Forum: Leben und Lernen
Rätselhafte Studienabbrecher: Plötzlich waren sie nicht mehr da
Corbis

Scheiden Studenten erfolglos aus dem Studium, weiß keiner: War das Scheitern oder Neuanfang? Darauf ruhen sich die Hochschulen aus und weisen die Schuld an katastrophalen Abbrecherzahlen von sich. Damit soll nun Schluss sein.

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bumminrum 28.08.2014, 06:45
1. Abbrecherrate

ist auch die Folge des Massenabiturs. Hier steht ganz klar Masse vor Klasse. Das senkt das Niveau des Studiums. Insbesondere wenn man die Konzentration der guten Abiturienten auf die Nummerus Clausus Fächer bedenkt. Erfolgszahlungen sind der falsche Weg - sie senken nur das Niveau weiter. Das war schon in meiner Assistentenzeit an der Uni zu sehen- da wurden die Stellenzahlen an die eingeschriebenen Studentebzahlen geknüpft. Folge waren zwangsweise leistungsunabhängige gute Noten für die Studenten um die eigene Stelle zu sichern. Wer kommt nur auf so einen Schwachsinn!!!

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amnesiac 28.08.2014, 07:32
2. solange wir für Abitur und Fachhochschulreife

die Anforderungen nicht erhöhen und damit die Studierfähigkeit wiederherstellen, werden wir von den Abbrecherquoten nicht herunter kommen. Hört endlich auf mit dieser Augenwischerei! Das sage ich Ihnen als langjähriger Leiter eines akademischen Prüfungsamtes!

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OlafKoeln 28.08.2014, 07:40
3. Vorsicht!

Die Abbrecherquote senken zu wollen ist in Ordung. Aber das Niveau scheint so schon überall zu sinken. Es besteht die Gefahr, dass JEDER seien Bachelor hinterher geworfen bekommt. Das kann ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein. Dazu kommt, dass das bachelor/Master System ja nicht so richtig in die deutsche Bildungslandschaft passt. Lehre und Qualifikationswege wie Meister/Techniker sind deutlich entwertet.

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markusob 28.08.2014, 07:49
4. Lösung ist ganz einfach

Die Hochschulen müssten sich die Bewerber genau anschauen und nur geeignet erscheinende Bewerber nehmen. Außerdem müssten sie besser über die Studiengänge informieren.

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claus.w.grunow 28.08.2014, 07:51
5. Es hakt

Die Gleichmacherei hakt. In der Schule lernt man nichts, weil versetzt werden muß und Noten zu stressig sind. Kein Wunder, dass man die Lust beim Lernen und Studieren verliert. Ein Akademiker muß schon Rechnen und Lesen können. Das kann nicht auch noch abschaffen. Die Rechtschreibung besorgt schon der Computer.

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kuschl 28.08.2014, 08:13
6. Erfolgskontrolle bitter nötig

Es gibt leider einige Professoren, die eine schlechte Lehre abliefern, teils weil sie ihnen lästig ist und sie lieber ihre Forschungsprogramme verfolgen, teils weil sie pädagogisch unfähig sind. Hinzu kommt dann noch eine invalide Klausurenerstellung, die sich nicht an den Vorlesungen als Lernzielkontrolle orientiert. Wenn ein Klausurenschnitt noch unter der Bestehensgrenze liegt, 4,3 oder 4,8 , dann hat der Professor seinen Lehrauftrag nicht verstanden. Bei einer Quote von über 50% Durchfallern muß ich mich als Lehrender hinterfragen, es sei denn, die Hochschule prüft absichtlich heraus, dies wäre eine Sauerei an den Studierenden und dann wäre eine erfolgsbezogene Abrechnung bitter notwendig!

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aritotel 28.08.2014, 08:18
7. Das Problem liegt woanders

Wenn 50% eines Jahrgangs Abitur machen, muß es zwangläufig eine hohe Abbrecherquote geben. Die Menschen werden nun mal nicht intelligenter. Selbst für den Bachelor reicht es dann nicht, trotz Verschulung und abgesenkter Anforderungen.

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shortleg_23 28.08.2014, 08:29
8. Effizienz der Lehre leidet

Wenn einem heutzutage das Abitur quasi hinterhergeworfen wird kommen auch immer mehr Studenten an die Uni, die gar nicht für ein Studium geeignet sind. Anstatt dann das Klausurniveau für Studenten an Universitäten zu senken, sollte man etwas eher an der Qualität der Lehre ändern (z.B. E-Learning, Planspiele, Kleingruppenarbeit). Andernfalls führt das nur dazu, dass die Bachelor und Master Absolventen schlechter vorbereitet in die Wirtschaft entlassen werden.

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anderermeinung 28.08.2014, 08:34
9. Armutszeugnis

dass Universitäten (auch andere Bildungseinrichtungen) sich nicht dafür interessieren, warum viele Studierenden nicht mehr da sind. So viel zu Unabhängigkeit und Eigenverantwortung.

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