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Reaktionen auf mehr Schüler: Was Städte beim Schulbau falsch machen
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In deutschen Großstädten leben immer mehr Kinder. Die deutschen Großstädte brauchen dringend neue Klassenzimmer. Doch beim eiligen Bau und Ausbau wiederholen sie alte Fehler - und machen jede Menge neue.

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columbo1 16.04.2019, 15:42
40.

Zitat von schmidti43
ich bestreite nicht, das es Probleme mit zu heißen Klassenzimmern gibt, aber 40 Grad sind lebensgefährlich. Keine verantwortliche Person würde bei solchen Temperaturen den Schulbetrieb weiterführen.
Nachtrag: Schauen Sie mal hier:

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/schulen-bereiten-sich-auf-hitze-zum-schulstart-vor-15721986.html

Das gilt natürlich nur für einige Räume. Aber so ganz wenige sind das nicht. Und auch 35 Grad sind zu heiß für konzentriertes Arbeiten.

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user_0815 16.04.2019, 15:58
41. Was wirklich zählt...

Vieles im Artikel ist Jammern auf hohem Niveau. Und man kann darüber streiten, ob eine Schule idealerweise wirklich sehr viele Bereiche enthalten sollte, die sich der Aufsicht der Lehrer entziehen (Stichwort: Gewalt und Mobbing).
Das größte Problem an neuen Schulbauten ist aber, dass die Klassenzimmer heutzutage zu wenig Platz enthalten und keine Differenzierungsbereiche im Klassenraum mehr vorgesehen sind. Ist dem Staat sonst zu teuer. Und nein - Flure und Treppenhäuser ersetzen Differenzierungsfläche innerhalb des Klassenraumes in keinster Weise adäquat.

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h-henz 16.04.2019, 17:01
42. Der Ansatz in Berlin stimmt

Warum soll man jede Schule individuell planen? Wenn man einen guten Plan hat, kann dieser beliebig oft nachgebaut werden. Das spart Kosten. Man braucht aber deutlich weniger Architektenleistung. Dass die Architekten sich dann beschweren, ist ganz normal aber unvermeidbar.

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qwert2364 16.04.2019, 17:50
43. 5 m² pro Kind?!

An unserer Schule wurde gerade eine Reihe von Räumen "renoviert", d.h. praktisch neu gebaut mit Versetzen von Wänden. Man hätte die Raumgrößen gut anpassen können, aber die größten Räume sind 70 m² für 28-30 Schüler, Standard eher um die 60 m². Also durchgängig nicht einmal die Hälfte des "benötigten" Raumbedarfs.
Und das nachdem Schüler, Eltern und Lehrer mehrfach zu Planungssitzungen bestellt wurden, in denen Wünsche gesammelt wurden, von denen am Ende NICHTS umgesetzt wurde.

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MissMorgan 16.04.2019, 19:11
44. @mrotz

Gelernt hat man damals mehr? Nun, Sie haben nicht gelernt, dass auch der Samstag ein Werktag ist.
Tatsächlich haben wir spätestens ab Klasse 9 bereits teilweise Nachmittagsunterricht gehabt und Samstags auch unsere vier Stunden absitzen müssen. Und ja, mehr Platz hatte allen gut getan. Wenn es in der Freistunde nicht genügend Sitzplätze gibt, ist das mehr als peinlich.

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polosg 16.04.2019, 19:51
45. Bezahlbare Alternativen, die überall kurzfristig realisierbar sind ...

Es gibt sehr wohl bezahlbare Alternativen: Moderne Gebäudekonzepte mit Zeitgeist - flexible, modular aufgebaute Mobilien aus nachhaltigen Baumaterialien mit gewünschter Energieeffiziens sind keine Utopie mehr.
Neubau oder Erweiterungen von Kitas, Schulen, Studentenwohnungen, seniorengerechten Wohnanlagen etc. lassen sich mit dem neu entwickelten modularen Konzept kurzfristig und bezahlbar realisieren - oftmals sogar ohne zusätzliche Grünflachen zu betonieren ....
Es bedarf meist nur eines überzeugten und engagierten Baubürgermeisters in der Stadtverwaltung. Lassen Sie uns gemeinsam entsprechende Projekte in Angriff nehmen - die Zeit dafür ist reif ....

