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Schüler mit Down-Syndrom: Was wurde aus Henri, der nicht aufs Gymnasium durfte?
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Henri sollte trotz Down-Syndrom ein Gymnasium besuchen, doch die Schulleitung, Lehrer und andere Eltern in Baden-Württemberg wollten das nicht. Die Familie ging an die Öffentlichkeit. Was ist seither passiert, welche Schule besucht Henri heute?

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mchunter 10.05.2015, 11:15
1. Recht

Das ist bei manchen Leuten das Einzige! Alles andere ist nebensaechlich. Rechthaber sind keine netten Leute. Und ob Henry so die beste Ausbildung bekommt? Ich wuensche es ihm!

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mpitt 10.05.2015, 11:19
2. Weder Gnade noch Recht

Es ist weder Gnade noch Recht was diesem Zwölfjährigen hier widerfährt, sondern eine von seinen Eltern und Teilen der Politik wider jede Vernunft durchgesetzte Form der Behandlung. Er wird wohl selbst nie reflektieren können, was mit ihm geschieht. Menschen mit Behinderung zu akzeptieren heißt auch ihnen eine Förderung zukommen zu lassen, die sie in einer normalen Schule nie werden haben können. Es wird auch nie eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für Inklusion geben, einfach weil sie von oben aufgezwungen wird.

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gefaehrlicheshalbwissen 10.05.2015, 11:25
3. es gibt situationen..

da mussen die eltern den tatsachen ins auge sehen. ich bin selbst vater einer behinderten tochter.. sie wird nie schreiben oder reden koennen.

ich wuerde mir die unterstuetzung die sie jetzt bekommt natuerlich auch auf einer normalen schule wuenschen, aber wie soll das gehen? inklusion schon und gut.. in einer heilpaedagogischen einrichtung ist alles vorhanden.. therapeuten, heilerzieher, "lehrer" und die kinder werden ihren faehigkeiten entsprechend gefoerdert und unterstuetzt. physiotherapie, musiktheraphie, ergotherapie mit logopaedie, ein schwimmbad und anbindung an einen reiterhof mit reittherapie. wie sollte sowas an einer normalen schule moeglich sein? meine kleine wuerde da untergehen und sich die ganze zeit an den gestellten betreuer klammern..

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piccolo-mini 10.05.2015, 11:34
4.

Warum existieren "solche Schulen" eigentlich?
Warum müssen die Eltern anderer Kinder diese dorthin schicken?

Diese Frau hat tatsächlich auch noch ein Buch geschrieben? Mich als aufgeklärten Mediennutzer würde interessieren, wie dieser Artikel zu der daneben platzierten Werbeanzeige für das Buch der Mutter kam? Hört mal, wollt ihr mich nicht nochmal interviewen? Ich möchte im Gegenzug auch nur eine Anzeige für mein Buch. Deshalb mache ich den ganzen Quatsch ja schließlich."

Sicher möchte Henri dann auf der Realschule auch jedes Jahr versetzt werden, auch wenn er die Klassenarbeiten der fünften Klasse niemals lösen können wird. Die Mutter wird wieder sagen, es sei "sein Recht, keine Gnade." Nach der 10. Klasse möchte er dann sicher mit einigen seiner Freunde wieder aufs Gymnasium, dann an die Uni und schließlich promovieren.
Und dann wird er "Worstantsworsitsenda". Die Schreibweise wird seiner angepasst.

Der einzige nachvollziehbare Punkt ist der Wunsch des Vaters, dass das Kind mehr lernt, als Kartoffeln schälen. Wenn das auf den für sein Kind vorgesehenen Schulen nicht praktiziert wird, ist das ein Fehler.

Der Mutter geht es scheinbar mehr darum ihr Kind von herkömmlichen behinderten Kindern abzugrenzen, als ihm zu helfen. Verständlich, aber nicht hilfreich.

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jus94 10.05.2015, 11:36
5. Förderschulen

Zitat von
So sieht es auch die Uno-Konvention für Behindertenrechte vor, die seit 2009 in Deutschland gilt: Kein Kind soll wegen einer Behinderung von einer Regelschule ausgeschlossen werden.
Das ist schlichtweg falsch. Mit dieser UN-Konvention wollte man erreichen, dass in Schwellen- und Entwicklungsländer behinderte Kinder entsprechend gefördert werden. In Deutschland und vielen anderen westlichen Ländern sind dafür spezielle Förderschulen vorgesehen. Dadurch wird diese Konvention natürlich erfüllt.

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Leser161 10.05.2015, 11:38
6. Recht?

Ja es ist sein Recht. Aber er wird nicht vom Gymnasium ausgeschlossen, weil er behindert ist, er wird ausgeschlossen weil er es intelektuell nicht kann. Das passiert Tausenden Kindern jährlich.

Warum ist er die Ausnahme?

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Psycho Dad 10.05.2015, 11:38
7. Richtig

Zitat von mpitt
Es ist weder Gnade noch Recht was diesem Zwölfjährigen hier widerfährt, sondern eine von seinen Eltern und Teilen der Politik wider jede Vernunft durchgesetzte Form der Behandlung. Er wird wohl selbst nie reflektieren können, was mit ihm geschieht. Menschen mit Behinderung zu akzeptieren heißt auch ihnen eine Förderung zukommen zu lassen, die sie in einer normalen Schule nie werden haben können. Es wird auch nie eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für Inklusion geben, einfach weil sie von oben aufgezwungen wird.
Und es gibt nicht nur "Rechte" von Minderheiten, sondern auch von Mehrheiten...
Eine Verwandte von mir wohnt in der Gegend des Jungen und kennt einige direkt Betroffene. Unter den Kindern gibt/gab es einige, die sich durch ihn (körperlich) bedroht fühlten, eben gerade weil er manchmal nicht weiß/wußte was er tut.
Haben diese Kinder nicht auch das "Recht" auf ein störungsfreies Lernumfeld?

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darthmax 10.05.2015, 11:42
8. Sonderschule

Ich weiss nicht, warum diese mit einem negativen Image behaftet ist.
Wer dem normalen Unterricht nicht folgen kann stört und verhindert, dass seine Schulkameraden auch Probleme bekommen.
Schule soll heute auch zur selbständigen Arbeit erziehen.
Rechthaberei verhindert vielleicht die richtige Lösung.

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Atlos 10.05.2015, 11:45
9. Frage

Ich habe da mal eine ernst gemeinte Frage: Was hat ein Kind, dass schon Probleme hat, einfache deutsche Sätze zu schreiben, davon, in einer Klassengemeinschaft zu sitzen, die eine Fremdsprache lernt?

Und was macht das Kind dann dort? Aus dem Fenster schauen? Malen?

Sinnvolle Beiträge liefern kann es ja nicht.

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