Forum: Leben und Lernen
Reaktionen auf mehr Schüler: Was Städte beim Schulbau falsch machen
Getty Images

In deutschen Großstädten leben immer mehr Kinder. Die deutschen Großstädte brauchen dringend neue Klassenzimmer. Doch beim eiligen Bau und Ausbau wiederholen sie alte Fehler - und machen jede Menge neue.

Seite 6 von 6
felix.milla 17.04.2019, 10:50
50. Peinlich, ärgerlich und desinformierend, Frau Journalistin Eimer

... ist es, dass Sie in Ihrem Artikel zwar die Berliner Schulbauoffensive erwähnen, aber mit keiner einzigen Silbe, das die neuen Gebäude nach dem Vorbild Münchens Lern- und Teamhäuser errichten werden, die mit ihrer Compartement-Bauweise genau die radikale Abkehr der von Ihnen zu Recht kritisierten Kasernen- und Flurschulen darstellen. Auch den Nachteilen zu großer Schulen wissen die Lern- und Teamhäuser zu begegnen, indem sie kleinere Einheiten von max. 100 Schülern innerhalb einer Schule darstellen.

Diese Lern- und Teamhäuser, die jetzt in Berlin gebaut werden, sind unter der Leitung des früheren Stadtrates Münchens in Zusammenarbeit mit Pädagogen, Bildungsforscher, Architekten und Verwaltungsfachleuten in einem partizipativen Prozess entwicklelt worden. So schlau wie Ihre interviewten Psychologen waren Eltern, Pädagogen und Bildungspolitiker in Berlin schon lange.

Hier hätten Sie sich informieren können:
https://deutsches-schulportal.de/schulkultur/so-sehen-die-schulen-der-zukunft-aus/
https://www.tagesspiegel.de/berlin/schulbau-in-berlin-neue-baustandards-fuer-berliner-schulen/23747970.html
http://zwischen-meldungen.de/werkstatt-schulbau-oder-berlin-baut-bildung/

Ich sage es ungern in diesem Pathos: Aber wenn Sie irgendeinen journalistischen Anstand haben, dann ziehen Ihren peinlich desinformativen Artikel und schreiben ihn noch mal neu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spiegelchr 17.04.2019, 23:01
51. dasmussandersgehen.de - keine Massenkinderhaltung

Nach der Verdichtung der Stadt sollen auch die Schulen verdichtet werden. Denn die Menschen, die die neuen Wohnungen kaufen oder mieten haben Kinder. Dieser einfache Zusammenhang hat die Hamburger Schulbehörde völlig überrascht. Nun sind angeblich keine Grundstücke zum Bau neuer Schulen vorhanden. Es gibt Schulen, die von 3 auf 6 oder gar auf 7 Züge "erweitert" werden sollen. Schulhöfe sollen auf Dächer gebaut werden. Grünanlagen… Pustekuchen. Die Grundstücksangebote der Bezirke wurden vorher abgelehnt, mit der Begründung: "Brauchen wir nicht". Nun fällt dem Senator diese Großkotzigkeit vor die Füße. Eltern, Schüler und Lehrer wehren sich. Massenkinderhaltung in 5-stöckigen Schulen lehnen wir ab. Denn wir sind der Meinung: das muss anders gehen! Mehr infos zu diesem skandalösen Ausfall jeglichen demokratischen Gestaltungswillens gibt es hier: www.dasmussandersgehen.de

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peer_graf 18.04.2019, 12:43
52. Berlin geht andere Wege

In Berlin haben wir das Berliner Lern- und Teamhaus entwickelt, das neue Pädagogische Gesichtspunkte beinhält und nach dem die Neubauschulen gebaut werden. Die Schulen sind nicht mehr nach altem Flurschulen-Prinzip gestaltet, bieten Freiräume, schaffen Synergien mit dem öffentlichen Raum und sind durch die Schaffung von einem Mehrwert an Nutzungsflächen eine gelungene Perspektive für moderne Pädagogik. Um dennoch die Kosten im Überblick zu behalen setzt Berlin auf eine Typenbauweise mit mehreren Modellvarianten, die in einem partizipativen Prozess mit den Nutzern in Einklang gebracht werden sollen. Hierzu gibt es moderierte Modelle der Partizipationsverfahren, Beteiligung der Schulgemeinschaft in Preisgerichtsverfahren als Sachrichter aber auch als Sachverständige... Berlin setzt hier auf Erfahrzngswerte der Fachexperten aus Architektur, Verwaltung, Pädagogik, Eltern wie auch Schüler*innen. Der vom Senat eingesetzte Landesbeirat Schulbau berät die Senatsverwaltungen zu Partizipation, Raum- und Flächennutzungsprogrammen und vielen weiteren relevanten Themen bei der Berliner Schulbauoffensive.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 6