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Ratgeber zur Anti-Frauenförderung: "Achten Sie auf Testosteron"
Corbis

Einschüchtern, isolieren, Zoten reißen: Wer sicher gehen will, dass der Mann und NICHT die Frau den Job an der Uni bekommt, muss einige Regeln beachten, erklärt Autorin . Dem Hochschulmagazin "duz" hat sie eine satirische Betriebsanleitung geschrieben - ganz ohne Gender-Gedöns.

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hikaru 26.02.2013, 10:07
10. Peinlich

Der Artikel ist nicht satirisch, sondern niveaulos, aggressiv und selbst bemitleidend. Sorry, einfach nur peinlich.

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firenafirena 26.02.2013, 10:08
11. Lachen im Hals stecken geblieben

Ganz ehrlich, von Satire hab ich auch nicht viel bemerkt. In allzu vielen Fällen beschreibt dieser Artikel nämlich keine überzogene Sicht, sondern schlicht die Realität. Wobei die derzeitige Wissenschaftskultur sowohl für Männer als auch für Frauen zum Heulen ist. Zeitverträge am Fließband, kein vernünftiger, abgesicherter akademischer Mittelbau in Form von PostDoc´s, mehr Zeitaufwand für Drittmittelanträge als für die eigentliche Forschung und ein Weltbild aus dem vorletzten Jahrhundert. Für eine Frau ist eine Schwangerschaft fast schon gleichbedeutend mit einer Kündigung. Männer haben dieses spezielle Problem zwar nicht, leiden aber ebenso unter der hire-and-fire-Mentalität der Universitäten. Da stellt sich irgendwann nicht mehr die Wahl, wie man Familie und Beruf vereinbart. Die meisten erfolgreichen Arbeitsgruppenleiter die ich kenne, weisen eine Gemeinsamkeit auf: Keine Kinder, keine Familie, keine Hobbys, kaum Freunde. Dabei ist es egal, ob Mann oder Frau. Mal sehen, wie lange das noch gut geht...

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colinchapman 26.02.2013, 10:13
12. falsch gedacht

meiner Erfahrung nach sind der größte Feind von weiblichen Karrieren nicht die angeblich ach so klügelnden Männer. Es sind die anderen Frauen, die der Konkurrentin den Erfolg nicht gönnen.

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meinmein 26.02.2013, 10:13
13.

Liebe Frauen, bitte gebt uns Männern doch die Themen vor, über die wir uns unterhalten dürfen, damit ihr euch nicht ausgeschlossen fühlt. Ich kann verstehen, dass euch Fußball und Autos nicht gefällt. Und was das Erzählen von Witzen betrifft: dass es überhaupt Witze gibt, über die ihr auch lachen könnt, ist mir nicht bekannt. Also lassen wir das ganz.

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nafisa 26.02.2013, 10:14
14.

Zitat von peter_30201
Der Artikel erinnert mich an ein Zitat frei nach Karl Lagerfeld: "Solidarität unter Frauen gibt es nur im Jammern, nicht im Handeln." In der wirklichen Welt läuft es für männliche wie weibliche Bewerber genau gleich, wenn es bereits einen Wunschbewerber gibt.
Wenn es bereits einen Wunschbewerber gibt, mag das so sein.
In offenen Verfahren gibt es oft jede Menge sehr subtiler Mechanismen, welche die Frauen dann doch wieder rauskegeln. Nein, die Männer haben sich nicht verschworen und niemand wird heute noch offen sagen, dass er für eine bestimmte Stelle keine Frau will.
Vieles läuft aber unbewusst trotzdem genau so. Da wird einer Frau mit zwei Kindern dann schonmal vorgeworfen, dass sie nur zwei internationale Konferenzen pro Jahr besucht und nicht - wie einige evtl. einige männliche Single-Bewerber - monatliches Konferenzhopping betreibt/betreiben kann.

Leistungen von Frauen werden oft anders beurteilt. Auch das WIE spielt eine Rolle. Beispiel: ein männlicher und eine weibliche Bewerberin sind zum Vortrag eingeladen. Beide präsentieren sich sehr selbstbewusst. Beim Mann wird das mit Anerkennung honoriert, bei der Frau äußern sich dann insbesondere ältere männliche Kommissionsmitglieder etwas verschreckt "oh, das ist ja so ne Powerfrau, wollen wir die wirklich?"
Frauen, die schüchtern wirken, machen es auch wieder nicht richtig - die sind dann graue Mäuschen usw. usf.

