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Reaktionen auf mehr Schüler: Was Städte beim Schulbau falsch machen
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In deutschen Großstädten leben immer mehr Kinder. Die deutschen Großstädte brauchen dringend neue Klassenzimmer. Doch beim eiligen Bau und Ausbau wiederholen sie alte Fehler - und machen jede Menge neue.

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herjemine 15.04.2019, 13:05
1. Eltern trauen ihren Kindern nichts mehr zu

...in meiner Grundschule gab es drei Stockwerke.
KeinEr von uns fiel eine Treppe runter, alle fanden ihre Klassenzimmer.
Aber ich fand ja auch schon am dritten Tag meinen ein Kilometer langen Schulweg alleine. Eine der zu querenden Strassen heisst Hauptstrasse, das heisst, da gab es ordentlich Verkehr.
Ich habe erst kürzlich meine Mutter gefragt ob sie mir in den ersten Tagen heimlich hinterher geschlichen sei. Nein, das tat sie nicht.

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isi-dor 15.04.2019, 13:18
2.

Wer heute die Schulen der Steinzeit baut, der verpasst den Anschluss und vergeht sich an die Zukunft.
Die Schulen brauchen offene Lernlandschaften, die den Erkenntnissen der modernen Pädagogik und Didaktik entsprechen. Das kostet auch nicht mehr und zahlt sich durch höhere Bildungsniveaus aus.

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butzibart13 15.04.2019, 13:19
3. Wieder an den Bedürfnissen vorbei

Da wurde mit viel Hin und Her Mitte März der Digitalpakt beschlossen. Ich will mich ja gar nicht gegen ihn stellen. Aber am Schulbau bzw. dem sinnvollen Ausbau der Schulen wird gespart oder irgendwie geschludert. Wieder einmal werden Prioritäten durch die Bundesregierung- bzw. Länderregierungen anders gesetzt. Man will durch eine Fassade nach außen hin glänzen, das entsprechend so verkaufen, während die pädagogische Basis vor sich hin gammelt.

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dodo132 15.04.2019, 13:25
4. Demographie

Wenn ein possierlicher, natürlich auf rein wissenschaftlichen bis ins Jahr 2300 vorausberechenbarer Demografiegipfel den nächsten bei Kaffee und Kuchen jagt, und sich Landräte, Bürgermeister und Lokalpolitiker neueste Konzepte im demographiebedingten Abbau von städtebaulichen Leistungen und Bildungseinrichtungen unterbreiten lassen, bleibt für das Klein Klein des Tagesgeschäftes keine Zeit mehr. Vielleicht bauen wir lieber noch einmal eine Elbphilharmonie oder einen Berlin Airport, irgenwie spektakulärer als schnöde Schulen, Kitas oder FHs.

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freigeistiger 15.04.2019, 13:30
5. Selbstverständlichkeiten + schlechte Akustik

Die aufgeführten Aspekte sind alles Selbstverständlichkeiten. Interessant wären gewesen die Aussagen von Mitarbeitern bei der kommunalen Gebäudeplanung, um deren Einstellungen zu erfahren. Es kommt auf die Persönlichkeit des Menschen und sein Handeln an. Vielleicht liegt darin das Problem. Es werden von Mitarbeitern bei der Gebäudeplanung und den beauftragten Architekten bautechnische Lösungen erarbeitet. Ein Indiz ist, dass in vielen Gruppenräumen wie Klassenräumen eine grauenhafte Akustik ist. Die Kinder sind nicht zu laut, die Räume hallen wie Hölle. Das führt zu einer Erhöhung des Lärmpegels mit Unruhe, kurz Stress. Das ist mit ein Grund für die frühzeitige Pensionierung von Lehrern.

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Sensør 15.04.2019, 13:33
6. Machen wir uns doch nichts vor

Schulen sind Halbtagsgefängnisse geworden, weil beide Elternteile Geld anschaffen müssen, und Schulen müssen billig sein, weil Olaf die schwarz Null braucht. Wenn schon die Architekten spekulieren, das die Schülerzahlen wieder zurückgehen, und sich deshalb bestimmte Neubauten nicht lohnen, zeigt es sehr genau, wie weit Kinderfreundlichkeit in unserer Gesellschaft verankert ist.

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cabeza_cuadrada 15.04.2019, 13:37
7. haben sie selbst Kinder?

Zitat von herjemine
...in meiner Grundschule gab es drei Stockwerke. KeinEr von uns fiel eine Treppe runter, alle fanden ihre Klassenzimmer. Aber ich fand ja auch schon am dritten Tag meinen ein Kilometer langen Schulweg alleine. Eine der zu querenden Strassen heisst Hauptstrasse, das heisst, da gab es ordentlich Verkehr. Ich habe erst kürzlich meine Mutter gefragt ob sie mir in den ersten Tagen heimlich hinterher geschlichen sei. Nein, das tat sie nicht.
Und haben diese schon am dritten Tag nach der Einschulung alleine zur Schule gehen lassen? Falls nicht ist ihr Kommentar ziemlich überflüssig. Erst selbst machen, dann zu Wort melden!

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spon-1279537853053 15.04.2019, 13:39
8. oja

und eine beteiligung der lehrer wäre ja auch nicht schlecht, oder? ich merke es gerade bei uns an der schule, die saniert wird. farbgestaltung? ausrichtung der klassenzimmer(beamer, tafel....), größe der fenster ( bei uns sitzt jetzt die schüler in der außenreihe hinter dem geöffneten fenster! da bekommt der spruch: war dein vater glaser eine völlig neue bedeutung!) aber mit den lehrern reden? warum? antwort eines architekten: ich plane und baue schon seit 20 jahren schulen! alles klar.

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HerrPeterlein 15.04.2019, 13:50
9. Schulgebäude sind eine Katastrophe in den Großstädten

Vor einiger Zeit ging ich mit einem Freund an einem Gebäude in einem schlechten Zustand vorbei, er meinte es müsse eine Schule sein, sonst wäre es deutlich besser. Er hatte Recht.
In den Schulen gibt es viel, viel zu wenig grün und Natur, Flächen auf den Kinder spielen und toben können, dabei viel mehr lernen als oft im Unterricht.
Bei den Gedränge müssen soziale Konflikte entstehen, immer mehr Kinder gehen unter. Auch die Lehrer fühlen sich dort nicht voll. Ist die Fläche groß genug, kann es auch sehr viel Schüler geben. Doch nur dann.

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