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Schavans umstrittene Doktorarbeit: Gutachter war nicht erste Wahl der Uni Düsseldorf
DPA

In der Plagiatsaffäre um Annette Schavans Doktorarbeit richtet sich der Fokus nun auf den Sachverständigen, der eine "leitende Täuschungsabsicht" attestierte. Nach SPIEGEL-Informationen war der Gutachter nicht die erste Wahl der Uni Düsseldorf.

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box-horn 23.10.2012, 15:12
190.

Zitat von truescience
Nutzungszeit musste man an meiner Uni in den 80er Jahren nicht buchen,
wie schön für Sie. Das spielt hier aber keine Rolle.
Zitat von
von daher in Düsseldorf vermutlich auch nicht! Schreibmaschinen waren schon damals out, Computer üblich.
...Es geht aber nicht um "die 80er" sondern die Zeit um 1978, 1979, 1980 herum. Und da waren private Computer eine extreme Rarität und immens teuer. Ganz zu schweigen vom Vorhandensein von Textverarbeitungsprogrammen für jedermann. Die war noch Mitte der 80er Profisoftware und verwaltete noch keine Fußnoten, jedenfalls nicht im heutigen Sinne - soweit ich mich an meinen damaligen Job bei einem wissenschaftlichen Verlag erinnere.
Ich weiß ja nicht, was und wann Sie studiert haben, aber der Besitz privater Computer war noch Mitte der 80er selten, zumal unter Geisteswissenschaftlern (bei den Informatikstudenten, Mathe- und Physikern war das anders). Die meisten waren froh, wenn sie eine Schreibmaschine mit mehr als einem kleinen Zeilenspeicher vorweisen konnten, der einfachste Textkorrekturen erlaubte. Das änderte sich im Laufe des Jahrzehnts, aber von der relativ weiten Verbreitung zum Ende der 80er auf eine Verbreitung zum Ende der 1970er zu schließen ist Unsinn.

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truescience 23.10.2012, 15:54
191. Blödsinn

Zitat von box-horn
wie schön für Sie. Das spielt hier aber keine Rolle. ...Es geht aber nicht um "die 80er" sondern die Zeit um 1978, 1979, 1980 herum. Und da waren private Computer eine extreme Rarität und immens teuer. Ganz zu schweigen vom Vorhandensein von Textverarbeitungsprogrammen für jedermann. Die war noch Mitte der 80er Profisoftware ....
Computer und Großrechner im Rechenzentrum der Universität sind keine privaten Computer! Ein privater Computer war überhaupt nicht notwendig, aber auch keine Rarität. Als Vorsitzende der JU hatte sie außerdem bestimmt Zugang zu "privaten" Computern und Textverarbeitungsprogrammen - die Vorsitzende der JU ist nicht "jedermann"! Egal, Schreibmaschine ist nur eine lächerliche und dämliche Ausrede. Wie kann man eine Schreibmaschine für Plagiate, "Verunähnlichung", "Anschein von Eigenständigkeit" und "leitende Täuschungsabsicht" verantwortlich machen? Oberfaul, das auf die technische Ausstattung zu schieben.

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drumsmalta 23.10.2012, 16:39
192. Oh my God...

Zitat von yaso-kuuhl
Frau Schavan sagte, sie habe zu keiner Zeit zu täuschen versucht. Das ist ein großer Unterschied zu der Aussage, sie habe zu keiner Zeit getäuscht. Sie impliziert ihre Unerfahrenheit mit wissenschaftlichen Spielregeln zum Zeitpunkt der Erstellung ihrer Doktorarbeit.
...also eine angehende Doktorin (!) war sich zu Zeit der Abfassung ihrer Doktor(!!)arbeit nicht über die Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens (lernt man im 1. Semester) im Klaren?

Und so jemand soll einen Doktortitel erhalten? So darf jemand argumentieren, der als Minister über Bildung und Wissenschaft wacht?

Ich lasse hier mal bewusst die Armseligkeit dieser Argumentation als solche ("ich wusste es halt nicht besser") beseite und halte mich nur an die Implikation dieser Aussage - danach sollte man Frau Schavan feuern - und zwar sofort.

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niska 23.10.2012, 17:29
193.

