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Rechtsextremismus-Vorwürfe: Burschenschaft wirft Kritiker raus
DPA

Christian Becker hatte in den Reihen seiner eigenen Burschenschaft rechtsextreme Tendenzen ausgemacht. Er kritisierte ein Mitglied öffentlich, setzte sich damit auch vor Gericht durch. Nun wurde er hinausgeworfen.

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Subco1979 16.09.2012, 21:16
1.

Naja, wo diese Raczeks stehen, hat man ja auch schon in der Vergangenheit durch ihre Taten gesehen.

Ich wundere mich nur, dass in Zeiten, wo über NPD-Verbote geschwafelt wird, solche Vereine mehr oder weniger unbehelligt das Ihre tun können.

Wenn ich so die Presse lese erhalte ich den Eindruck, dass fast alle Burschenschaften rechtsextrem sind. Dieser Eindruck mag unabhängig von der realen Verteilung sein, doch es ist der Eindruck der Medien.

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BeitragszahlerwiderWillen 16.09.2012, 21:35
2.

Das ist auch in jeder Partei so. Wer die Meinung des Vereins nicht mehr vertreten will, sollte nicht länger Mitglied bleiben müssen.

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ernstmoritzarndt 16.09.2012, 21:48
3. Juristischer Jux der Woche

Wenn Becker den Hinauswurf vor den ordentlichen Gerichten angreift, werden die DB-Nazis ihre nächste Niederlage kassieren. Das Ziel des Herrn Weidner ist klar darauf ausgerichtet, die Burschenschaft zu einer rechtsradikalen Minderheitsgruppe zu degradieren, um sein eigenes politisches Süppchen kochen zu können. Das erklärte Ziel der Verbandsnazis ist darin zu sehen, die liberalen Burschenschaften aus dem Verband herauszudrängen. Die Liberalen haben das Problem, daß sie - wegen beruflicher und sonstiger Einbindungen - nicht in der Lage sind, wesentliche Funktionen im Verband besetzen zu können.

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ladywanda 16.09.2012, 22:45
4. Da gibts nur eins....

den braunen Mob rechts liegen lassen und seinen eigenen Verein aufmachen. Es müsste doch mit dem Deubel zugehen, wenn nicht die anständigen Burschenschaftler in der Lage wären, sich klar und deutlich von diesem Pöbel zu distanzieren - Jungs - seid Manns genug und schmeißt diesem Geschmeiß den Krempel vor die Füße und geht eurer Wege.. -andere Mütter haben auch schöne Töchter!

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jeykey2000 16.09.2012, 22:53
5.

Burschenschaften und Studentenverbindungen waren schon immer erzkonservative rechtsgerichtete faschistuide Vereine ohne jeden Nutzen für unsere heutige Gesellschaft. Sie waren schon immer eine Brutstätte für Faschisten mit wenig Hirn unter verschiedenen Deckmänteln und sollten grundsätzlich verboten werden.

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Federal-States-Of-Europe 16.09.2012, 23:03
6. Mainstream der Burschenschaft

Am Rauswurf eines Ehrlichen und Aufrichtigen erkennt man doch eindeutig den Mainstream der Burschenschaft!

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shakshirak 16.09.2012, 23:09
7. optional

Vollkommen unabhängig von der politischen Gesinnung des Mediums ist es doch bezeichnend, wenn ein verurteilter Straftäter in einer Vereinigung bleiben darf, während ein kritischer Kopf wegen bundschädigende Verhaltens ausgeschlossen wird. Wenn die Raczeks tatsächlich politischen so unbedenklich wären, wie sie behaupten, müssten sie genau andersherum handeln. Wenn diese Burschenschaft so rechtsextrem ist, wie Herr Beccker behauptet, muss sie ihn allerdings herauswerfen um die Extremen anzuziehen. Durch ihr Verhalten bestätigt sie also die Vorwürfe, die sie wiederlegen will. Ähnlich handeln die Islamisten, die das Bild Mohammeds als Brandstifter, Attentäter und Mörder ausräumen wollen, indem sie brandstiften, Attentate ausüben und morden.

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Nania 16.09.2012, 23:12
8.

Man darf selbstverständlich nicht alle Burschenschaften über einen Kamm scheren. Zwar sind sie in ihrer Mehrheit sicherlich konservativ und viel zu viele auch noch weiter rechts. Ich habe selbst einen Bekannten in einer Burschenschaft und ja, ich stehe auch dieser kritisch gegenüber und glaube auch, dass durch den "Zwang", an der Gemeinschaft an so vielen Pflichtterminen teilzunehmen (und das sind im Semester wirklich viele) einige Probleme für das eigene Leben entstehen können.

Allerdings darf man eben nicht vergessen, dass es neben den rechten Burschenschaften auch noch solche gibt, die die Regeln für Duelle schlicht und ergreifend durch "Bierregeln" ersetzt haben und für die "Politik" meistens nur ein Diskussionsthema ist, aber kein Agitationsstoff oder etwas, für das man tatsächlich aufstehen würde.

Aber man muss die im Auge behalten, die in ihrer konservativen Ausrichtung gegen rechts und das Rechtsextreme streben. Denn das darf nicht geduldet werden - und erst recht nicht unterstützt.

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tweet4fun 16.09.2012, 23:20
9. Wozu die Aufregung?

Das ganze geriert sich schon wie ein Sturm im Wasserglas. Wenn nun alle gemäßigten und nichtreaktionären Mitglieder dieser ewiggestrigen Verbände öffentlich und geschlossen aus den Burschenschaften austreten würden, könnte eine gewisse Reinigung stattfinden. Dann könnte man zumindest mit Fug und Recht diesen Verband und seine Burschenschaften als rechtextreme Vereinigungen betrachten und gegebenenfalls gegen diese angehen.

Zur Not kann ja ein neuer Verband gegründet werden für diejenigen, die ohne diesen Korpsgeist nicht leben können oder wollen; sei es aus Gründen des öffentlichen Saufens, sei es aus Gründen der späteren bruderschaftlichen Hilfe bei der Karriere.

Ganz erwachsen erscheinen diese Jungs allerdings wohl nicht, egal auf welchem politischen Boden sie stehen. "Der Untertan" ist offensichtlich nicht klein zu kriegen.

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