Da greift Bourdieu: man(n) sucht mitunter gern Bewerber aus, die einem selbst sozial ähnlich sind - und schon reproduzieren sich viele verstaubt geglaubte Kritierien.

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booya 26.02.2013, 10:19
15. Die grösste Gefahr für Frauen die einen guten Job wollen...

...sind andere Frauen und nicht die Männer.
Nur mit der Selbstkritik ist es halt immer so eine Sache und dazu kommt auch das es einfach mehr Mainstream ist sich als Frau als Opfer des Mannes zu verkaufen.

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Olaf 26.02.2013, 10:27
16.

Zitat von sysop
Einschüchtern, isolieren, Zoten reißen: Wer sicher gehen will, dass der Mann und NICHT die Frau den Job an der Uni bekommt, muss einige Regeln beachten, erklärt Autorin Heide Oestreich. Dem Hochschulmagazin "duz" hat sie eine satirische Betriebsanleitung geschrieben - ganz ohne Gender-Gedöns.
Zitat von SPON
Diese Betriebsanleitung entstand auf Basis von Gesprächen mit: Roswitha Bocklage, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten; Heidi Degethoff de Campos, Gender Controllerin der Technischen Universität Berlin; Martine Herpers, Chefin der Beratungsfirma Erfolgsfaktor Frau; Marion Knaths, Inhaberin der Coachingfirma Sheboss; Monika Schulz-Strelow, Präsidentin von FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte e. V.), und Sybille Jung, Gleichstellungsbeauftragte der Universität Saarbrücken.
Wie viele männliche Bewerber hatten denn eine reelle Chance auf die Stellen dieser Damen zu kommen?

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melibea 26.02.2013, 10:33
17. Herrlich!

An den weinerlichen, "entrüsteten" Kommentaren

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arminpillhofer 26.02.2013, 10:34
18. Die ewig gleiche Leier

Wer den Spiegel in Sachen Geschlechterkrieg ernst nimmt, ist selbst schuld. Die ewig gleiche Leier von den bösen Männern, die nichts kapieren und den guten Frauen, die ständig nur benachteiligt werden. Auch durch diesen unlustigen superironischen Text wird die Berichterstattung über dieses Thema nicht ausgewogener. Nie sind die Frauen an ihrer Situation selbst schuld, nie fehlt es ihnen an Selbstbewußtsein und schon gar nie an Durchsetzungskraft. Nein, es ist immer die unsensible Männergesellschaft, dei Frauen behindert. Dass der Spiegel und andere feministische Kampfzeitungen wie die Zeit oder die SZ damit auch noch durchkommen ist eine Schande für die Diskussionssituation in diesem Land. Den Frauen ist damit sicher nicht geholfen.

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som 26.02.2013, 10:44
19. optional

@ kitchentable
Mit Verlaub,
dieser Beitrag ist Stand von vor 10 Jahren.
Aktuell ist die Lage eher anders herum. Gerade in der Wissenschaft, im öffentlichen Dienst, sind verantwortliche Entscheidungsträger sehr daran interessiert entsprechende Frauenquoten, in einer zugegebenermaßen männerdominierten Branche, zu realisieren.
Sie wissen aus eigener Erfahrung, dass langfristig eine Karriere in der Wissenschaft, zumindest im Bereich des öffentlichen Dienstes, nur über eine Professur laufen kann. Dem steht eine Zeit hochgradiger Spezialisierung bevor die für alle meine Kollegen in einer Sackgasse geendet ist. Die Ursache dafür war bei allen die gleiche. Die wenigen passenden Stellen werden mit den wenigen gleichqualifizierten Frauen besetzt.
Wer als Mann zum jetzigen Zeitpunkt, im ingenieurstechnischen Bereich, mit seiner Habilitation fertig wird, hat über den normalen Weg kaum bis gar keine Chance eine passende Professur zu bekommen. Eine Frau hingegen, die sich entschieden hat im ingenieurstechnischen Bereich zu habilitieren, kann sich die Uni aussuchen zu der sie gehen möchte…

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