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Privatschulen in England: Privat. Macht. Staat.
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Wer in England zur Elite gehören will, sollte auf eine nichtstaatliche Schule gehen: Ehemalige Privatschüler dominieren Justiz, Politik, Medizin und Journalismus im Land. Das zeigt eine neue Studie.

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sierrabravofour 27.02.2016, 00:59
10.

Zitat von totalmayhem
Auf der Insel nix Neues, Oxbridge rules the Empire... aber bei den Franzosen sieht's aehnlich aus, fast jeder, der ein hoeheres oeffentliches Amt bekleidet, kommt aus der ENA. Deren Absolventen haben sozusagen ein Monopol.
Und deswegen sind diese auch in jedem Ranking ganz weit hinten waehrend die Deutschen Universitaeten immer Spitzenplaetze belegen.

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n8f4ll 27.02.2016, 02:27
11. wird zeit...

, dass das bei uns genauso erfolgreich umgesetzt wird. Ich denke, so wie ich sind viele Eltern bereit in die Zukunft ihrer Kinder entsprechend zu investieren.

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dickebank 27.02.2016, 07:22
12. blöd nur ...

Zitat von allesamt
So wie sich unser Schulsystem entwickelt, werden auch bei uns bald die Kinder der reichsten und einflussreichsten Eltern ausschließlich Privatschulen besuchen. Das ist die Folge der Politik der Gleichmacherei über Einheitsschulen und Integrierten Gesamtschulen.
Blöd ist ja nur, dass in GB ein großer Teil der Internatsschulen als "comprehensiv school" etabliert ist.

Es geht nämlich überhaupt nicht um die Schulform sondern um die soziale Seggregation.

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sandbaum30 27.02.2016, 07:40
13. Privatschulen

Sind nur deshalb eine Kaderschmiede, weil keine liebenden Eltern ihre Kinder in dieses Haifischbecken werfen würden. Wer nur einen kleinen Einblick in Salem und Co hat, der weiß, warum diese Absolventen überall die höchsten Positionen haben. Das liegt mitnichten an der Lehrerqualität. Sie lernen einfach schon von klein auf über Leichen zu gehen....

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doitwithsed 27.02.2016, 08:42
14. Privat oder nicht

Zitat von
Fast zwei Drittel der höheren Offiziere beim Militär (71 Prozent)
Hier hat sich der Mathematikunterricht irgendeiner Schule offenbar nicht ausgezahlt: Fast bedeutet mathematisch übersetzt "kleiner als", zwei Drittel sind 66,6%. Also sind laut dieser Aussage 66% kleiner als 71%.

Gewagte These.

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wachsame 27.02.2016, 08:48
15. Das deutsche Bildungssystem

ist so schlecht, dass es mich keinesfalls wundern würde, wenn wir hier einen Run auf die Privatschulen erleben würden. Im Übrigen muss nicht jeder Abitur machen, es muss ja auch Leute geben, die arbeiten.

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MWTH 27.02.2016, 08:55
16. an acitapple

Nun, ich glaube weniger, dass die Beobachtung, dass ein Großteil der gesellschaftlichen Elite von den Eliteschulen kommt, primär etwas mit der Qualität der Schulen zu tun hat. Es reflektiert nur, dass diese Gesellschaften (Frankreich und England) sich entschieden haben, ihre Eliten klassenorientiert und nicht leistungsorientiert auszusuchen. Ich glaube, wir verdanken unsere momentane da doch egalitärere Kultur dem amerikanischen Einfluss nach dem 2. Weltkrieg und der nahezu vollständigen Diskreditierung unserer elitärer Klasse durch ihr mehrheitliches Verhalten während des Krieges. Mit egalitär meine ich, dass es eben nicht darauf ankommt, wo man zur Schule gegangen ist, sondern eher, was man in der Lage ist zu tun. Ein für die gesellschaftliche Entwicklung durchaus gesunderes Verfahren, wie man in einem Vergleich der Gesellschaften dann wohl auch vermutlich feststellen wird.

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zoon.politicon 27.02.2016, 10:26
17. Englische Privatschulen konnen sich die Lehrer aussuchen

War selber im Zuge eines Austauschprogramms als 17 - Jähriger für ein Trimester an einer englischen Privatschule und habe daran gute Erinnerungen.
Ein zentraler Punkt für die bessere "Qualität" scheint mir zu sein, dass diese Privatschule sich ihre Lehrer selber aussuchen konnte, wobei auch die Eltern einen grossen Einfluß hatten.
So stehen dort die Lehrer unter einem ganz anderen Erfolgsdruck, als in unserem staatlichen deutschen Schulsystem.

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Pierre30 27.02.2016, 10:33
18. Das englische Klassensystem

wird sich nicht ändern. In einem Land, wo die unteren Klassen die eigene Sprache nicht richtig beherrschen, und wo staatliche Schulen meist unzureichend sind, braucht es eine gut ausgebildete Elite fern von Fish and Chips.

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spiegelleser987 27.02.2016, 11:04
19.

Diese Studie ist wie immer nur etwas Statistik und stellt Zusammenhänge nicht korrekt dar.

Es ist egal, ob eine Schule privat oder staatlich ist. Aussagen zu den Ausbildungsfächern fehlen. Zum leichteren Verständnis übertreibe ich mal: Nehmen wir mal an, dass es nur eine einzige staatliche Universität gibt, wo ein einziger Jura-Professor Vorlesungen macht. Gleichzeitig bilden an allen privaten Universitäten tausende Professoren Jurastudenten aus. Damit ist die steigende Zahl der späteren Richter aus privaten Unis eindeutig.

Die Frage, welche Fächer an staatlichen Bildungseinrichtungen verbreitet sind, bleibt offen.

Das Problem sehe ich an anderer Stelle. In DE hat es sich genauso entwickelt, unabhängig davon ob staatlich oder privat. Im Bundestag sitzen fast nur noch Beamte, Lehrer und Juristen. Das zählt heute als Elite. Dann hat man die "Exzellenz" gesetzlich festgelegt. Einige staatliche Technische Universitäten haben danach naturwissenschaftliche und technische Bereiche abgeschafft und Professoren auch rausgeworfen. Dafür hat man neue Professoren für die Fächer Jura, Soziologie, Politikwissenschaft eingestellt und diese Gebiete erweitert. Das gilt dann als "Exzellenz" und wird zur Elite. Nur noch die bestimmen, wenn sie dann z.B. im Bundestag oder der EU sitzen, über unser Leben.

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