Forum: Leben und Lernen
Schlechtes Abi im Norden: Ministerium lässt Mathe-Noten aufbessern

Mehr als die Hälfte der Schüler hat an den Beruflichen Gymnasien Schleswig- Holsteins das zentrale Mathe-Abi vergeigt. Neue Lehrpläne hätten Schüler und Lehrer verunsichert, sagt das Bildungsministerium und korrigiert die Noten nach oben. Die Pädagogen müssen sich jetzt fortbilden lassen.

Seite 1 von 15
schniggeldi 27.05.2011, 16:01
1. lorem ipsum

Da lernen die Schüler doch gleich noch was fürs praktische Leben.

"Was nicht passt wird passend gemacht."
oder wahlweise
"Wer nicht pfuschen kann, kann auch nicht arbeiten."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shokaku 27.05.2011, 16:02
2. Verschlimmbesserungsvorschlag

Stellt doch zeitgleich mit der Gebutsurkunde auch gleich das Abi aus. Da spart man sich dann später die eine oder andere Farce.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schah.Wenzel 27.05.2011, 16:07
3. [{-_-}] ZZZzz zz z...

Zitat von sysop
Mehr als die Hälfte der Schüler hat an den Beruflichen Gymnasien Schleswig- Holsteins das zentrale Mathe-Abi vergeigt. Neue Lehrpläne hätten Schüler und Lehrer verunsichert, sagt das Bildungsministerium und korrigiert die Noten nach oben. Die Pädagogen müssen sich jetzt fortbilden lassen.
Ich kann überhaupt nicht aufhören zu lachen, einfach nur klasse. Was nicht passt, wird passend gemacht. Zu dieser Meldung passt wunderbar das Statement eines Doktoranden des Bauingenieurwesens hier auf SpON, "Studenten als Nesthocker", er wisse nicht einmal, wie ein Mietvertrag zu unterschreiben sei... =.-O

Der Knaller aber ist, die Pädagogen müssten sich jetzt fortbilden lassen. Ein Land beim aktiven, staatlich verordneten Gesundschrumpfen von Hirnleistung, köstlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
saako 27.05.2011, 16:10
4. ...

warum auch nicht?
schließlich ist D weltspitze in wissenschaft, handwerk und technik ;)
ach ja, in khs-hygiene natürlich auch ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Umbriel 27.05.2011, 16:13
5. Die armen Schüler

Können einem leid tun. Jahrelang Matheunterricht in Schleswig Holstein und dann so etwas. Das reicht nach Verschwörung alter Reformpädagogen.
Wahrscheinlich herrschte dort ein allzu lässiger Geist bei den Kultusbehörden und in manchen Kollegien und der Matheunterricht war vermutlich a la Reformpädagogik aufgehübscht.
Und dann kam die erste richtige Prüfung, etwas zu spät um sich daran zu gewöhnen.

Die Zensurkorrektur ist natürlich eine extreme Maßnahme, die allenfalls als Indikator für das Ausmaß der Leistungsschwäche der betroffenen Schulen sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
README.TXT 27.05.2011, 16:15
6. Dauerbaustelle Bildungspolitik Deutschland

Ist das in anderen Ländern auch so ein Chaos?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spongie2000 27.05.2011, 16:21
7. jetzt beginnt wieder das Bashing

Jetzt kommen wieder die ganzen alten Herren und erzählen uns, wie schwierig es früher war und wie einfach es heute ist.
Dabei sind es eben diese alten Herren, die in irgend welchen Räten sitzen und nach dem Motto "anders ist gut" jedes Jahr neue Lehrpläne, veränderte Notenregelungen oder gar andere Schulsysteme vorschlagen, als hätten ihre Experimente keine realen Auswirkungen.

Bachelor/Master, Gesamtschulen, Rechtschreibchaos und G8 gehören zu den letzten Massenexperimenten, in denen junge Menschen als Versuchskaninchen verheizt wurden.
Und selbstverständlich ist der Stoff sehr einfach, wenn man ihn den geprobt hat. Doch bei einem solchen Durcheinander will hier ganz klar sagen, dass auch ein Professor der numerischen Mathematik kaum Integralrechnungen kann, wenn er sie seid Jahren nicht mehr geübt hat.
Und was sagen die alten Herren hier im Forum jetzt? Das Professoren früher auch besser waren?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gabri 27.05.2011, 16:27
8. .

Der Witz oder vielmehr das Trauerspiel scheint zu sein, dass die Abiturnoten der Beruflichen Gymnasien damit einen Konkurrenzvorteil gegenüber den übrigen Gymnasien bei der Studienplatzvergabe haben. Von "Zentralabitur" zu sprechen, ist wohl irreführend. Das schriftliche Abitur der anderen Gymnasien liegt doch bereits Wochen zurück, wenn ich mich nicht irre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
austromir 27.05.2011, 16:37
9. Ein Schritt in die richtige Richtung

Zitat von sysop
Mehr als die Hälfte der Schüler hat an den Beruflichen Gymnasien Schleswig- Holsteins das zentrale Mathe-Abi vergeigt. Neue Lehrpläne hätten Schüler und Lehrer verunsichert, sagt das Bildungsministerium und korrigiert die Noten nach oben. Die Pädagogen müssen sich jetzt fortbilden lassen.
Das ist die richtige Einstellung. Schon bisher leiden Schulen und Universitäten unter dem Druck aus der Politik, die Anzahl der Absolventen zu erhöhen. Was noch fehlte war die politische Festlegung der Noten die zu vergeben sind. Eine "Expertenkommission" (Experten wofür eigentlich?) hat nun möglich gemacht was sonst Gelächter ausgelöst hätte: Die Noten werden von Amts wegen so geändert wie es politisch gewünscht ist.

Bevor nun Kritik aufkommt: Im Vergleich zu Botswana ist man in der Lehrerkompetenz weit vorne! Das ist doch beruhigend!

Der Schritt war also richtig aber er war zu kurz. In Zukunft sollte über die Vergabe von Abschlussnoten und Titeln schon kurz nach der Geburt entschieden werden. So vergeuden Schueler und Lehrer nicht mehr so viel Zeit mit dem Erlernen von Dingen sondern können sich voll dem Erwerb von Kompetenzen widmen!

Die Quoten für Abschlüsse werden politisch festgelegt. Die Vergabe erfolgt durch Losentscheide. Demokratischer geht es nicht mehr. Und wenn PISA wieder einmal schlecht aufällt: dann erhöht man mit einfacher Mehrheit im Parlament einfach die Anzahl der geborenen Doktoren (Guttenberg und Co. erledigen sich dann auch von selbst).

Bleibt zu hoffen, dass Botswana nicht aufholt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 15