Zitat von drumsmalta
...also eine angehende Doktorin (!) war sich zu Zeit der Abfassung ihrer Doktor(!!)arbeit nicht über die Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens (lernt man im 1. Semester) im Klaren? Und so jemand soll einen Doktortitel erhalten? So darf jemand argumentieren, der als Minister über Bildung und Wissenschaft wacht? Ich lasse hier mal bewusst die Armseligkeit dieser Argumentation als solche ("ich wusste es halt nicht besser") beseite und halte mich nur an die Implikation dieser Aussage - danach sollte man Frau Schavan feuern - und zwar sofort.
Ausserdem, wie heisst es so schön:
Dummheit schützt vor Strafe nicht.

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box-horn 23.10.2012, 18:17
194.

Zitat von truescience
Computer und Großrechner im Rechenzentrum der Universität sind keine privaten Computer!
ganz recht. Habe ich etwas anderes geschrieben?
Zitat von
Ein privater Computer war überhaupt nicht notwendig, aber auch keine Rarität.
Schreiben Sie doch zur Abwechselung mal konkret. Und grenzen Sie den Zeitraum ein, auf den Sie sich beziehen. Sie drücken sich um klare Angaben - das hat nicht zufällig System?
Zitat von
Als Vorsitzende der JU hatte sie außerdem bestimmt Zugang zu "privaten" Computern und Textverarbeitungsprogrammen - die Vorsitzende der JU ist nicht "jedermann"!
Ich möchte bezweifeln, daß die Junge Union 1980 über Computer verfügte, ganz zu schweigen von Spezialsoftware - wer 1980 etwas drucken lassen wollte, ging zu einer Druckerei - und Spekulationen à la "hatte bestimmt" sind einfach unseriös.
Zitat von
Egal, Schreibmaschine ist nur eine lächerliche und dämliche Ausrede. Wie kann man eine Schreibmaschine für Plagiate, "Verunähnlichung", "Anschein von Eigenständigkeit" und "leitende Täuschungsabsicht" verantwortlich machen? Oberfaul, das auf die technische Ausstattung zu schieben.
Oberfaul, sich um jede sachliche Begründung zu drücken. Ich bezweifle zunehmend, daß Sie je eine Uni von innen gesehen haben. Jedenfalls als Student.

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legastheniker 23.10.2012, 18:30
195. Jeder kann

Zitat von kagu
Sich bei Schavanplag umzuschauen, um zu beurteilen, ob Frau Schavan plagiiert oder nur schlampig zitiert hat, nützt überhaupt nichts. Dazu müsste man schon die ganze Arbeit kennen, weil es gut möglich ist, dass sie anderer Stelle bereits auf die Verwendung dieser Texte hingewiesen hat.
?????????????
setzen sie z.b. anführungszeichen eine seite später ein oder einen satz?
nein das würden sie nie tun und wenn wüsten sie das es falsch ist.
ich poste hier nochmal ein bsp.

Schavan:
Für diese Unterscheidung sind zwei Wendepunkte im mittelalterlichen Gewissensverständnis entscheidend: die vor der offiziellen Ketzerverfolgung von P.Abälard verfaßte Gewissenskonzeption und das nach dem Auftrag der Ketzerinquisition konzipierte Gewissensverständnis Alexander von Hales.
Mokrosch:
Zwei Wendepunkte im mittelalterlichen Gewissensverständnis sind dafür verantwortlich zu machen: die noch vor der offiziellen Ketzerverfolgung verfaßte Gewissenskonzeption P. Abälards und das nach dem Auftrag zur Ketzerinquisition konzipierte Gewissensverständnis Alexander von Hales.

würden sie hier von falscher zeichensetzung reden oder was ist es was ihnen an den beiden auffällt?

@Universitätsprofessor
ich kann ihre sicht nachvollziehen doch nur in grenzen denn auch in der zeit in der sie geschrieben wurde waren die fehler genauso klar wie heute mann hat sie nur großzüger missachtet.
doch auch in dieser zeit wäre sie über solche fehler gefallen eben wenn sie angezeigt worden wären.

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gaia71 23.10.2012, 18:34
196. Müssige Diskussion

Die Diskussion um Computer geht am Thema vorbei, denn ausschlaggebend war und ist der Besitz eines Computers, um eine saubere Dissertation schreiben zu können, keineswegs.
Dass es heute eine erhebliche Erleichterung ist stellt niemand in Abrede.

Hier geht es doch eher darum, dass die Regeln immer noch die gleichen sind und Bestand haben und sich ausnahmslos jeder daran messen lassen muss und um zu dieser Erkenntnis zu gelangen braucht es net mal ein Studium oder eine Promotion.
Das Prinzip ehrlichen Arbeitens bekommt man schon in der Schule und im Elternhaus eingetrichtert bzw. anerzogen.

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