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Quereinsteiger in Schulen: Von null auf Lehrer
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Kein Lehramtsstudium - und trotzdem im Schuldienst: Nirgendwo wechseln so viele Quereinsteiger in den Lehrerjob wie in Berlin. Beteiligte berichten von "rücksichtslosem Löcherstopfen".

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Berg 03.01.2017, 12:55
80.

Zitat von cybion
"In der Schweiz beginnen Gymnasiallehrer(innen) minimal mit einem Brutto-Jahresgehalt von gut 90.000 Franken (umgerechnet etwa 83.000 Euro) – wobei sich die Gehälter von Kanton zu Kanton teilweise beträchtlich unterscheiden. Sie erreichen .......
Nöö. Die Antwort auf solche "FRAGEN" kennt jeder: die Schweiz profitiert von Schwarzkonten aus aller Welt.

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zwischen_durch 03.01.2017, 12:57
81. Zum Thema Verbeamtung

So lange es in Deutschland ein verpflichtendes Lehramtsstudium als Regelzugang zum Lehrerberuf gibt ist eine Verbeamtung zwingend.
Und zwar auf Grund des Arbeitgebermonopols in diesem Arbeitsmarkt. Als Lehrer investiert man mindestens 5 Jahre Lebenszeit in das Studium plus 18 Monate Referendariat um anschliessend auf einen Arbeitsmarkt zu kommen, auf dem es nur einen Arbeitgeber gibt. Damit jemand diesen Berufsweg einschlägt, muss es - quasi als Belohnung - im Anschluss eine Beschäftigungsgarantie geben.
Denn es gibt neben dem Arbeitgeber Schule niemanden, der einen auf Grund der erreichten Qualifikation einstellt.
Wenn sie also gegen die Verbeamtung von Lehrern sind, müssen sie zu erst für die Abschaffung des Lehramtsstudium als Zugangsvorraussetzung sorgen.

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Berg 03.01.2017, 12:58
82.

Zitat von Forist2
Eine Verwandte von mir steht nun dieses Jahr vor dem Abitur. Sie hatte während ihrer ganzen Ausbildung gerde mal 3 Monate einen Kurs in Excel. Das war ihre einzige schulische Berührung mit einem PC.
Vielleicht will sie mal Musiklehrer werden und beherrscht statt Excel die Notenschreibprogramme Sibelius und MusikTime und die Musikaufnahmeprogramme von Samplitude

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robbed 03.01.2017, 12:59
83. Für die Kohle besser H4

Für das Geld ist es besser, nicht zu arbeiten. Das ist netto nicht viel mehr, als H4. Zieht man Fahrt- und Arbeitskosten ab, bleibt nicht viel, ausser Stress und Ärger. Man kann jedem unter 2000 Euro netto empfehlen, auf H4 zu machen. Mit Familie und Kindern kommt da gut was zusammen, Hat man keinen deutschen Pass, gibt es auch keine Schikane vom Amt und man kann auf Kosten der Allgemeinheit besser leben, als wenn der Staat einen auspresst.

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Berliner42 03.01.2017, 12:59
84.

Zitat von cybion
"In der Schweiz beginnen Gymnasiallehrer(innen) minimal mit einem Brutto-Jahresgehalt von gut 90.000 Franken (umgerechnet etwa 83.000 Euro) – wobei sich die Gehälter von Kanton zu Kanton teilweise beträchtlich unterscheiden....
Ja, warum man Gehälter eines Landes zum Vergleich nimmt, wo eine Currywurst schon mal 7 € kosten kann. Das ist überhaupt nicht sinnvoll. Oder nehmen wir den Big Mac-Index. Deutschland $4,17 und in der Schweiz rund $6,59, also 50% teurer.

Bitte nächstes Mal das Gehalt mit der Kaufkraft gewichten. Da verdient der Schweizer vielleicht sogar weniger als der Deutsche.

