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Schläge, Drohungen und Mobbing: KMK-Präsident fordert Lehrer auf, gewalttätige Schüle
DPA

Kultusminister-Präsident Helmut Holter will gegen Gewalt an Schulen vorgehen. Auch Kinder, die nicht strafmündig sind, sollen die Konsequenzen ihres Handelns spüren.

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Alm Öhi 13.06.2018, 09:27
10. Nun mal ehrlich wie war es 1982?

Ich wurde als Schüler zusammengeschlagen und keiner hat sich dafür interessiert. Im Sportunterricht hat mir ein Schulkollege mit Absicht ein Bänderriss verursacht, er hatte das ganz groß der Klasse angekündigt.
Ich lag im Krankenhaus.
Lehrer, Klassenkameraden und meine Eltern haben mir geraten die Klappe zu halten, sonst könnte noch etwas schlimmeres passieren.
Wer mit Mord bedroht wird , wird kaum zur Polizei gehen!

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dweik01 13.06.2018, 09:27
11. Schwachsinn!

"Eine "Anzeige" oder "Anschwärzen" ist purer Aktionismus. Bringt nichts, hilft nichts, keiner macht was, selbst die Polizei läßt straffällige Jugendliche nach Aufnahme der Personalien wieder laufen. Hier wäre ausnahmeweise wirklich mal die Politik UND DER GESETZGEBER gefragt.
1. Mit der Frage, ob die Altersgrenzen des Straf- und Zivilrechts wirklich noch so gelten wie vor 100 Jahren!!!!????? Die Kinder sind anders entwickelt und haben ganz andere Zugänge und Beeinflussungen
2. Mit der Frage, ob und wie Eltern in das Sachverhalt einzubeziehen sind? Auch wenn es jetzt sofort einen Aufschrei gibt. Man kann mal darüber nachdenken, ob Eltern die hier Kindergeld (mehrfach) kassieren, ihre Kinder aber gezielt aus unserer Sprache und Bildungssystem heraushalten und sie mit der Gewalt anderer Sozialisationen erziehen, das Kindergeld wirklich brauchen? Und zwar ungeachtet der Nationalität! Erziehung ist auch eine Verpflichtung, nicht nur ein Recht
3. Ob die Jugendeinrichtungen überhaupt richtig ausgestattet sind. Was helfen "Anzeigen", wenn der ganze Schulbetrieb zur Erziehungseinrichtung (statt zur Lerneinrichtung) mutiert, hinterher wieder über PISA gejammert wird, aber die die den Job machen sollten kein Personal und Ausstattung haben
4. Und schließlich wäre bei 17jährigen Mördern und einer Verrohung in der Tat eine Verschärfung der Jugend- bzw dort vielleicht Erwachsenenstrafen angesagt!

Erst wenn das gemacht ist, würden solche Meldungen irgendetwas bringen

Auch pädagogisch und im Sinne der Wiedereingliederung ist gar nichts gewonnen, wenn man erst zulässt, daß viele Jugendliche abgehängt werden und anschließend die gewalttätigen und oder kriminellen nach kürzester zeit wieder draußen sind bzw dreißig mal auf Bewährung davon kommen. IN Berlin hat sich wegen dieser Missstände eine Richterin das Leben genommen! Alles nicht Neues

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sauertopf1 13.06.2018, 09:29
12. der eigentliche Skandal

Der eigentlich Skandal ist die Tatsache, dass die aktuelle Stimmung noch immer eine Hemmschwelle dafür darstellt. Am besten sollten wir in allen Bereichen und Ebenen useres Lebens auf den Boden des Rechts zurüchfinden und auf alternative Wahrheiten, von welcher Richtung auch immer. Da hilft oft, nicht nur Tolrerant sein sondern auch Toleranz einfordern. Auch an useren Schulen unterstehen der deutschen Rechtsordnung.

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Phil2302 13.06.2018, 09:30
13.

Zitat von aggro_aggro
Lehrer sind an sich schon etwas älter und kennen aus ihrer eigenen Schulzeit mehr Gewalt als heute üblich ist. Da wurde nie jemand wegen einer blutigen Nase angezeigt. Außerdem gilt das auch nicht als pädagogisch, nach dem Motto "der Kleine kann ja nichts dafür, dass er so ist".
Ich kann mir kaum vorstellen, dass das regelmäßig den Lehrern die Nase blutig geschlagen wurde. Richtig, es geht nämlich um Gewalt gegen Lehrer, haben Sie den Artikel nicht gelesen? Es stand schon im ersten Satz: "Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Helmut Holter, will Gewalt gegen Lehrer an deutschen Schulen eindämmen."
Und zu Beitrag 1: Das Problem wird die Schulleitung sein, die kein Interesse daran hat, dass Lehrer die SuS verklagen, das ist schlecht für den Ruf der Schule. Ich habe es bis jetzt erst zwei Mal mitbekommen, dass Lehrer körperlich angegangen wurde, jeweils an verschiedenen Schulen. Beide Male waren übrigens Inklusionsschüler
(5. Klasse) schuld. Der eine wurde nach Monaten endlich von den Eltern von der Schule genommen (es ist nämlich praktisch unmöglich, einen Inklusionsschüler, bei dem eine sozial-emotionale Störung vorliegt, wegen Gewalt von der Schule zu werfen), der andere wurde ebenfalls einige Zeit später in eine geschlossene Einrichtung eingewiesen. Vielleicht kann man sich vorstellen, wie toll der Unterricht vorher in den Klassen aussah. Naja, worauf ich hinauswollte, wenigstens in einem der Fälle weiß ich, dass die Schulleitung explizit verhindert hat, dass der Schüler angezeigt wird.

