Forum: Leben und Lernen
Pro & Kontra: Streit über Karliczeks "Bachelor Professional"
Ina Fassbender/ AFP

Soll aus dem "Gesellen" in Deutschland der "Bachelor Professional" werden? Wirtschaft und Hochschulen beurteilen den Plan der Bundesbildungsministerin absolut gegensätzlich. Hier sind die Positionen.

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docker 13.11.2019, 08:37
1. Die Abwertung...

.....von Abschlüssen schreitet solange fort, bis man den jungen Menschen jeden Abschluss vergällt hat. Frau Karlicek ist und bleibt eine Fehlbesetzung selbst in einem Land, das Bildung nicht mehr
zu fördern weiß.

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fillthegap 13.11.2019, 08:44
2.

finger weg von dingen von denen man keine ahnung hat. und sie hat von allem keine ahung. soll sie doch mit den anderen unfähigen kultusministern erst einmal genug kohl in die grundschulen pumpen, perpektiven für lehrer schaffen. ach das wäre ja arbeit. das bischen rumschnippelt und umbenennen von etwas vorhandenem ist natürlich einfacher und macht keine arbeit.

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dasbertl 13.11.2019, 08:46
3. Nur mal so zum Verständnis

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz befürchtet eine Verwechslungsgefahr, weil die "Hochschultitel" Geselle (Bachelor) und Meister (Master) ähnlich auch in der Wirtschaft eingeführt werden, wo es bisher nur Geselle und Meister war, während die akademischen Titel früher (Diplom, Magister) deutlich andere waren... Ähhm... ja...
Ich bin nun ganz und gar nicht mit Anja Karliczek als Bildungsministerin einverstanden, aber hier liegt sie meiner Meinung nach durchaus richtig.

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laurent1307 13.11.2019, 08:50
4. Leuchtturmprojekte

Diese Bildungsministerin:
Ein Leuchtfeuer der Regierung, haut ein wichtiges Thema nach dem anderen raus!
Das toppt höchstens noch der Scheuer, mit innovativen Projekten wie der Freigabe von E-Scootern.
Da wird doch die Milchkanne im Funkloch verrückt!

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ostseekuestenbewohner 13.11.2019, 08:54
5. Der Bologna-Unsinn ...

... hat schon dazu geführt, daß im Vergleich zum Diplom entweder das vermittelte Wissen reduziert wurde oder der Diplomstoff in kürzerer Zeit abgehandelt wurde. Beides, um die kürzere Studienzeit zu erreichen. Ergebnis: im ersten Fall ein minderwertigerer Abschluß im Vergleich zum Diplom, im 2. Fall mehr Studienabbrecher und generell weniger vergleichbare Studienabschlüsse. Abgesehen davon, daß der Bachelor-Abschluß auch als "zertifizierter Studienabbruch" angesehen wird.
Soweit zu Bologna. Das Problem der dualen Berufsausbildung ist nicht die Berufsbezeichnung, sondern die Tatsache, daß Politik und andere Gremien (OECD) den Leuten einreden, daß man nur durch Studium etwas werden kann.
In der aktuellen Situation ist man wahrscheinlich genauso gut oder besser dran, wenn man einen Handwerksberufs lernt, einen Meister macht und sein eigener Chef ist. Man hat es dann wahrscheinlich wirtschaftlich und generell (eigener Chef) besser, als die meisten Uni-Absolventen.
Dazu muß man nicht die Berufsbezeichnung in englischer Sprache kreieren und verwirrender machen, da muß man den Leute einfach klarmachen, daß man auch ein vollwertiger und gut verdienender Mensch ist bzw. sein kann, wenn man eine Berufsausbildung absolviert und sich danach weiterbildet.

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hesseinfranken 13.11.2019, 08:55
6. Schwerer Schaden?

Der Präsident der HRK sieht schwere Schäden sowohl für die beruflichen Abschlüsse als auch für die Hochschulabschlüsse. Vom wem geht denn der Schaden wirklich aus, von den Ideen der Ministerin? Angefangen hat die Misere doch mit dem sogn. Bologna-Prozess, als unter dem Deckmantel der Internationalisierung die Diplom-Abschlüsse der Hochschulen in kleine und große Abschlüsse, Bachelor und Master, differenziert und nach unten nivelliert wurden. Aus akademischem Lernen wurde Punkte sammeln, der Bachelor ist ein relativ geringwertiger Abschluss geworden, der wiederum den Arbeitgebern erlaubt, das Gehaltsniveau abzusenken. Da wundert es doch nicht, wenn jetzt Druck „von unten nach oben“ kommt und die beruflichen Abschlüsse aufgewertet werden sollen. So trifft man sich am unteren Rand der Mitte.