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diplommaurer 03.01.2017, 13:00
85. Erst wenig, dann mehr

Nach meiner Meinung sind sollte man am Anfang weniger Stunden machen, da die Vorbereitung dann wesentlich länger dauert. Nach wenigen Jahren, wenn man in Serie produziert, kann man aber mehr Stunden machen als die rund 24 Schulstunden je Woche (abhängig von Schulart und Bundesland). Ein Bekannter ist verbeamteter Lehrer und mittlerweile in der Serienphase. Wenn ich sehe, für wie viel Dinge er Zeit hat, wären so 3-4 Schulstunden mehr pro Woche auch ok. Zumal Gehalt und Altersversorgung sehr üppig sind. Nach Abzug der Beiträge zur privaten Krankenversicherung bleiben ihm im Süden der Republik ohne Hinzurechnung des Kindergeldes etwas mehr als 4000 EUR netto im Monat. http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte/bw?id=beamte-bawue&g=A_14&s=8&f=3&z=100&zulage=&stj=2017&stkl=3 &r=0&zkf=

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GoetterboteNRW 03.01.2017, 13:00
86.

Zitat von dickebank
Weil die Länder als Dienstherren so ergeblich Sozialabgaben einsparen können.
Also, ich erkläre mal das Relikt aus der Urzeit. Damit eine gleichbleibende Versorgung an allen Schulen sicher gestellt ist, hat der verbeamtete Lehrer arbeitsrechtlich ganz andere Möglichkeiten als ein angestellter Lehrer. Das Streikrecht ist ein anderes, Versetzungen werden nur zu bestimmten Zeiten möglich. Wir können das alles gerne umwandeln, die Folgen wären eine schlechtere Bezahlung, Lehrer, die sich die Schulen aussuchen können bzw. nach wenige Monaten auch wieder kündigen können, um sich woanders zu bewerben. Was glauben Sie, wer dann noch zu den Brennpunktschulen ginge? Ob es dann überhaupt noch genügend Lehrkräfte gäbe, wage ich zu bezweifeln. Dann müssten die Eltern zusehen, wie sie ihre Kinder versorgt bekommen. Ist es das, was Sie wollen?
Am besten fände ich, wenn die Lehrer die Gehälter wie in der freien Wirtschaft aushandeln könnten. Das wäre doch mal was. Es gibt vor allem zu wenige Grundschullehrerinnen und Lehrer. Da wäre die Debatte über eine A13 Besoldung schnell unnötig.
Können wir gerne alles machen und dafür das Beamtentum abschaffen.

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GoetterboteNRW 03.01.2017, 13:02
87. Entweder man kann mit Menschen umgehen oder nicht...

Wer sich mit Watzlawick und Co auskennt, der benötigt diesen pädagogischen Unfug nicht. Die Persönlichkeit zählt, damit die Schüler einem folgen und sonst nichts.

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Berliner42 03.01.2017, 13:04
88.

Zitat von dickebank
Beamte können nur dienstunfähig werden. Und da geht es dem verbeamteten Lehrer mit A12 nicht anders als dem PHK in der gleichen Besoldungsgruppe. Die Gefahr Opfer physischer und psychischer gewalt zu werden, ist bei beiden gleich hoch.
PHK == Polizeihauptkommissar oder was? Den einen Beamten mit dem anderen zu vergleichen ist jetzt mal nicht so richtig sinnvoll, oder? Vergleichen Sie bitte mit dem Angestellten irgendeines Betriebs.

Was die Gewalt angeht: Käse. Lehrer werden meist aus psychischen Gründen berufsunfähig und da dürfte eine Rolle spielen, daß sie von Anfang an nicht für den Beruf geeignet waren. Es ist fatal, daß die Gesellschaft die Folgen individueller Fehlentscheidungen bezahlen muß. In einem anderen Job könnte man durchaus noch arbeiten und ein normaler Angestellter muß das dann auch.

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Forist2 03.01.2017, 13:09
89.

Zitat von zwischen_durch
So lange es in Deutschland ein verpflichtendes Lehramtsstudium als Regelzugang zum Lehrerberuf gibt ist eine Verbeamtung zwingend. Und zwar auf Grund des Arbeitgebermonopols in diesem Arbeitsmarkt. Als Lehrer investiert man mindestens 5 Jahre Lebenszeit in das Studium plus .....
Die Begründung halte ich für wenig stichhaltig.
Warum soll ein ausgebildeter Lehrer nicht auch etwas anderes arbeiten können, wenn es mit dem Beruf nicht klappt, er überfordert ist ?
Für jeden Arbeitnehmer im erwerbsfähigen Alter gilt heute:
"Jede legale Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist zumutbar."
Warum soll das nicht auch für Lehrer gelten ?

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