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Reformpläne für Bachelor: Weniger Notendruck, mehr Freiheiten
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Zu vollgepackt sei das Studium, heißt es oft, und zu verschult. Nun soll der Bachelor besser an die Bedürfnisse der Studenten angepasst werden.

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mali123 15.07.2016, 15:16
1. Lieber aussieben

es wäre ratsam lieber viele Leute auszusieben, da Stellen Mangelware geworden sind und Einige nur aus Tradition zu ihren Eltern offenbar studieren, weil diese bereits studiert haben.
Das ist auch kein Wunder, da ja heute mehr Jugendliche das Abitur machen als in die Hauptschule gehen. Das kann doch nicht wahr sein...

Deswegen sollten die Unis diesen Kurs korrigieren und nicht noch mehr Studenten aufnehmen, damit sie finanzielle Mittel bekommen....
Das ist ein Skandal!

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lordschnee 15.07.2016, 16:17
2. Überhastet

war die Einführung des Systems. ich selbst studiere Maschinenbau und bin kurz vor meinem Bachelorabschluss an einer der für Maschbau Top 3 Unis in Deutschland.
was war doch früher ein deutscher Diplomingenieur angesehen. bald habe ich meinen Bachelor und denke sogar selbst: im Grunde kann ich nichts. Klar, die Grundlagen wurden gut vermittelt und ich kann ein wenig mitreden, aber nur sehr sehr oberflächlich. ohne Master und damit eine Vertiefung in mindestens einem Gebiet, brauche ich gar nicht in der Industrie ankriechen. die Einführung des Bachelor Master Systems war von der Politik total überhastet. in 6 Semestern ein Abschluss im Ingenieurswesen? was soll das. die Lehrpläne sind stramm, Fächer, die Spaß machen und wenigstens mal Praxisnah sind (bspw. Arbeiten mit CAD) werden maximal ein Semester lang gemacht. wie soll da groß was hängen bleiben?
in den Prüfungen sind Durchfallquoten von 40% ganz normal und studieren in 6 Semestern "Regelstudienzeit" beinahe unmöglich, wenn man nebenher auch noch ein Leben haben möchte.
die Umstellung war genauso drastisch wie von heute auf morgen alle AKWs abzuschalten, nämlich einfach unüberlegt. sicherlich war die Umstellung in manchen Studiengängen auch sinnvoll, aber wieso muss Europa in Bologna den deutschen Exportweltmeistern für Maschinen und Autos erklären, wie man ein Ingenieursstudium betreiben soll?
vielleicht sollte man erst einmal das deutsche Schulwesen vereinheitlichen, anstatt direkt in großen Maßstäben anzufangen

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RudiRastlos2 15.07.2016, 16:36
3.

Oder anders gesagt, man möchte die Hürden des Studiums soweit senken, dass die Massen an Studienanfängern möglichst unbeschadet auch durch das Studium kommen... Wenn es im Kopf nicht reicht, muss eben die Barriere gesenkt werden. Armes Bildungsdeutschland.

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lachina 15.07.2016, 17:10
4.

Zitat von mali123
Das ist auch kein Wunder, da ja heute mehr Jugendliche das Abitur machen als in die Hauptschule gehen. Das kann doch nicht wahr sein...
Wer die Hauptschulen kennt, weiß warum das so ist: Sammelbecken für Problemfälle und die Leute, die (noch) nicht richtig Deutsch können ( sobald die Cleveren der deutschen Sprache mächtig sind, wechseln sie die Schule), deshalb gibt es in S-H keine Hauptschulen mehr.
Und was ist einzuwenden gegen die Rückkehr zu den Regeln des guten alten Diploms? Ein deutscher Diplomingenieur war einst auf der ganzen Welt anerkannt, das hat er aber nicht in 6 Semestern nach einem verschulten Lehrplan geschafft. Eigenverantwortung und eigene Stundenpläne schreiben und den eigenen Interessen nachgehen , machen das Studium schwieriger, nicht einfacher., aber eventuell interessanter.

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hinkypunk 15.07.2016, 17:10
5.