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catcargerry 13.06.2018, 09:31
14. Bisschen kreativer bitte

Zitat von c124048
Hm.... Also lese ich daraus, dass "Kinder" bislang NICHT angezeigt werden? Das gibt mir in der Tat zu denken. Warum ist das so? Da fällt mir nur ein: Angst vor den Kindern (Das wäre das Schlimmste) Angst vor den Eltern (auch sehr schlimm) Resignation (Naja, nachvollziehbar) Ignoranz (Kann ich sogar verstehen) oder Faulheit (das wäre charakterschwach) Wie man es dreht: So gehts ja wohl nicht.
Dann fällt noch mehr ein: Das Konzept, mit anderen sanft-pädagogischen Mitteln erfolgreich Verhalten ändern zu können. Funktioniert bei normalen Kindern meistens, ist aber oft Illusion, an der man ideologisch klebt. Als 18-Jähriger habe ich deftigen Gegenwind bekommen, als ich in einem Artikel zum humanen (also Täter schonenden) Strafvollzug geschrieben habe, dass zur Gesetzesübertretung normalerweise der fehlende Wille gehört, die Gesetze einzuhalten. Das wurde als Anschlag auf Resozialisierung, wie sie sich der von 68ern kritikfähig gemachte Bildungsjungbürger vorstellte, gewertet. Nach 45 Jahren finde ich ganz gelegentlich Brüder und Schwestern im Geiste. Eher ist aber verbreitet: Der Mensch ist im Grunde gut - und wenn er nicht gut ist, waren wir nicht gut genug zu ihm und müssen das nachholen. Gilt aber nicht für Steuersünder.

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ludwig49 13.06.2018, 09:33
15. Die soziale Entwicklung...

...während den vergangenen 50 Jahren in den Familien und an den Schulen hat Spuren hinterlassen, die täglich deutlicher sichtbar werden. Die Inklusion und ein hoher Migranten-Anteil brachte an vielen Schulen das Faß zum überlaufen. Man darf behaupten: auch in diesem Bereich hat die Politik komplett abgewirtschaftet. Kinder, die bei Hartz4 das schwächste Glied sind, sind stark sozial gefährdet; und Migranten-Kinder bilden je nach Sprachkenntnissen und Herkunft Gruppierungen, die man kaum als Hoffnungsträger für die Gesellschaft ansehen kann. Ein Weg wäre "Null-Toleranz", Förderschulen und Sonderschulen für Migranten und Lernschwache oder Unwillige. Bis jetzt befindet sich das Ganze in einem Topf - und der kocht über !

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stoffi 13.06.2018, 09:38
16. Keine Schule

möchte in der Verruf kommen, das es dort ein enormes Gewaltpotential gibt. Man versucht halt alles was geschieht, unter Verschluss zu halten oder zu bagatellisieren. Nur wenn jemand schwer verletzt oder getötet wurde erfährt die Öffentlichkeit davon. Nicht ohne Grund gibt es bereits an vielen Schulen den Wachschutz.
In meiner Familie gibt es vier Lehrkräfte in verschiedenen Städten und verschiedenen Schulen. Unterschiede, der Gewalt betreffend gibt es aber nicht. Was meine Enkel in ihrer Schule erlebt haben, würde mir hier eh keiner glauben.Erst nachdem fast die Hälfte der Eltern drohte ihre Kinder nicht mehr zur Schule zu schicken und die Zustände so öffentlich zu machen, sah sich die Leitung genötigt Massnahmen zu ergreifen.

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stoffi 13.06.2018, 09:41
17. Keine Schule

möchte in der Verruf kommen, das es dort ein enormes Gewaltpotential gibt. Man versucht halt alles was geschieht, unter Verschluss zu halten oder zu bagatellisieren. Nur wenn jemand schwer verletzt oder getötet wurde erfährt die Öffentlichkeit davon. Nicht ohne Grund gibt es bereits an vielen Schulen den Wachschutz.
In meiner Familie gibt es vier Lehrkräfte in verschiedenen Städten und verschiedenen Schulen. Unterschiede, der Gewalt betreffend gibt es aber nicht. Was meine Enkel in ihrer Schule erlebt haben, würde mir hier eh keiner glauben.Erst nachdem fast die Hälfte der Eltern drohte ihre Kinder nicht mehr zur Schule zu schicken und die Zustände so öffentlich zu machen, sah sich die Leitung genötigt Massnahmen zu ergreifen.

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btwesten 13.06.2018, 09:42
18. Ich hab' da mal 'ne Frage!!

Wenn ich hier zum Teil lese daß es nur Aufgabe der Lehrer sein könne/müsse den Kindern/Jugendlichen ein wenig Aufklärung zum Thema Gewalt zu vermitteln dann gehen mir alle Haare im Nacken auf Horizontal.

Es ist verdammt nochmal doch wohl Aufgabe der Eltern ihren Kindern soziales Verhalten beizubringen. Dazu gehört doch wohl auf jeden Fall die Vermittlung von z.B.:
Gewaltlosigkeit
Umgang mit anderen Menschen im Allgemeinen
vernünftiges Benehmen
das Nichtwegwerfen von Abfällen über die Schulter
und und und

Himmeldonnerwetter nochmal, wo leben wir denn.
Das Vorleben von Werten kann doch wohl in erster Linie nur durch die Erziehungsberechtigten erfolgen.

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vogtnuernberg 13.06.2018, 09:42
19.

Direkt beschimpft ist also Gewalt...

Na, da könnte man 80% der Lehrer einsperren.

Ich habe meinen Mathelehrer auch mal ein Arschloch genannt und habe die Klasse verlassen, als er mich vor der Klasse hänselte, weil ich statt einer 1 nur eine 3 geschrieben hatte.

Jahre später beim Abitur nahm er mich bei Seite und meinte: Du hattest damals Recht, entschuldige.

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