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Sachsens Bildungssystem: Warum ein Notendurchschnitt von 1,9 nicht fürs Gymnasium rei
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Oberschule oder Gymnasium? Die zehn Jahre alte Lily wusste bis kurz vor Ferienende nicht, wo sie eingeschult wird. Jetzt ist sie dank Eilverfahren auf dem Gymnasium - doch sicher ist ihr der Platz nicht.

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hdudeck 01.09.2016, 09:30
1. Oberschule oder Gymnasium?

Ich dachte eigentlich das sei das Selbe.

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mannausbonn 01.09.2016, 09:35
2. da ist ja total gruselig ...

wieso geht der freistaat da noch in den nächste instanz? das mädchen ist doch ganz offensichtlich eine gute schülerin. wenn sie nicht geeignet sein sollt, dann werden die nächsten jahre das mit sicherheit zeigen ... bin ich froh meine kinder raus aus der schule zu haben. früher war es ein besser und der umgang mit schule, mit schülern war einfacher.

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jujo 01.09.2016, 09:37
3. ...

Das ist von den Behörden ein rein formalistisches Entscheiden, die gehen so unsensibel vor wie ein Panzer fährt der durch das Gelände brettert.

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Stefan_G 01.09.2016, 09:38
4. Was auch eine Landesregierung wissen sollte

Schulnoten sind prinzipiell keine Zahlenwerte, auch wenn sich die Ziffern "1" bis "6" in den Sprachgebrauch eingebürgert haben.
Mit Ziffern ausgedrückte Schulnoten sind Abkürzungen für die Leistungsbeurteilungen "sehr gut", "gut", "befriedigend", "ausreichend", "mangelhaft" und "ungenügend".
Und weil in dieser Rangfolge z.B. der Abstand zwischen "sehr gut" und "gut" nicht 3x so groß ist wie zwischen "sehr gut" und "ausreichend" sind mathematische Operationen wie Mittelwertbildung unzulässig.


Die Konsequenz daraus:

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phthalo 01.09.2016, 09:39
5. Natürlich nur ein Einzelfall

Es gab als ich mit der Grundschule war schon mal freie Schulwahl auf weiterführende Schulen.
Vorgeschlagen wurde ich aufgrund meiner Noten für die Hauptschule und meine Eltern schickten mich aufs Gymnasium.
Nach einer Ehrenrunde dort habe ich dann studiert und bin nun promovierter Chemiker.
Geht alles.

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ruebenkatze 01.09.2016, 09:43
6. Notenzirkus

Wenn man bedenkt, dass a) Schulnoten wenig valide sind und b) das fachliche Niveau von Grundschullehrkräften u. U. sehr mässig ist, besonders wenn sie, was gang und gäbe ist, fachfremd unterrichten, dann ist der Popanz um den Notendurchschnitt eine absolute Farce. Ich habe völlige Sympathie für jeden, der sich gegen diesen willkürlichen Schwachsinn gerichtlich wehrt.

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janowitsch 01.09.2016, 09:46
7. Später entscheiden und länger gemeinsam

Es ist viel zu früh, in der 4. Klasse zu entscheiden, wer für's Gymnasium geeignet ist. Diese Entscheidung ist aber eine Lebensentscheidung, von der der spätere Weg abhängt.

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1lauto 01.09.2016, 09:48
8. der Notendurchschnitt ist zu gut

In Sachsen. Es kann eigentlich nicht sein, dass fast die Hälfte der Viertklässler in den entscheidenden 3 Fächern einen Schnitt von Zwei oder besser haben. https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/202696
Der Gesamtschnitt mit Sport und Religion hat noch nie jemanden interessiert.

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GrinderFX 01.09.2016, 09:48
9.

Schweres Thema.
Es ist schon richtig, dass die Grundfächer höher gewertet werden. Was nutzt es, wenn man in Musik, Sport und Basteln gute Noten hat, in Mathe, Deutsch und Co. aber versagt.
Hier ist man allerdings direkt auf der Grenze und somit kann eine Entscheidung natürlich fraglich sein und eine Diskussion starten.
Aber irgendwo muss man nun mal die Grenze setzen.
Ich finde die Idee, die Entscheidung erst später zu treffen, recht gut. Wobei man so auch Schüler an Bildung berauben kann oder andere dem Stoff nicht folgen könnten.

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