Forum: Leben und Lernen
Rat vom WG-Psychologen: Meine Mitbewohner qualmen mich voll
DPA

Seit Sebastian in seiner Raucher-WG zum Nichtraucher wurde, kriselt es. Eine Mitbewohnerin will partout keine Rücksicht nehmen. Geht es ihr in Wahrheit um etwas Anderes? WG-Psychologe Ludger Büter hilft weiter.

Seite 3 von 5
humpalumpa 02.02.2015, 13:37
20.

Wenn die Leute 10 Jahre zusammengewohnt haben, ist doch bestimmt auch eine enge Freundschaft entstanden. Da kann man doch eigentlich davon ausgehen, dass man unter Freunden dann schon nett um Hilfe bitte kann, dass man sein Nichtraucherdasein durchhält. Würde mich jetzt wundern, wenn dann Jemand nein sagt. Und die Mitbewohnerin wird ja wohl aus Rücksicht gegenüber einem Freund kein Problem damit haben, ihre Tür geschlossen zu halten. Ist ja nicht so, als ob ihr das Rauchen verboten wird.

Beitrag melden
misterxyz0815 02.02.2015, 13:42
21. Psychologisches Gerede hilft da nicht weiter

Weder das eine noch das andere ist für sich genommen richtig oder falsch:
Wenn die Raucher alle bereit sind, die Regeln zu ändern, könnte man die WG umwandeln, jedoch werden Raucher quasi überall angefeindet, im Kalten zu rauchen ist auch anstrengend, und der Kompromiß "weniger" zu rauchen ist völlig ausweglos.

Deswegen muss der Mensch da wohl ausziehen oder den Rauch weiterhin tolerieren.

Man kann nicht erwarten, dass die Anderen sich jetzt einfach anpassen. Klar, wenn Sies machen, um so besser, aber es ist keineswegs zu erwarten!

Beitrag melden
bernhard_s2 02.02.2015, 13:42
22. Raucher-WG

Zitat von c.PAF
Richtig, es fehlt an Toleranz der Raucherin. Sie arbeitet plötzlich von der WG aus und im Gegensatz zu früher wird nun plötzlich die komplette Wohnung zugequalmt, da sie nicht bereit ist, ihre Zimmertüre zu schließen oder wie bisher die "freigegebenen" Bereiche zu nutzen. Warum das aber nun plötzlich Schuld des Nichtrauchers ist, erschließt sich mir nicht ganz.
Ich denke, es war eine Raucher-WG. Wer hat denn da nun plötzlich Bereiche "freigegeben"?

Das ist halt die typische Arroganz: *Ich* will nicht mehr rauchen, also haben alle anderen sich plötzlich an *meine* Freigaben zu halten"!

Beitrag melden
thelix 02.02.2015, 13:54
23.

Zitat von humpalumpa
Wenn die Leute 10 Jahre zusammengewohnt haben, ist doch bestimmt auch eine enge Freundschaft entstanden. Da kann man doch eigentlich davon ausgehen, dass man unter Freunden dann schon nett um Hilfe bitte kann, dass man sein Nichtraucherdasein durchhält. Würde mich jetzt wundern, wenn dann Jemand nein sagt.
Pssst, Sie reden hier von einem ECHTEN Kompromiss! Von menschlichem (!) Verhalten. Von Toleranz und gegenseitiger (!) Rücksichtnahme…

Das Dumme ist: für die meisten Menschen - besonders hier - ist das aber gar nicht vorstellbar…

Die gehen halt einfach davon aus, daß alle anderen genau so große RIESEN-Ar***löcher sind wie sie selbst. ^^

Beitrag melden
lindenbast 02.02.2015, 13:55
24.

Zitat von uventrix
Weil er in eine Raucher WG gezogen ist und akzeptieren muss, dass da geraucht wird? Was ist daran so schwer zu verstehen? Und den Oberlehrer bezüglich Gesundheitsrisiken können Sie gleich stecken lassen. Lösung: Ausziehen in eine Nichtraucher WG. Davon dürfte es ohnehin mehr geben.
Muss er, klar. Aber trotzdem wäre es wohl kaum zu viel verlangt, dass die Mitbewohnerin die Zimmertür zumacht, wenn sie an ihrem Schreibtisch rauchen will. Da ist ja nun wirklilch nichts dabei.

Beitrag melden
Malshandir 02.02.2015, 14:06
25. Koerperverletzung

Also, es geht auch anders. Die Dame arbeitet von zuhause?
Einfach mal die Gewerbeaufsicht kontaktieren zum Thema rauchfreier Arbeitsplatz, so etwas kann wahre Wunder wirken.
Daneben wuerde ich jetzt so schoene Antiraucher Plakate aufhaengen.
Es ist Koerperverleztung und das muss der Dame klarsein, da sind auch Regeln egal, der Nichtraucherschuzt hat immer Voorang.

Beitrag melden
1zmir 02.02.2015, 14:09
26.