Zitat von RudiRastlos2
Oder anders gesagt, man möchte die Hürden des Studiums soweit senken, dass die Massen an Studienanfängern möglichst unbeschadet auch durch das Studium kommen... Wenn es im Kopf nicht reicht, muss eben die Barriere gesenkt werden. Armes Bildungsdeutschland.
Ich weiß leider nicht, wo sie angesichts des Versprechens von „mehr Freiräumen“ und „mehr Flexibilität“ eine Absenkung des Leistungsniveaus wahrnehmen. Sollen wohl mal wieder „die Studenten von heute“ sein ...

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Tr1ple 15.07.2016, 17:18
6. Viel zu Spät!!!! Wie die Politik versagt hat wird sich in einigen Jahren Zeigen

Deutschland muss Wettbewerbsfähiger werden oder mindestens den Stand des Diploms aufholen. Die Menschen können heut zu Tage zum größten Teil nur Auswendig lernen. Das hemmt den Innovationsfluss extrem!

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cabeza_cuadrada 15.07.2016, 17:19
7. nur mit der Ruhe...

Zitat von lordschnee
war die Einführung des Systems. ich selbst studiere Maschinenbau und bin kurz vor meinem Bachelorabschluss an einer der für Maschbau Top 3 Unis in Deutschland. was war doch früher ein deutscher Diplomingenieur angesehen. bald habe ich meinen Bachelor und denke sogar selbst: im Grunde kann ich nichts. Klar, die Grundlagen wurden gut vermittelt und ich kann ein wenig mitreden, aber nur sehr sehr oberflächlich. ohne Master und damit eine Vertiefung in mindestens einem Gebiet, brauche ich gar nicht in der Industrie ankriechen. die Einführung des Bachelor Master Systems war von der Politik total überhastet. in 6 Semestern ein Abschluss im Ingenieurswesen? was soll das. die Lehrpläne sind stramm, Fächer, die Spaß machen und wenigstens mal Praxisnah sind (bspw. Arbeiten mit CAD) werden maximal ein Semester lang gemacht. wie soll da groß was hängen bleiben? in den Prüfungen sind Durchfallquoten von 40% ganz normal und studieren in 6 Semestern "Regelstudienzeit" beinahe unmöglich, wenn man nebenher auch noch ein Leben haben möchte. die Umstellung war genauso drastisch wie von heute auf morgen alle AKWs abzuschalten, nämlich einfach unüberlegt. sicherlich war die Umstellung in manchen Studiengängen auch sinnvoll, aber wieso muss Europa in Bologna den deutschen Exportweltmeistern für Maschinen und Autos erklären, wie man ein Ingenieursstudium betreiben soll? vielleicht sollte man erst einmal das deutsche Schulwesen vereinheitlichen, anstatt direkt in großen Maßstäben anzufangen
nach dem Abschluss zu glauben:"im Grunde kann ich nichts". ist völlig normal. (hoffentlich nicht bei Zahnärzten). Das ging mir auch so. Ebenfalls mit Durchfallquoten von teilweise 70 % inklusive Nachschreiber. Regelstudienzeit so gut wie unmöglich einzuhalten. Das wird schon werden, Ein Studium ist immer nur die Basis auf der dann aufgebaut wird.

VG
ein Dipl. Inf.

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ferenghi1969 15.07.2016, 17:38
8. wie weit

soll denn der Bachelor noch abgesenkt werden? Ein Bachelor in BWL ist doch heute gerade mal noch so viel Wert wie ein Bürokaufmann von vor 20 Jahren. Soll so durch die Hintertür wieder der Bürogehilfe eingeführt werden?

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jojoa 15.07.2016, 17:41
9. Lustig

wo ist denn bislang vorgeschrieben, dass alles benotet werden muss? Wo steht bisher, dass die Noten in einer bestimmten Form gewichtet werden müssen? Das sind alles Entscheidungen der Hochschulen. Der ganze Prüfungswahn für jede einzelne Veranstaltung ist alleine in den Hochschulen entstanden, weil man die Sorge hatte, dass unbenotete Veranstaltungen nicht ernst genommen werden.

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