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Religionsstreit an bayerischer Schule: "Atheisten sind dumm"
DPA

Ein Schulleiter will eine staatliche Realschule bei München auf streng christlichen Kurs bringen: Er hängt Kreuze in die Klassen und möchte tägliche Gebete einführen. Laut Gesetz darf er das - doch Eltern und Schüler wehren sich.

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halbstark 29.05.2015, 13:19
180. Dumm genug

Dumm ist, dass wir uns in einem hochtechnisierten, aufgeklärten, westeuropäischen Land wie Deutschland im 21. Jahrhundert wieder vermehrt mit Religionen beschäftigen: Islam, Christentum, Klimarettung.

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hurted 29.05.2015, 13:19
181. @ftester, Studien & Einstein

Einstein:„Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger aber reichlich primitiver Legenden. Keine noch so feinsinnige Auslegung kann (für mich) etwas daran ändern.“. Vielleicht lesen Sie einmal: http://en.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein#Political_and_religious_views -
Zu Studien: Sowohl Google, als auch Wikipedia helfen weiter: http://en.wikipedia.org/wiki/Religiosity_and_intelligence. D.h. sicher ist: Atheisten sind nicht dümmer. Wahrscheinlich sind sie klüger. Aber Korrelation sagt noch nichts über Ursache aus.

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galbraith-leser 29.05.2015, 13:20
182. Umgekehrt wird ein Schuh draus

Zitat von Inselbewohner
Ein Forist schrieb sinngemäß, dass eine Entscheidung der Religionszugehörigkeit einer Person diese erst mit der Volljährigkeit gestattet sein müßte. Ich antwortete ihm gekürzt......
Warum sollten Eltern das nicht entscheiden dürfen. Es steht dem Jugendlichen doch zu, spätestens bei der Konfirmation (= Bestätigung) sich vom Glauben zu verabschieden. Auch als Volljähriger kann er - zumindest im Christentum ohne persönliche Straffolgen zu erleiden - jederzeit austreten. Der Islam wird da in vielen Ländern, in denen er Staatsreligion ist, wesentlich strenger ausgelegt. Dort wird die Abkehr vom Islam mit dem Tod sanktioniert.

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basiliusvonstreithofen 29.05.2015, 13:21
183. Meine Schulzeit im katholischen Bayern....

...war aus heutiger Sicht sehr bizarr, wenn man den Fanatismus, der durch
Religionen verursacht wird, berücksichtigt. In Mitteleuropa zeigt man gerne auf den Islam, wenn man den Fanatismus kritisiert.

Es gab damals im katholischen Bayern in der Grundschule jeweils zwei Stunden Religion, einmal durch den örtlichen Pfarrer und eine durch den Grundschullehrer, der auch fast alle anderen Fächer lehrte.
An jedem Donnerstag begann der Unterricht mit der Messe in der nahe gelegenen örtlichen Kirche. Man musste an dieser Messe teilnehmen, es war wie Unterricht. Niemand hat das hinterfragt.

In der weiterführenden Schule, immerhin eine Mittelstadt, gab es auch Religionsunterricht bis zum Abitur, getragen von einem Pfarrer. Das Schuljahr begann und endete mit einem Gottesdienst. Auch das hat niemand hinterfragt.

Im Abiturzeugnis hatte die Note in Religion die gleiche Wertigkeit wie Mathematik. Den Notendurchschnitt konnte man dadurch gut verbessern. In den höheren Klassen wusste man als Schüler schon, was man schreiben musste und der Pfarrer hören wollte.

Das alles ist schon lange her.

Heute hätte ich kein Verständnis mehr, wie man junge Menschen durch die Kirche vereinnahmt. Aber das ist das System der Kirche, nämlich, sich in das Leben allzeit einzumischen und sie gefügig machen. Warum soll das in der Schule anders sein?

Ich weiß nicht, wie das heute gehandhabt wird in den Schulen, auch im katholischen Bayern nicht.

Heute als erwachsener Mensch sage ich: Die Kirche hat in den Schulen nichts zu suchen. Wer das will, der muss dann auch den Islam zulassen. Welche Religion will man dann aber ausschließen im deutschen Multi-Kulti?

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vagabondix 29.05.2015, 13:22
184. Nebenberuf Diakon

- das is aber geschickt, da kann man den Fundamentalisten ja kündigen ohne dass eine soziale Härte entsteht. Vom Steuerzahler bezahlt wird er ja sowieso in beiden Fällen.

Btw: wie kommt der Gute denn damit klar, falls seine Interpretation des Glaubens an einen einzelnen Gott gar nich die richtige ist, sondern, wie derzeit mit noch viel mehr Nachdruck behauptet, die Interpretation des Wort Gottes entsprechend dem IS?
rotflol

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der Krieger 29.05.2015, 13:22
185. Falsch formuliert

"Atheismus ist dumm" wäre die richtige Aussage gewesen. Man kann Menschen nicht pauschal für dumm erklären, nur weil sie in einer - wenn auch erheblichen - Frage nie weitergedacht haben.

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hirzer68 29.05.2015, 13:22
186.

Zitat von moneysac123
Studien zeigen, dass religiöse menschen im durchschnitt eine niedrigere intelligenz aufweisen als nicht-gläubige. macht ja auch sinn, denn nicht-gläubige menschen bleiben kritisch und unterwerfen sich nicht wllkürlichen regeln
Können Sie hier mindestens eine Studie nennen oder ist dies eine leere Phrase mit der Sie ihre Ideologie versuchen zu untermauern.

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garfield 29.05.2015, 13:26
187.

Zitat von ts12345
In der bayerischen Verfassung gibt es ein Bildungsziel "Ehrfurcht vor Gott"?
Wobei man die Verfasser der Verfassung erst mal fragen müsste, WELCHEN Gott sie denn meinen. Es gibt so viele ...

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metastabil 29.05.2015, 13:28
188.

Zitat von ftester
Sie haben sicher eine Quellenangabe, oder? Ach ja, Einstein war ein sehr gläubiger Mensch.... Und wenn sich ein Schulrektor danebenbenimmt würde ich nicht sofort relegiöse/gläubige Menschen verunglimpfen, in meinem Umfeld sind z.B. der größere Anteil der Ing's christlich getauft....
"Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzte Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann."

Albert Einstein 1954 über seine Religion.

Ob man getauft ist oder nicht sagt übrigens reichlich wenig darüber aus, ob man gläubig ist, und wie sehr. In der Regel findet die Taufe nämlich so früh im Leben statt, dass man keinen Einfluss drauf hat, ob man nun getauft wird oder nicht.

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libertarian2012 29.05.2015, 13:28
189.

Also als "dummer" Atheist würde ich sagen, dass die Sache da für die Schüler doch eine prima Lektion ist. Und statt jetzt den individuellen Lehrer mit seinen unsichtbaren Freunden entfernen zu wollen, könnte man ja einfach mal das staatliche Schulsystem insgesamt in Frage stellen. Stolz sein darf man auf de Schüler, die aufbegehrt haben.

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