Zitat von bd-303781
Ausziehen und eine Nichtraucher WG suchen. Leider haben entwöhnte Raucher oder allgemein Nichtraucher die Angewohnheit Raucher zu belehren und zu dominieren. Sie haben es geschafft das Raucher diskriminiert und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden, was auch zeigt wir leben in keiner Demokratie mehr. Normalerweise hätte es gereicht, wenn man Bereiche getrennt hätte, aber so weit geht die Toleranz nicht. Das die Klamotten hoch mit Schadstoffen belastet sind und das Essen voller Chemiesteckt, ist ja was ganz anderes.
Raucher werden nicht durch Nichtraucher ausgegrenzt, sondern grenzen sich vielmehr selbst durch das Rauchen aus. Würden Sie es schön finden, wenn eine Person mit CO2 Feuerlöscher neben Ihnen stünde und permanent die Luft um Sie herum verpesten würde ? Nein, natürlich nicht. Ihrer Meinung nach ist mein Beispiel wahrscheinlich auch etwas völlig Anderes. Tatsächlich ist es aber das Gleiche. Raucher kontaminieren mutwillig die (saubere) Luft und damit auch die der umgebenen Nichtraucher.
Ihr Lösungsansatz zeugt zudem von Sympathie mit dieser ekligen Raucherin. Was wäre so schwer daran, die Tür zu schließen und ggf. am offenen Fenster zu rauchen?
Abgesehen davon, dass das Rauchen in einer Wohnung ohnehin abartig ist.

Beitrag melden
bratwurst007 02.02.2015, 14:20
27.

Zitat von bd-303781
Sie haben es geschafft das Raucher diskriminiert und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden, was auch zeigt wir leben in keiner Demokratie mehr.
Werden Sie verfolgt oder bepöbelt? Oder schlimmeres? Also hören Sie auf, so einen Unsinn zu verbreiten.

Beitrag melden
twister-at 02.02.2015, 14:27
28.

Zitat von bernhard_s2
Ich denke, es war eine Raucher-WG. Wer hat denn da nun plötzlich Bereiche "freigegeben"? Das ist halt die typische Arroganz: *Ich* will nicht mehr rauchen, also haben alle anderen sich plötzlich an *meine* Freigaben zu halten"!
Es war ja wohl weniger ein "ihr habt jetzt alles einzuhalten, was ich will", sondern eine freundliche Bitte. Die Bereiche waren wohl eher stillschweigend entstanden und eingehalten worden, insofern wäre es ja ggf. auch jetzt möglich, dass die Raucherin sich eben nur angegriffen fühlt und der Dialog jetzt durchaus helfen würde. "Sag mal - ich fand dich vorhin recht sauer. Wir sind doch bisher gut ausgekommen und ich will auch nichts gegen das Rauchen im allgemeinen sagen. Ich wollt nur wissen, ob es vielleicht möglich ist, dass..." wäre doch ein guter Einstieg.

Es gibt nicht nur militante Raucher und Nichtraucher und oft basiert ein schnippischer Kommentar ja doch eher auf Missverständnissen oder eben dem Denken "der will mir das Rauchen verbieten, der Depp" usw.

Beitrag melden
neswlf88 02.02.2015, 14:28
29. Unlogisch

Zitat von bd-303781
Leider haben entwöhnte Raucher oder allgemein Nichtraucher die Angewohnheit Raucher zu belehren und zu dominieren. Sie haben es geschafft das Raucher diskriminiert und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden, was auch zeigt wir leben in keiner Demokratie mehr.
Keine Demokratie mehr... gehts vielleicht noch eine Nummer größer?
Von Diskriminierung kann übrigens auch keine Rede sein.
Wenn ich nachts laut die Musik aufdrehe und der Nachbar klingelt & sich beschwert es sei zu laut und er möchte gerne schlafen, darf ich mich dann auch aufregen „ich werde in meiner Freiheit nachts laut Musik zu hören eingeschränkt! Das ist Diskriminierung!“ ?
Es gibt da einen schönen Satz, der lautet: Des einen Freiheit endet da, wo des anderen Freiheit anfängt. Raucher haben die Freiheit, ihre eigene Gesundheit zu schädigen so oft und so lange sie wollen. Diese Freiheit endet aber da, wo sie die Gesundheit anderer schädigen. Das ist eben der Nachteil der Nikotin- gegenüber der Alkoholsucht. Wenn ich mir abends in der Wohnung die Kante gebe, zwinge ich nicht automatisch alle anderen Bewohner mitzutrinken. Beim Rauchen ist dies leider so.
Ich werde sowieso nie verstehen, wie man in geschlossenen Räumen rauchen kann. Ich komme ja auch nicht auf die Idee, in meiner Wohnung bei geschlossenen Fenstern ein Lagerfeuer anzuzünden und die Bude vollzurauchen. Ich möchte aber wetten, dass der Lagerfeuerrauch (CO2, etwas CO, ein paar Rußpartike) weitaus gesünder ist als Zigarettenrauch (CO, Blausäure, Ammoniak, Teer etc.). Aber wehe man erinnert Raucher daran welchen Dreck sie sich in die Lungen blasen. Dann ist man sofort „diskriminierend“ und undemokratisch. Und es „schmeckt“ ja so gut. Bah.

Beitrag melden
Seite 3 von 5
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!