intoleranz hin. Das eine besser das andere schlechter.Farm der Tiere ist eine Fabel die Tiere stehen alle für Menschen. Das es außerdem ein richtigen Menschen drin gibt würde ich mal unter künstlerischer Freiheit verbuchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
LH526 01.07.2014, 13:00
51.

Zitat von hemithea
Das verstehe ich auch nicht. Ich komme aus einer Familie, in der alle studiert haben. Ich gehöre zu der 4. oder 5. Generation meiner Familie, die studiert. Und alle haben Naturwissenschaften studiert, bis auf zwei Ingenieure, sind bzw. waren alle bis auf mich und meiner Cousin und Cousin Physiker und Mathematiker. Also, ich kann echt nichts für, dass ich in "so" eine Familie reingeboren wurde. Ich habe es mir echt nicht ausgesucht. :-D Und ja, meine Eltern haben eben auf mich "aufgepasst". Sie haben mit mir Museen, Theater, Oper, Ausstellungen weiß-was-ich-sonst-noch-alles besucht. Nicht, damit ich mich als was Besseres fühle. sonder v.a. auch weil das meine Eltern interessiert hat. Ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem fast jeder die Musikschule und Sportverein besucht hat. Ich habe es auch gemacht. Ja, meine Eltern konnten mir teilweise bessere Allgemeinbildung vermitteln, als z.B. meinen Klassenkameraden vermittelt wurde. Was ist daran so schlimm??? Wieso schiebt man so ein Hass auf "Akademikerkinder"?
Weil Sie damit in den Augen der Sozialromantiker als "priviliegiert" gelten und somit ein relatives Hassobjekt sind. Ich komme aus einem ähnlichen Elternhaus, musste mir ähnliche Vorwürfe anhören und mein Argument "Wer hindert denn andere Menschen daran, auch in Theater, Oper, Museum etc zu gehen, zumal es für die meisten sozial schwachen sogar günstiger bzw. umsonst ist? Wer hindert sie denn daran, ein Instrument zu lernen bzw. Sport zu treiben? Niemand hindert sie daran, als ihr eigener Wille" verhallte fruchtlos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
LH526 01.07.2014, 13:10
52.

Zitat von pepe80
Bleiben wir doch bitte bei den Homosexuellen. Wo werden diese bevorzugt behandelt und was verstehen Sie unter "gleicher Leistung"? Sehen Sie Homosexuelle als gleichberechtigt an, wenn Sie an die Ehe denken?
Es gibt Berufsmessen explizit für Transgender, Schwule, etc ... dort wird man also als hetero nicht gerne gesehen bzw. als Mann automatisch in die Schwulen-Schublade gesteckt ...
Nochmal: Jede Bevorzugung einer Person ist die Benachteiligung einer anderen, so wie ich mir nicht anmaßen würde, eine Person zu Benachteiligen würde ich nie eine Person allein wegen ihres Geschlechtes oder sexuellen Orientierung bevorzugen, weil ich damit Menschen, die nicht dieser Gruppe angehöre, benachteilige.

Homosexuelle sehe ich als überall gleichberechtigt an, natürlich, schon die Diskussion darüber empfinde ich als absurd, weil somit LGBT wieder als "Förderungswürdig" auf ein Podest gehoben werden, Stichwort Sonderstellung. All diese Menschen sind vollwertige Teile unserer Gesellschaft, die weder benachteiligt, ausgegrenzt noch bevorzugt werden sollen, das ist das antürlichste der Welt. Alle Menschen sollten die selben Rechte und Pflichten haben, darunter fällt Heirat ebenso wie Studium und Jobwahl, ohne Bevorzugung oder Benachteiligung.
Daß in den wirren Köpfen mancher Menschen Frauen oder Schwule immer noch als "anders" angesehen werden, ist ein Krampf, auf den man leider nach wie vor trifft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Esteban_Escobar_7 01.07.2014, 13:10
53. Historisch unzutreffend

Der Kommentar zum Plakat Nr. 9 suggeriert, dass im Nationalsozialismus eben diese Zugangsbedingungen (männlich, Akademiker-Vater, etc.) gegolten hätten.