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Jens_78 13.11.2019, 09:02
7. Au weia.

Diese "Bildungsministerin" ist echt eine Wonne. Ein stetiger Quell der Freude ....
[/IRONIEOFF]
Die klassischen Diplome wurden schon durch den Bologna-Prozess genügend verwässert. Das ist nun offensichtlich die nächste Stufe der Verwässerung, bei der dann eine 3 Jährige Duale Berufsausbildung mit dem mathematischen Anspruch "Dreisatz reicht" formal und begriffsmäßig mit Bachelorabschlussen der Hochschule gleichgesetzt wurde, welche zumindest mal früher den Umfang eines Vordiploms hatten. Gute Nach sag ich nur.
Da müssen sich später die Gereneration xy, yx, xyz, oder xxx nicht beschweren, wenns sowohl mit "Bachelor of Science" als auch mit "Bachelor Professional" nicht mehr für die eigene Wohnung im Vorort reicht .....
Bedankten werden die sich dann hoffentlich bei Frau Karliczek .... wenns für soviel Recherche zur Ursachenfindung noch reicht ....

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ronald1952 13.11.2019, 09:09
8. als Maschinenbauingenieur

und noch einer zusätzlich abgeschlossenen Meisterprüfung im Karosseriebau kann ich es überhaupt nicht fassen wie viel Blödheit solche Menschen in sich tragen die absolut keine Ahnung haben wie das wirkliche Leben funktioniert und sich Anmaßen solche Aussagen zu machen? Hat die Dame überhaupt einen Beruf gelernt und mal richtig gearbeitet? Im übrigen brauchen wir diesen Amerikanischen Dreck hier nicht bei uns, unser Lehr und Meister berufe sind schon so lange bei uns zu Hause und die Innungen werden sich hoffentlich zu Wehr setzen gegen diesen Unfug. Schon die Industrie entblödete sich nicht verschiedene Studiengänge abändern zu lassen in Bachelor und Master und mussten dann plötzlich feststellen das die Studiengänge die nur den Bachelor hatten überhaupt nicht eingesetzt werden konnten und aus was für einen Grund, fehlendes Wissen ganz einfach. Für Dummköpfe ist es ja in der Regel sehr leicht nach Veränderungen zu schreien weil Sie es nicht besser wissen, aber die Fachleute wie Innungen und Professoren und Meisterschulen sowie die Gewerkschaften wissen es doch, wehrt euch dagegen.Deutschland war immer Berühmt für seine unglaublich guten Berufsausbildungen, warum soll sich denn das bitte ändern?Ganz bösartige meinen ja wir wüssten wie man einen Schraubenzieher benutzt, andere kennen das nur aus Bilderbüchern.
schönen Tag noch

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jujo 13.11.2019, 09:10
9. ....

Zitat von dasbertl
Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz befürchtet eine Verwechslungsgefahr, weil die "Hochschultitel" Geselle (Bachelor) und Meister (Master) ähnlich auch in der Wirtschaft eingeführt werden, wo es bisher nur Geselle und Meister war, während die akademischen Titel früher (Diplom, Magister) deutlich andere waren... Ähhm... ja... Ich bin nun ganz und gar nicht mit Anja Karliczek als Bildungsministerin einverstanden, aber hier liegt sie meiner Meinung nach durchaus richtig.
Habe ich eine Schlosserei, so suche ich jemanden der schlossern kann. Völlig gleichgültig ob der "Schlossergeselle" oder "BachelorProfessional" ist. er soll SCHLOSSERN können.
Ist genauso unsinnig wie die Ersetzung des Wortes "Hausmeister" durch den hochtrabenden Titel eines "facility managers".
Sinn macht das für mich nur wenn Dank der neuen Wortschöpfungen auch eine höhere Bezahlung erfolgt. Das wiederum glaube ich nicht.

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