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Schüler mit Down-Syndrom: Auch Realschule lehnt Henri ab
DPA

Henri hat das Down-Syndrom, trotzdem soll er eine reguläre Schule besuchen. Erst weigerte sich das örtliche Gymnasium ihn aufzunehmen, jetzt auch noch die Realschule. Der Fall setzt die Landesregierung zunehmend unter Druck.

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frubi 15.05.2014, 17:03
1. .

Zitat von sysop
Henri hat das Down-Syndrom, trotzdem soll er eine reguläre Schule besuchen. Erst weigerte sich das örtliche Gymnasium ihn aufzunehmen, jetzt auch noch die Realschule. Der Fall setzt die Landesregierung zunehmend unter Druck.
Oh meine Güte. Die anderen Schüler könnten ja erkennen, dass man auch Mensch sein darf und kein Leistungsmonster. Das können wir natürlich nicht dulden. Inklusion kostet einfach Geld durch die gesonderte Betreuung aber Politiker geben eben ungern Geld für Bildung aus und dann steckt man die ganzen eingeschränkten Menschen in eine "Sonderschule".

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hexenbanner64 15.05.2014, 17:08
2. Dumm gelaufen

Bei manchen Dingen,die unsere Politiker versprechen,glauben sie wohl selbst nicht daran,dass so ein Fall so auch eintritt

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ixap 15.05.2014, 17:08
3. Bedürfnisse Einzelner sollen über die der Gemeinschaft gestellt werden

Es ist nun mal leider so, dass Henri behindert ist. Das ist traurig, aber es bringt nichts das Kind in eine Klasse zu stecken, die sich dann an sein Tempo und seine Bedürfnisse anpassen muss. Ausserdem verlieren die Mitschüler sicherlich recht bald das Interesse an ihrem Klassenkameraden und was macht das Kind dann? Muss es von den Lehrern ständig betreut werden? Sitzt Mama mit im Unterricht?

Es gibt genug Einrichtungen in Deutschland, die geeigneter für Henri wären und wo er eine ordentliche Betreuung bekommt.

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Teiler676 15.05.2014, 17:17
4.

Es spielen mehr faktoren eine rolle: ist die soziale verantwortung einer schule höher oder niedriger einzuordnen als die schulischen qualifikationsmöglichkeiten? Man will dem kleinen nicht die zukunft verbauen aber andererseits sind es 29 andere kinder die unter umständen aufgrund des lerntempos nicht richtig gefördert werden. Hinzu kommt gerade in der pubertät die mobbing situative und ausgrenzung des behinderten. All das würde mich auch zu einer nichtaufnahme stimmen.

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Indigo76 15.05.2014, 17:17
5.

Zitat von sysop
Als der Gymnasialkampf endgültig verloren war, sollte ihr Kind wenigstens mit seinen übrigen Mitschülern auf die örtliche Realschule gehen.
Die Mutter wollte, dass ihr Sohn das Gymnasium besucht. Sie sagte selbst, Henry könne wahrscheinlich das Schulziel (das Abitur) nicht erreichen, aber er solle bei seinen jetzigen Mitschülern bleiben. Und dann, als das Gymnasium endgültig ablehnt, fällt ihr urplötzlich ein, dass auch Mitschüler auf die Realschule gehen?

Schon beim ersten Artikel zu diesem Fall hatte ich in den Kommentaren vermutet, dass dieser Mutter keineswegs das Wohl ihres Sohnes, sondern ausschließlich ihre Selbstverwirklichung am Herzen liegt. Und hier ist nun der Beweis!

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quovadisgermania 15.05.2014, 17:18
6. Vielleicht

bin ich ja einfach nur dumm. Aber was macht es für einen Sinn, ein Kind auf eine Schule zu schicken, wenn es (so verstehe ich zumindest den Artikel) dem Unterricht nicht folgen kann ? Vielleicht kann mir das ja jemand mal erklären?

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romaval 15.05.2014, 17:19
7. Begreift die Mutter immer noch nicht

was für das Kind am besten ist und daß es sich zwei Lehrekonferenzen schwer gemacht haben und letztendlich eine Entscheidung trafen die dem Kindswohl dient.

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hopenhauer 15.05.2014, 17:19
8.

Natürlich sind Begabung und Ehrgeiz ohnehin unterschiedlich verteilt, doch ich frage mich schon, ob ein dermaßen gehandicapter Klassenkamerad nicht das Klassengefüge sprengt und den Lehrplan ad absurdum führt.

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redenwirmaldeutsch 15.05.2014, 17:21
9. Mal ehrlich..

... am Ende der Schule, was soll dabei rauskommen. Ein Mensch mit Down Syndrom der gelernt hat, dass er niemals mit dem Rest der Klasse mithalten kann. Eine Klasse von Schülern, die gelernt haben, dass es Menschen mit Behinderungen gibt, aber im täglichen Umgang anstrengend und der ständigen Hilfe bedürfen.
Ich habe selbst lange mit Menschen mit Behinderungen gearbeitet, aber wenn es derzeit um Inklusion geht, zeigt man immer die lieben Menschen mit Down Syndrom, wo bleiben denn diejenigen, die Schlagen, Schreien, abwesend stundenlang in einer Ecke sitzen, sich selbst verletzen etc. Ebenfalls Menschen mit Behinderung, aber eben nicht so telegen um sie vorzuzeigen. Auch hier Inklusion?
Ordentliche Förderung von Menschen jeglicher Behinderung in bestausgestatteten Einrichtungen, und keine Alibi Versorgung in Einrichtungen, wo weder ausgebildetes Personal vorhanden ist, noch das Umfeld (sprich MitschülerInnen) genötigt werden, sich täglich mit Problemen auseinanderzusetzen von denen sie selber genug haben.

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