Hierzu die Wikipedia:

Im Parteiprogramm der NSDAP war das Ziel verankert, jedem fähigen und fleißigen Deutschen das Erreichen höherer Bildung zu ermöglichen und dafür auch staatliche Förderung bereitzustellen. Insbesondere die nationalsozialistischen Studentenführer griffen diese programmatischen Absichtserklärungen zur sozialen Öffnung von Hochschulen auf und kritisierten immer wieder, dass der Zugang zur Hochschule zu stark ein Privileg gehobener Schichten bleibe. Dies schlägt sich in den Daten der Hochschulstatistik auch deutlich nieder. Das soziale Profil der Studentenschaft veränderte sich nicht spürbar. Die ohnehin sehr kleine Gruppe studierender Arbeiterkinder nahm nach 1933 eher noch ab, der Anteil aus Bildungs- und Besitzbürgertum stammenden dagegen zu. Mindestens zum Teil ist dies zurückzuführen auf den während der Kriegsjahre deutlich gestiegenen Anteil weiblicher Studierender; denn diese kamen noch weit stärker aus dem Bürgertum, als das bei den männlichen Studierenden der Fall war.
http://de.wikipedia.org/wiki/Univers...nalsozialismus

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Esteban_Escobar_7 01.07.2014, 13:21
54.

Nur um Missverständnisse auszuschliessen: Es geht mir lediglich darum, das angesprochene Plaktat #9 im historischen Kontext zu betrachten, den es so nie gegeben hat.

Paradoxerweise war gerade der Nationalsozialismus besonders eifrig darin, den Zugang für "alle" (im Sinne von allen Volksdeutschen) zu fordern.

Ausgeschlossen waren Linke und Juden sowie sonstige nicht systemkonforme Personen. Schlimm genug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ratzbär 01.07.2014, 13:32
55. Sicherung im mA-Bereich

Zitat von ricson
Sobald auch nur irgendwo auch nur die Worte Gleichberechtigung, Toleranz oder Vielfalt fallen knallen bei den foristen alle Sicherungen durch und das gepoebel geht los. Kann ja nicht angehen das andere jetzt genau so viel wert sind wie ich. Weiß, Männlich, hetero ist aktuell immer noch das Ideal das nirgends einen Nachteil zu befürchten hat. alle anderen schon. Natürlich verliert diese Gruppe Privilegien wenn andere aufgewertet werden, aber diese waren nie rechtmäßig. Wer sich als weisser hetero Mann diskriminiert fühlt kann ja gerne auch ne Kampagne machen. Dann hat die Welt mal wieder was zu lachen. Aber das wird wohl nicht passieren. Mit den Privilegien lebt es sich schon so lange Anstrengungsfrei das die Fähigkeit zur Eigeninitiative schon lange Weg ist. Zu mehr als ein bissel poebeln auf teebeutel Niveau reicht es zum Glück nicht.
Wenn ich mir das Forum bis zu Ihrem Beitrag so durchlese fällt mir auf, dass der einzige hetzerisch formulierte und von Toleranz und Kritikfähigkeit befreite Beitrag der Ihrige ist.

Kritische Anmerkungen, eigene Meinungen bis hin zu Desinteresse und gelangweilt sein: Ja - alles dabei! Aber "Pöbeleien", wie Sie sie anprangern kann ich nicht finden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rs-quant 01.07.2014, 13:32
56. Die Rechtschreibung

in Plakat 9 geht gar nicht. Wenn schon Fraktur, dann richtig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark@mailinator.com 01.07.2014, 13:51
57. Komplex

Zitat von hemithea
Girlsday dient der Präsentation der als männlich empfundenen Berufe der Mädchen. Und, man mag es kaum glauben, es gibt den sog. Boysday... Da können Jungs in "weibliche" Berufe reinschnuppern: Kindergärtner, Grundschullehrer usw. Ich weiß nicht, aber als Mann hat man es doch wirklich leichter. Mein Freund muss sich nicht rechtfertigen, dass unser Kind im Kindergarten ist. Wenn ich aber erwähne, dass ich ein Kind habe, kommt sofort die Frage, wo es ist und wann ich es in die Kita gegeben habe und wieso ich nicht länger zu Hause geblieben bin... Ich muss mich dafür rechtfertigen, mein Freund nicht. Wenn ich sage, dass ich Chemie studiere, kommt in 80-85 % der Fälle der Spruch "aber bestimmt auf Lehramt"... Ich durfte auch mal den Spruch anhören, dass ich nur wegen meiner Oberweite (die ist leider echt groß) die guten Noten habe, dabei trage ich NIE tiefe Ausschnitte, Figurbetontes und Kurzes in der Uni. Es sind teilweise echt Kleinigkeiten gegenüber Frauen, die sich aber summieren und ein echt schräges Bid ergeben und schon leicht diskriminierend ist. Ich streite nicht ab, dass es Männern genauso geht, aber man kann einfach nicht abstreiten, dass es doch noch Diskriminierung gegenüber Frauen gibt.
Man kann das Thema unmöglich hier im Forum abarbeiten. Den Boyday gibt es erst seit kurzem. Über bestimmt 10 Jahre gab es nur den Girlsday, d.h. einen Tag, wo viel Geld investiert wurde um Mädchen etwas zu geben. Was meinen Sie, wie sich die Jungs da jedes Jahr gefühlt haben ? Nun gibt es zwar den Boysday, aber er ist nicht wirklich gleichwertig.

