Forum: Leben und Lernen
Reste in der Mensa: Ich esse das, was du nicht isst
Sebastian Bargon

Lebensmittel gehören nicht in den Müll, sagen Freiburger Studenten - und essen deshalb in der Mensa das, was ihre Kommilitonen übrig lassen. Nur das Besteck bringen sie lieber selbst mit.

Seite 1 von 15
gutes_essen 13.04.2016, 10:06
1. Omfg

"Sie könnten sich für ein paar Euro eine frische, warme Mahlzeit kaufen. Aber sie verspeisen lieber das, was ihre Kommilitonen übrig lassen."
Ja nun. Wer sich dazu überwinden kann...schlecht finde ich das prinzipiell nicht, so wird wenigstens nicht soviel weggeworfen.

Aber ich würde lieber nichts essen, als die Teller fremder Personen leer zu futtern.
Ich finds schon eklig.

Beitrag melden
omop 13.04.2016, 10:15
2. Das sind wahre Probleme..

manchen Leuten geht es einfach zu gut..und das (Rest-)Essen von anderen zu verzehren, ist unter hygienischen Aspekten m.E. einfach nur widerlich..

Beitrag melden
team_frusciante 13.04.2016, 10:29
3.

Zitat von omop
manchen Leuten geht es einfach zu gut..und das (Rest-)Essen von anderen zu verzehren, ist unter hygienischen Aspekten m.E. einfach nur widerlich..
"Manchen Leuten geht es einfach zu gut" – richtig, uns nämlich, die wir ständig die Hälfte vom Teller wegschmeißen. Letztens ein älteres Ehepaar in der Pizzeria gesehen, beide hatten dieselbe Pizza (mit allem), er hat von seiner zwei Drittel gegessen, sie von ihrer ein Drittel. Die hätten sich eine teilen können!

Beitrag melden
westerwäller 13.04.2016, 10:32
4. So eine Haltung ...

... dient einzig und allein der eigenen Selbstüberhöhung:
"Schauet her, staunet und erbebet, welch ein guter Mensch ich bin, der sich selbst erniedrigt um einer guten Sache willen.

Vorbild will ich für euch alle sein, an meinem Wesen soll die Welt genesen. Jeder schäme sich, der es mir nicht nachtut.
Im Übrigen sollen diejenigen, die sich selbst erniedrigen, fürderhin erhöht werden."

Ähnlichkeiten mit einem Jesus-Komplex sind nicht von der Hand zu weisen ...

Beitrag melden
Windukeit 13.04.2016, 10:36
5. Ich finde das...

...schon deshalb gut, weil es Leuten, die vielleicht tatsächlich nicht einmal die paar Euros haben, sich etwas zu Essen zu leisten die Scheu nehmen dürfte, sich etwas vom Band zu nehmen, da es das Ganze ja "normalisiert". Ich persönlich würde aber vermutlich auch davon absehen, diese Reste zu verspeisen.

Beitrag melden
martina_koschlinski 13.04.2016, 10:40
6. Einfach nur traurig...

wie hier einige Leute reagieren. Aber in unserer Wegwerfgesellschaft stellt das ja die Norm dar. Anstatt gutes Geld für gute Lebensmittel auszugeben kauft man lieber jeden Tag einen Batzen Billigfleisch, stopft sich voll und schmeißt den Rest einfach weg. Und Menschen, die mit der Aktion auf die Bedeutung und Wichtigkeit der Lebensmittel hinweisen wollen, werden als Menschen mit "Jesus-Komplex" abgewertet. Zum Glück gibt es Menschen, die in unserer Gesellschaft etwas bewegen wollen!! Ihre Haltung, lieber Westerwäller, zeigt eine durch unsere westliche Konsumgesellschaft vergifteten Umgang zu Lebensmitteln.

Beitrag melden
fridericus1 13.04.2016, 10:40
7. Von wegen

Guggsdu hier:

http://www.deutschlandfunk.de/ende-der-schweinereien.1197.de.html?dram:article_id=187637.

Aber wer sich als besserer Mensch fühlt, wenn er die Essensreste von anderen Leuten isst, soll das gerne tun. Es bleibt demjenigen dann nur zu wünschen, dass er niemals wirklich darauf angewiesen sein wird.

Beitrag melden
spiegelwelt 13.04.2016, 10:41
8. Keine Angst vor Hepatitis?

Man sieht den Leuten nicht immer an, ob sie krank sind.
Und wenn der fremde Löffel paar mal durch die Suppe getaucht ist, nützt auch ein eigener nicht.
Guten Appetit!

Beitrag melden
geando 13.04.2016, 10:42
9. Die können ja futtern was sie wollen

...und sich damit Grippe, Hepatitis, Herpes oder sonst was einfangen. Das ist deren Problem. Das die Auswüchse der "Wegwerfgesellschaft" mal überdacht werden sollten, sehe ich aber genauso. Viele "junge Leute" haben nicht mehr gelernt, ihren Teller leer zu essen, bzw. sich nur so viel zu nehmen, wie sie auch schaffen. Die grössten Probleme der "Wegwerfgesellschaft" befinden sich aber auf weit höheren Ebenen: Im Bereich der Nahrungsherstellung und des Verkaufs. Überproduktionen werden massenhaft vernichtet, um das Preisniveau stabil zu halten und der Lebensmittelhandel muss gewaltige Mengen unverkaufter Ware wegschmeissen. Wenn dort Lösungen gefunden würden um diese Prozesse ein wenig zu optimieren, wäre wesentlich mehr erreicht als irgendwelche Mensa-Reste-Esser jemals schaffen könnten.

Beitrag melden
Seite 1 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!