Forum: Leben und Lernen
Rückkehr zum langen Gymnasium: Den Preis zahlen nun Schüler und Lehrer
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Überhastet wurde die Gymnasialzeit auf acht Jahre verkürzt - doch eine Rücknahme des Turbo-Abiturs wie jetzt in Niedersachsen macht alles nur noch schlimmer. Die Landkarte der Bildung in Deutschland wird mehr denn je zum Flickenteppich.

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zursachet 20.02.2014, 16:23
1. Schluß mit dem Unsinn!

Zitat von sysop
Überhastet wurde die Gymnasialzeit auf acht Jahre verkürzt - doch eine Rücknahme des Turbo-Abiturs wie jetzt in Niedersachsen macht alles nur noch schlimmer. Die Landkarte der Bildung in Deutschland wird mehr denn je zum Flickenteppich.
Es muss endlich (!!!!) Schluß gemacht werden mit diesem föderalen Kultussystem. Kein Mensch braucht den Kultus auf Länderebene. Die Leittragenden sind Lehrer, Schüler und Familien. In einer immer mehr auf Flexibilität der Arbeitnehmer ausgerichteten Gesellschaft in der die Politik die Flexibilität des Einzelnen geradezu zum Allheilmittel verklärt kann es nicht sein, dass immer wieder neue künstliche Bildungshürden in Deutschland entstehen, weil jeder D.pp auf Landesebene denkt, er kann machen was er will.
Schluß damit. Spart auch ein Haufen Geld durch die dann überflüssig gewordenen Kultusministerien!

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zukunftseule 20.02.2014, 16:23
2. Bildung muss Bundessache sein!

Bildung muss eine Sache des Bundes werden. Eine einheitliche Bildung ist zu wichtig, als dass diese zum Spielball föderaler Wahlen wird.

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gog-magog 20.02.2014, 16:25
3. Dieser "Rückschritt" mußte sein und ist zu begrüßen

Zitat von sysop
Überhastet wurde die Gymnasialzeit auf acht Jahre verkürzt - doch eine Rücknahme des Turbo-Abiturs wie jetzt in Niedersachsen macht alles nur noch schlimmer. Die Landkarte der Bildung in Deutschland wird mehr denn je zum Flickenteppich.
Den Preis für den Wechsel des Bundeslandes haben schon immer die Schüler und Eltern bezahlt. Das liegt daran, dass dieses Land ausgerechnet im Bildungsbereich ein völlig unsinniges föderales System mit 16 Kultusministerien fährt, in denen 16 bildungsferne Politiker ihre Ideologie und Parteiallmacht ausleben.

Die Rückkehr zum G9 kann nur positiv sein, denn das G8 war in dieser Form ein katastrophaler Fehler, der die Studienanfänger in diesem Land ins Mittelalter zurückgebombt hat.

Fakt ist nämlich: der Großteil der G8-Abiturienten ist nicht geeignet an einer deutschen Uni - egal in welchem Bundesland - ein Studium aufzunehmen. Alle Unis in Deutschland haben das 13. Schuljahr in Form von Vor-, Brücken- und Nachholkursen längst wieder eingeführt und geben dafür Milliarden Euro aus - viel mehr, als sämtliche G9-Lehrer jemals gekostet hätten.

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kmgeo 20.02.2014, 16:27
4. Wetten dass die Chance wieder nicht

genutzt wird?
Schon bei der Einführung des G8 war es eigentlich notwendig, die Lehrpläne nicht nur an die kürzere Zeit, sondern auch an die heutige Zeit anzupassen.
Das ist nichts passiert, da einerseits keine Zeit blieb (warum G8 eingeführt wurde, ist mir sowieso schleierhaft - bloß weil es die anderen haben?) und andererseits die Kultusbürokratie den Aufwand und die Konflikte mit den Lehrern bzw. dem Philologenverband scheute. Natürlich ist es schwierig und braucht viel Zeit, die wichtigen von den weniger wichtigen Lehrinhalten zu trennen und vor allem alte Zöpfe abzuschneiden (meine Kinder können den Übergang von der Wildbeuter- zur Nomaden- zur Bauerngesellschaft besser erklären als den von der Agrar- zur Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft). Man muss die Chance aber auch ergreifen - und vielleicht auch mal an die langen Ferienzeiten gehen, die ganz im Gegensatz zu den übervollen Schulzeiten stehen....

Aber ich fürchte nur, dass die Chance auch jetzt wieder nicht ergriffen wird (zumal der Philologenverband und alle Gymnasiallehrer in Nds damit beschäftigt sind, 45 Minuten Lehrmehrarbeit zu kompensieren).

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Friedrich Hattendorf 20.02.2014, 16:27
5. Grundgesertzverletzende Schulrealität

Zitat von sysop
Die Landkarte der Bildung in Deutschland wird mehr denn je zum Flickenteppich.
Bereits jetzt wird die in Grundgesetz versprochene Freizügigkeit de facto von den Kultusministerien ausgehebelt: Wer zieht noch um, wenn das bedeutet:

"Eltern versetzt, Kind sitzengeblieben."?

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kaotai 20.02.2014, 16:28
6. Spielwiese Bildung

Nein. Ich hätte mir nicht gewünscht, das "den Bildungspolitikern die Zeit und die Standhaftigkeit [gegeben wird], diese Fehler korrigieren". Ich hätte mir gewünscht, dass sie VORHER überlegt hätten, wie man so etwas sinnvoll einführen kann.

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analyse 20.02.2014, 16:28
7. Richtig war das G-8, nur hätten 20 gestandene

Studienräte sich eine Woche Zeit nehmen müssen den Lehrplan sinngemäß anzupassen. Die ahnungslosen Eltern wurden zudem nicht aufgeklärt,was ein zusätzliches Schuljahr für sie kostet !Den Schülern kann man nicht zumuten,schon an ihrew Rente zu denken !

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Mitreder 20.02.2014, 16:30
8. optional

Das Leben wird immer komplexer, die Menschen immer älter, in Rente geht man sehr viel später und die Schule, das Lernen, die Entwicklung des Kindes soll beschleunigt werden. Warum? Logisch wäre es für mich, die Kinder länger aufs Leben vorbereiten, ihnen Chancen geben sich auszuprobieren, bevor es ernst wird.

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KarlRad 20.02.2014, 16:31
9. Lieber Autor:

Ziemlich dünner und sinnfreier Artikel zu einer Thematik die geführt werden muss und Ergebnisse braucht. Keine neuen tollen begriffe wie "G9-Eltern".

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