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Rektoren über Schul-Kantinen: "Ich denke oft, das will ich nicht essen"
DPA

Zu viel Bockwurst und Pommes, zu wenig Gemüse: Schulkantinen könnten besseres Essen anbieten, sagt Ernährungsminister Schmidt - und zwar zum gleichen Preis. Stimmt das? Schulen und Caterer erzählen, wie es wirklich ist.

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CommonSense2006 01.12.2014, 15:02
1. Steuern

Der erste Skandal ist ja schon mal, dass Kantinenessen für Schulen mit 19% besteuert wird wie Restaurants umd nicht mit 7% wie Lebensmittel. Dann würde dem Caterer mal schnee 30 cent mehr übrigbleiben.
Essen für Kindergärten und Schulen sollzen zum Grundbedarf zählen und niicht zu Restaurant ("Luxus")

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suppenkoch 01.12.2014, 15:02
2. Die Maschine muss funktionieren

Viele Deutsche essen selber auch nicht besser, da wird - teilweise trotz guter Gehälter - am Essen gespart. Kein Wunder, wenn es den Kindern dann auch nicht unbedingt besser gehen soll.

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mielforte 01.12.2014, 15:06
3. Der Catterer wird aus den 3 Euro pro Essen

rausholen, was rauszuholen geht bis am Ende Sägespäne auf dem Teller liegen. Dem Geschmack nach, ist es schon so weit. In die Schule gehört eine Vollwertküche nebst Fachpersonal, mindestens aber einem Koch/Köchin. Wäre auch ein kleines Konjunkturprogramm.

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shooop 01.12.2014, 15:11
4. Deutschland hat ein Problem

Wenn die Gesellschaft finanziell nicht in der Lage ist, jedem Menschen ein halberwege gesundes Essen auf den Tisch zu stellen, läuft irgendetwas schief. Wir sind so ein reiches, produktives Land, aber beim Essen haben wir auf einmal keine Kohle. Ich glaube die Leute merken gar nicht, dass sie sich mit ihrer Pfennigfuchserei beim Essen selbst das Wasser abraben. Die Lebensmittelproduzenten (vom Bauern bis zum Kantinenbetreiber) werden ja durch den Wunsch der Massen nach biligen Lebensmitteln förmlich in die Massenproduktion Massenproduktion und in die Schluderei gezwungen. Ich habe selbst in einem Demeter-Betrieb gearbeitet und weiß, was es an Aufwand und Zeit und Liebe bedeutet, Lebensmittel nicht als Massenveranstaltung zu produzieren. Etwas mehr Bewusstsein und Interesse für dieses Thema täte Deutschland sehr gut.

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Willi Wacker 01.12.2014, 15:25
5. 45 Minuten...

Zitat von shooop
Wenn die Gesellschaft finanziell nicht in der Lage ist, jedem Menschen ein halberwege gesundes Essen auf den Tisch zu stellen, läuft irgendetwas schief.
Welche Familie sitzt beim Essen eine dreiviertel Stunde beisammen?

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na!!! 01.12.2014, 15:25
6. Das viele es sich nicht leisten können ist falsch

3 Euro x20 sind 60 Euro... Das können alle sich leisten.
Weil das Kindergeld 3 x so hoch ist, und wer jetzt mault sollte genau überlegen was mit dem Kindergeld gemacht wird...... Nicht nur essen u Kleidung...... Sollen die Eltern doch mal sehn ob es sein muss.. Sky zu haben oder ps4. Oder ihre Zigaretten????

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altebanane 01.12.2014, 15:27
7.

Ich weiß nicht, was die Jugend von heute schon wieder jammert :). Zu meiner Zeit gab es keine Mensen, weil der Nachmittagsunterricht ja nur dreimal die Woche stattfand oder so, dafür hatte man Mittags meist eine Stunde Zeit, um zum nächstgelegenen Bäcker zu spazieren und sich dort ein Negerkussbrötchen zu kaufen.
Hmmmm, legga. Oder doch nicht.

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widower+2 01.12.2014, 15:28
8. Die Rückkehr des

Warum nur zweimal die Woche Fleisch?
Fleisch ist nahrhaft und was den Brennwert angeht im Verhältnis inzwischen billiger als fast jedes Gemüse.
Hinzu kommt, dass sehr viele Kinder gekochtes Gemüse einfach nicht mögen. Rohkost geht da schon eher.

Was wird denn an den drei fleischlosen Tagen pro Schulwoche auf den Tisch kommen? Nudeln mit verschiedenen Gemüsesaucen. Also das Billigste vom Billigen, das kein Stück gesünder ist als ein Schweinekotelett.

Es gibt sicherlich viele durchaus schmackhafte vegetarische Gerichte, die im nunmal vorgegebenen Kostenrahmen herzustellen sind. Diese werden aber von den Kindern mehrheitlich verschmäht werden und landen dann im Abfall. Dann lieber Currywurst und Pommes plus Rohkost in der Schule.

Für eine Erziehung zu ausgewogener Ernährung taugt die Schule nicht. Die muss schon das Elternhaus selbst leisten.

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tomrobert 01.12.2014, 15:29
9. Alles eine Frage der Organisation

Es können ja Essen Pakete mit Äpfeln und Paprika etc vorgefertigt werden. Es muß ja nicht warm gegessen werden. Desweiteren können die Eltern und Kinder mit eingespannt werden. Alles eine Frage der Flexibilität und Organisation. Mehr Selbstverantwortung und Eigen Initiative. Es muss nicht alles mundgerecht sein , die Kinder an gerichtetem Tisch sitzen. Die Mahlzeiten müssen nicht nach einer festen Uhr verabreicht werden. Wichtig ist die Qualität und der Unterricht.
Unsere Schulen werden auf die Wirtschaft abgerichtet und in diese Zeiten auch integriert.
Das ist aber für die Zukunft und für die Kinder nicht notwendig. Dem Zeitverhalten der Wirtschaft wird hier Rechnung getragen.
Deshalb können sich Kinder auch nur unzureichend entwickeln: kein Zeit!

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