Was das mit dem "als Mann hat mans leichter" angeht, ist das bei weitem nicht mehr so wie früher. Bekanntermaßen bekommen Jungs bei gleicher Leistung in der Schule schlechtere Noten. Und wenn sie sich in Bereiche begeben, die weiblich dominiert sind, kriegen sie die gleichen Probleme wie umgekehrt, z.B. bei Elternabenden in manchen Gegenden, etc. Ich mußte auch beispielsweise 18 Monate zur Armee, was mich effektiv 2 Jahre kostete (Studienbeginn). Das war so ca. 5x echt lebensgefährlich, den Rückenschaden habe ich immer noch. Da hatte ich keine Wahl, wie etwa bei einem Kind, keinen gesellschaftlichen Respekt (DDR-Soldaten waren verpönt), kam z.T. 6 Monate nicht aus der Kaserne, etc. ... usw. usf.

Ich habe keinen Zweifel, daß beiden Geschlechtern Unrecht widerfährt. Genau deshalb fordere ich in meinem ersten Post ja auch eine Schutzstruktur für Männer. Es ist nicht "gleich", wenn eine Seite einfach behauptet, die andere Seite hätte keine Probleme. Die Probleme sind da, aber keine Lobby.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
horstu 01.07.2014, 13:56
58.

Der Artikel beschreibt aktuelle Initiativen, mehr Homosexuelle und Menschen mit Migrationshintergrund an die Uni zu bringen. Gerne gesehen Instrument hierbei: Herkunftsbezogene Quoten für die Unterrepräsentierten und Zugangsbeschränkungen für die vermeintlich Bevorteilten. Als "affirmative action", d.h. "positive Diskriminierung", die immer einhergeht mit der Benachteiligung der Mehrheit zugunsten von Minderheiten.
Und Sie sprechend ernsthaft von der drohenden Unterdrückung (!) von Ausländern, Homosexuellen und Linken durch eine Diktatur? Bekommen Sie eigentlich mit, worum hier diskutiert wird? Nämlich das genaue Gegenteil Ihrer Behauptung. Nämlich dass die von Ihnen als bedroht wahrgenommenen Minderheiten gegenüber anderen BEVORZUGT werden sollen. Laut Grundgesetz darf aber niemand benachteiligt oder bevorzugt werden. Wer mich benachteiligen will, muss mit Widerstand rechnen. Das ist mein gutes Recht. Für Sie ist das aber schon Zeichen mangelnder Toleranz und der drohenden Diktatur. Das ist klassisches Denken in Feindbildern.

Zitat von ricson
Als erstes mal bin ich selbst weiß, männlich, hetero. desweiteren sind Diktaturen eben nicht auf Grund eines übermasses an Toleranz endstanden, sondern die angst der Eliten vor anderen mit ihrem Ach so schändlichen Lebensstil sind meist die Ursache. So wie es aktuell aussieht dauert es wohl nicht mehr lang bis zu den ersten “Bürger kauft nicht beim schwulen“ Plakaten. Lesen sie sich doch die Kommentare mal durch, Minderheiten werden zur Bedrohung stilisiert. Das ist der Anfang von Diktatur. Die nächsten Schritte werden sein das immer mehr Menschen in die Gruppe der Minderheit verschoben werden. Erst waren es nur Ausländer und schwule als nächstes wird es alle linke treffen und dann eben irgendwelche anderen die man sonst nicht mag. Und am Ender Geriert sich eine kleine Minderheit als Mehrheit et voila Diktatur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
LH526 01.07.2014, 14:03
59.

Zitat von ricson
nein lässt es sich nicht. und wenn ist natürlich nicht Ok irgendwen zu diskreminieren. Die Ablehnung von z.b. schwulen dürfte bei heteros wohl Größer sein als umgekehrt. Wo sehen sie denn das diese Plakate Intoleranz foerdern. Sie weisen auf Intoleranz hin. Das eine besser das andere schlechter.Farm der Tiere ist eine Fabel die Tiere stehen alle für Menschen. Das es außerdem ein richtigen Menschen drin gibt würde ich mal unter künstlerischer Freiheit verbuchen.
Was eine Fabel ist versteh ich wohl, allein, da die Tiere beinahe gesammelt in die falsche Richtung rennen, ist eine Übertragung in unsere heutige Gesellschaft und demokratische Werteordnung kaum möglich. Die Tiere haben sich gegen die Menschen aufgelehnt, danach nahm das alles Sozialistisch-leninistische Züge an, bis es zu Bruch ging ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 10