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Proteste gegen Mathe-Abi: Die zweifelhafte Macht der Masse
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Abiturienten beschweren sich über angeblich zu schwere Prüfungen in Mathematik. Es ist fraglich, ob der Aufstand gerechtfertigt ist - oder ob deutsche Schüler nur ihre Leidenschaft am Protest entdeckt haben.

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erzengel1987 07.05.2019, 13:39
1. Gut ich bin der letzte G9 Schüler gewesen

Aber ich finde die Aufgaben die hier veröffentlicht worden sind noch machbar.
Hätte mich da als Schüler auch nicht beschwert.

Aber gut als Schüler beschwert man sich doch eh gern gegen Prüfungen ist doch normal.

Problem ist nur folgendes. An der Uni oder Hochschule ist das wirklich Mathe auf unterem Niveau... da gehts eigentlich direkt los. Nicht umsonst müssen Aufbaukurse angeboten werden....
Daher macht das Abitur ruhig wieder etwas schwerer. Aber am besten auch wieder mit 13 oder sogar 14 Jahren Schule.
Abi mit 12 Jahren Schule ist quasi nur ein billiges Fachabi... mehr nicht. Und die Reife fehlt... durch den Wegfall der Wehrpflicht wirkliche in Problem. Da wird sogar jetzt wertvolle Zeit durch das beliebte 1 Jahr nichts machen geopfert... Das bringts ja auch nicht.

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Phil2302 07.05.2019, 13:45
2. Einfache Mathematik

Machten früher 25 % eines Jahrgangs Abitur und heute 50 %, so müssten die unteren 50 % des heutigen Jahrganges konsequent mangelhaft stehen. Da sie dies nicht tun, muss das Abitur leichter geworden sein. Wer also heutzutage nur ein ausreichend schafft sollte sich freuen, weil er vor 15 Jahren nicht einmal zugelassen worden wäre. Die Rechnung kommt eh noch an der Uni, wenn man merkt, dass ein gut in Mathematik (zumeist) null Komma nichts wert ist.

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fatherted98 07.05.2019, 13:45
3. Bisher...

....haben solche Proteste nie zu etwas geführt. Warum auch? Aufgaben die gestellt wurden, wurden nicht gelöst....daraus zu folgern, dass sie zu schwer waren ist nicht folgerichtig. Wenn man böswillig wäre, könnte man anmerken, dass die Schüler an statt bei Fridays for Future zu demonstrieren, lieber mal gelernt hätten....nur waren wahrscheinlich nur ein Bruchteil derer da. Der Rest war in der Schule und hat nicht zugehört oder zu Hause im Bett, mit der Decke über dem Kopf. Beides nicht zuträglich für eine gute Abi Note.

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estark 07.05.2019, 14:01
4. Wer Arzneimittelstudien

später selber bewerten will, muss diese Aufgaben lösen können. Also zumindestens der Matheteil qualifiziert für das Medizinstudium

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b.w.s 07.05.2019, 14:07
5.

Wenn man freitags demonstriert und nicht in die Schule geht, darf man sich nicht wundern, wenn Prüfungen schwerer erscheinen und man schlechter abschneidet. Wir brauchen für die Zukunft gute Ingenieure und Wissenschaftler und nicht Leute, die gut demonstrieren können!

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Berliner42 07.05.2019, 14:07
6.

Naja gut, das ist eine Generation, der man zu Hause schon beigebracht hat, daß man alles diskutieren kann und daß ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. In den ersten Schuljahren gibt es keine Noten, um die armen Kinder nicht mental zu überfordern. Kein Wunder, daß die jetzt auch über Abi-Prüfungen diskutieren will.

Wahrscheinlicher ist, daß die Suche nach dem geringsten Widerstand beim Mathe-Abi keinen Ausweg mehr fand und dann kriegt man eben eine schlechte Note. Schwer verständlich, für eine Generation, die leistungsgerechte Beurteilung kaum noch kennt.

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Berliner42 07.05.2019, 14:08
7.

Zitat von erzengel1987
Abi mit 12 Jahren Schule ist quasi nur ein billiges Fachabi...
Abi mit 12 Jahren ging im Osten und wurde mit besserer Leistung als nach 13 Jahren im Westen abgeschlossen. Der Grund muss also woanders liegen.

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axel_roland 07.05.2019, 14:13
8. Die Schüler werden sich wundern, wenn sie in der Uni sitzen

Ich habe mir die Aufgaben angeschaut. Da sind die Aufgaben im Uni-Fach VWL im ersten Semester erheblich schwieriger. Statt sich zu beschweren wären die Schüler besser beraten ihre Mathekenntnisse zu verbessern, denn damit kommen sie nicht besonders weit.

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cedebe 07.05.2019, 14:20
9. vermutlich hätte jede Generation

ihre Aufgaben als zu schwer bemängelt. früher hat man einfach nur am Küchentisch gewettert, anstatt online eine Petition zu zeichnen. Ich habd mir die Aufgaben für Bayern (hier bei spon) und die in Berlin (BZ) angesehen und finde die verglichen mit meinem Abi vor 10 Jahren vergleichbar. Abi ist halt Abi und nicht 5. Klasse Kurzkontrolle. Peinlich finde ich, dass die Schüler sich nicht mal die Mühe gemacht haben, zu bregründen, welche Teile der Aufgaben warum konkret zu schwer gewesen sein sollen. Wirkt ein wenig, als ob das Thema Erörterung in Deutsch auch an ihnen vorbeigegangen ist.

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