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siebenachtneun 16.04.2019, 22:04
46.

"Sie fürchten eine Massenschule in einem mehrstöckigen Bau, in dem sich die Grundschulkinder nicht zurechtfinden."

Echt die Kinder verlaufen sich? Meine Grundschule hatte 4 Etagen und das war kein Problem. In der ersten Klasse noch in den unteren Stockwerken und später weiter oben. Wir sind allein ins Sekretariat gegangen um Kreide zu holen oder wurden geschickt um Klassenbucheinträge nachtragen zu lassen.

Heute ist das wohl ein Problem.

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arago 16.04.2019, 23:45
47. Jammern auf hohem Niveau?

Wer wirklich etwas für seine Kinder übrig hat und ihnen eine gute Kindheit ermöglichen will, sucht sich frühzeitig ein Dorf mit einer intakten Dorfgemeinschaft und eigener Grundschule. Für die Eltern dann ein Coworkingspace. Highspeed-Internet kommt ja dank Förderung in vielen Gegenden schneller als erwartet und so werden die überfüllten Städte mit ihren gefängnisartigen Schulmassenquartieren uninteressant. Überdies wird man durch die niedrigeren Lebenshaltungskosten eine Menge Geld sparen.

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zensurgegner2016 17.04.2019, 10:09
48.

Zitat von h-henz
Warum soll man jede Schule individuell planen? Wenn man einen guten Plan hat, kann dieser beliebig oft nachgebaut werden. Das spart Kosten. Man braucht aber deutlich weniger Architektenleistung. Dass die Architekten sich dann beschweren, ist ganz normal aber unvermeidbar.
Der "gute Plan" der anscheinend verfolgt wird ist würfelförmig, billig und stammt von Planern aus Analogistan Gestern

Grundsätzlich: In meiner Stadt hat es dutzende von Schulen
Erfreulicherweise unterscheiden sich diese Schulen optisch sehr stark, jede hat mehr oder weniger Charakter, man kann sich damit Identifizieren
So ist im Altbaugebiet die Schule ein herrliches Anwesen, im Fachwerkgebiet ist die Schule ein Fachwerkbau, etc etc etc

Die mit riesigem Abstand hässlichste Schule ist ein Würfelbau aus den 80ern
Und die Schulanbauten der letzten 15 Jahre, egal wo, folgen diesem "Billigbau"

Verwunderlich ist vor allem eines: Wenn Fachleute durch die Bank durch sagen, welche Anforderungen ein Bau für die Kinderpsychologie haben sollte, dann kann man sich doch als vernünftiger Planer darüber nicht hinwegsetzen
Oder sind dank Geiz ist Geil nun Planer auch noch billige Verhaltensforscher, Kinderpsychologen und Schulexperten?

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zensurgegner2016 17.04.2019, 10:12
49.

Zitat von siebenachtneun
"Sie fürchten eine Massenschule in einem mehrstöckigen Bau, in dem sich die Grundschulkinder nicht zurechtfinden." Echt die Kinder verlaufen sich? Meine Grundschule hatte 4 Etagen und das war kein Problem. In der ersten Klasse noch in den unteren Stockwerken und später weiter oben. Wir sind allein ins Sekretariat gegangen um Kreide zu holen oder wurden geschickt um Klassenbucheinträge nachtragen zu lassen. Heute ist das wohl ein Problem.
Sie sind ja auch ein unglaublich toller Hecht
Leider besteht zumindet laut Experten die Welt nicht nur aus tollen Hechten, sodnern auch aus Karpfen und Co

Grundsätzlich bedeuten viele Stockwerke auch Bedarf an Aufzügen, Fluchtinfrastruktur und Co
Wechsel der Zimmer dauert länger etc etc etc

Sprich: EIn ganzer Kostenrattenschwanz, der viel besser in hübscheren Bauten angelegt wäre

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